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© Holger Bergmann 2015 - 2018

Die mangelnde Vorbereitung der Mittelmächte

Diese Arbeit hat, im Grunde, zwei Zielsetzungen: einmal die besondere Mitschuld der Großmächte englischen Zungenschlags bei der Entstehung beider Weltkriege deutlich herauszuarbeiten. Zum anderen verdeckt die offensichtliche militärische Unterlegenheit Deutschlands und seiner Verbündeten in beiden Weltkriegen die mögliche Erkenntnis, dass ein militärischer Erfolg dieser Mächte nicht von vorn- herien ausgeschlossen war und jeweils mehr durch eigene Unfähigkeit als durch die feindliche Übermacht vereitelt wurde.

 

Die deutsche Diplomatie hatte es nicht verstanden, den großen, gnadenlosen Krieg, den zu gewinnen man sich sowieso keine Chancen ausrechnete, zu ver- hindern. Man mag nun einwenden, wollte man denn in einem Feuerball unterge- hen, wie am Ende von "Julikrise" argumentiert, könnte man sich eine akribische Kriegsvorbereitung sparen. Das aber wird dem Anspruch der militärischen Groß- macht nicht gerecht, auch solche Kriege unter widrigsten Umständen erfolgreich zu bestehen. Aber dazu braucht es Grips statt Großsprecherei.

 

 

 

 

Das Mindeste, was man benötigt hätte, um einen derartigen Krieg zu gewinnen, wäre eine den Sieg antizipierende Strategie gewesen. Eine solche gab es nicht, auch der so genannte "Schlieffen-Plan", auf den unten noch eingegangen wird, war keine, ebenso war seine Majestät Wilhelm II. kein Stratege. Der deutsche Weltmachtanspruch, der bereits zur Ersten Marokkokrise politisch gescheitert war, bedeutete militärisch keine Hybris, sondern eine schlichte Überlebensnotwendig- keit, schließlich führte man einen "Welt"-Krieg!

 

Wie hätte nun eine derartige Strategie aussehen können? Als erstes kommt einem da wieder Russland in den Sinn. Jeder "vernünftige" Betrachter mag da sofort einwenden, Russland wäre zu groß, um militärisch besiegt zu werden. In dieser Überlegung ist allerdings ein Fehlschluss enthalten. Russland ist nicht so groß, wie es scheint. Nicht, dass ich die Berechnungen der Geographen anzwei- feln würde. Aber der größte Teil Russlands ist kaum besiedelt und verkehrsmäßig unerschlossen, liefert demnach keinen Beitrag zur kriegerischen Auseinanderset- zung. Überschlägig lebten 2/3 der russischen Bevölkerung westlich des großen Wolgabogens (das Gebiet schließt mit den Flüssen Wolchow und Don zum Finni- schen Meerbusen bzw. zum Asowschen Meer ab). Gewinnt man diesen Bereich, kann der Rest vielleicht noch unangenehm, aber nicht mehr gefährlich werden. Macht man sich so die menschlichen und natürlichen Ressourcen Russlands zu- nutze (dass das russische Volk grundsätzlich hätte kollaborieren können, zeigten die vielen "Hiwis" im Zweiten Weltkrieg), kann man wieder, diesmal mit militäri- schen Mitteln, die beliebte "Chimäre" schaffen - und damit den Westmächten, gegenüber denen man sich zunächst defensiv verhalten müsste, mit Aussicht auf Erfolg entgegentreten.

 

Aber innerhalb der deutschen militärischen Führung war von solchen Überlegung- en keine Rede. Wie im politischen Bereich, wo der grundsätzliche Denkfehler auf Bismarck zurückgeht, der Russland davonziehen ließ, beruht derselbe im militä- rischen auf der entsprechenden anderen Lichtgestalt der deutschen Einigung, auf Feldmarschall Moltke dem Älteren. Sich der eingetretenen Zweifrontenbedrohung voll bewusst, entwickelte Moltke ein Denkschema, an dem seine Nachfolger im Amt des deutschen Generalstabschefs, darunter Schlieffen und der jüngere Moltke, nichts ändern sollten: nämlich den Zweifronten- in zwei Einfrontenkriege zu konvertieren. Auf der so genannten "inneren Linie" agierend, sollten die deutschen Truppen von einer Front an die andere oszillierend hin- und hergewor- fen werden, um die Gegner immer wieder zu schlagen. Die Lösung des Konflikts war dann irgendwann der Politik überlassen. Eine Niederwerfung Russlands hatte Moltke d.Ä. wegen der (fehleingeschätzten, s.o.) Größe des Landes kategorisch ausgeschlossen.

 

Zu der grundsätzlichen Absurdität der deutschen militärischen Vorstellungen, die intern bekannt war, etwa in Form der fehlenden Antwort auf die Frage "Wenn die deutschen Truppen nach "Sedan" 1870 in Eisenbahnwaggons gestiegen und ab- gefahren wären, was wäre dann aus dem Krieg in Frankreich geworden?", gesellte sich zusätzlich verschärfend noch hoher Zeit- und Präzisionsdruck. Mit der Aufnahme zeitlicher Vorstellungen in das Konzept, nämlich der hohen franzö- sischen und geringen russischen Mobilitätsgeschwindigkeit modifizierte Schlieffen Moltkes d.Ä. Vorstellungen dahingehend, dass erst Frankreich niedergerungen werden müsse, bevor man den russischen Vormarsch hätte aufhalten können. Bei allen vorgekommenen Variationen, in Form der jährlich neu erarbeiteten Auf- marschanweisungen gab es viele "Schlieffen-" oder "Moltke-" oder "Schlieffen- Moltke-Pläne" (oder auch eine entsprechende "Doktrin"), setzte auch Moltke d.J. 1914 alles auf diese Karte. Damit war die Katastrophe eigentlich schon vorpro- grammiert. Nur Fehlleistungen des Gegners sollten ihren Eintritt um vier Jahre verzögern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland ging also bereits mit einer Konzeption der Niederlage in den Ersten Weltkrieg. Da ein Weltmachtanspruch nur verbal erhoben wurde, deutsche Heere sich in der Vergangenheit nie weit von den deutschen Grenzen entfernt hatten, man den "langen" Abnutzungskrieg grundsätzlich für nicht gewinnbar hielt (aufgrund elitärer Ablehnung von Volkskriegsvorstellungen und, vermutlich, mangelnder Motivation zu und Expertise in zusammenhängendem politischen, kriegswirtschaftlichen und militärischem Denken) machte man sich letzten Endes vom feindlichen Wohlwollen abhängig. Man hielt sich wohl auch, das gilt ebenso für den Zweiten Weltkrieg, unbeirrt attraktiv genug für einen Kompromissfrieden. Auch das war eine Fehleinschätzung. Denn hätten die Gegner auf einen Kompro- miss gesetzt, hätten sie die Weltkriege nicht erst herbeizuführen brauchen (dazu wurde zum Ersten Weltkrieg bereits im ersten Teil ausführlich Stellung genom- men, zum Zweiten Weltkrieg geschieht dies an geeigneter Stelle).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der vorhandenen Konzeption konnte man den Krieg also nicht gewinnen. Selbst, wenn der Anfangserfolg über Frankreich eingetreten wäre, hätte auch die im Vergleich zu Russland geringere Tiefe des französischen Raums ausgereicht, deutsche Truppen in größerer Anzahl zu binden, von den bis dato unbesiegten russischen Massen ganz abgesehen. Wäre aber dieser gedachte Anfangserfolg überhaupt möglich gewesen?

 

Möglich war vieles, mag man einwenden, und auch das Fatalismusargument wie- derholen. Damit bringt man sich aber um die Antwort auf die Frage, welche Er- folgsmöglichkeiten realistisch zu erwarten gewesen wären.

Nachdem man deutscherseits, s.o., um die eigene zahlenmäßige Unterlegenheit wusste, wäre eigentlich der nächstliegende Schluss gewesen, das eigene Kräfte- potenzial überhaupt auszuschöpfen. Das geschah aber nicht, obwohl spätestens seit der Adriakrise der Kriegsausbruch schon fast unmittelbar drohte und der Kaiser im Dezember 1912 einen entsprechenden "Kriegsrat" einberufen hatte, der die entsprechenden rüstungsmäßigen Konsequenzen hätte nach sich ziehen können. Bis dato hatten 48% der wehrfähigen deutschen Bevölkerung keine militärische Ausbildung genossen. Genügend Zeit wäre auch noch gewesen, innerhalb eines Jahres hätte man die erforderliche Anzahl intelligenter junger Männer zu Leutnants heranbilden können, die Ausbildung von Unteroffizieren und einfachen Soldaten erforderte ensprechend noch weniger Zeit.

 

Aber das Kriegsministerium verweigerte sich, aus Klassenangst und Standes- dünkel. Die bisher in der Führung vom Adel, in der Mannschaft von der Landbe- völkerung bestimmte Armee hätte im Offizierskorps verbürgerlichen, in der Masse der Soldaten verproletarisieren können. In der Folge fehlte, und das wird das nächste Kapitel zeigen, auf dem Schlachtfeld an der Marne mindestens eine deutsche Armee. Schon aus diesem Grund musste der deutsche Angriff von 1914 scheitern.

 

Neben der personellen war auch die materielle Rüstung nicht auf einem den An- forderungen entsprechenden Stand. Die Motorisierung des deutschen Heeres war nur schleppend angelaufen, woran sich bis Kriegsende nichts ändern sollte. Die Versorgung mit Erdölprodukten konnte mangels eigener Quellen nie den Bedarf decken. Was an Benzin produziert wurde, bekamen die Flieger, den Dieseltreib- stoff verbrauchten die U-Boote, für den Betrieb und die Bereifung der vorhande- nen Kraftfahrzeuge musste man auf abenteuerliche Notlösungen zurückgreifen.

 

Fahrzeuge mit vollständiger (Österreich-Ungarn) bzw. teilweiser Panzerung (Deutschland) waren um 1906 entwickelt, aber verworfen worden. Der Bedeutung erlangende Beginn der Kampfführung mit Panzerfahrzeugen ist eine britisch-fran- zösische Errungenschaft.

 

Maschinengewehre und moderne Kommunikationsmittel (Telefon, Telegraph) waren nicht in ausreichendem Maße vorhanden, bei der Artillerie hatte man Feh- ler gemacht. Insgesamt hatte man das Nachschubwesen, wohl mit Verweis auf die antizipierte kurze Kriegsdauer, gering geschätzt. Zur Führung der mit wenig Prestige bedachten Nachschubformationen setzte man gern Offiziere jüdischer Herkunft ein, weil man scheinbar meinte, als "traditionelle Kaufleute" würden sie da wohl hingehören. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln sollte die Truppe hauptsächlich aus den besetzten Ländern selbst organisieren, was das Ansehen der Besatzer alles andere als förderte. Von den "geplanten Versorgungsmängeln" war die Heereskavallerie besonders betroffen, die man ohnehin nicht mehr ge- fechtsentscheidend einsetzen konnte. Zu Aufklärungszwecken hätte sie noch getaugt, versagte aber zumindest anfangs im Westen, da Versorgung und Füh- rung nicht im notwendigen Maß funktionierten.

 

Neben den o.a. strategischen Mängeln ließ auch die Kommunikation innerhalb der verschiedenen Führungsressorts sehr zu wünschen übrig. Dieses Defizit schloss auch die Verbindung zum Verbündeten Österreich-Ungarn mit ein. Die Mittel- mächte planten jeweils ihren eigenen Krieg, eine interne Abstimmung fand nicht statt. Seitens Österreich-Ungarns sind besonders quantitativ und qualitativ unge- nügende Ausrüstung der Truppen, desorganisierte Mobilmachung, dilettantische Führung und Motivationsprobleme im Vielvölkerheer festzustellen. Den mangel- haften Ausbau des Eisenbahnwesens in Österreich-Ungarn beklagt Generalmajor Max Hoffmann, den man als den eigentlichen Koordinator der Mittelmächte-Kriegführung im Osten ansehen kann, in seinem Nachkriegswerk mehrfach.

 

Zu schlechter Letzt hatte auch ein rechtzeitiger Import von strategisch wichtigen Vorräten nicht stattgefunden. Beim Industriebedarf, insbesondere dem zur Pulver- herstellung notwendigen Chilesalpeter, und Nahrungsmitteln ging Deutschland unvorbereitet in den Krieg. Wäre nicht zufällig das Stickstoffsubstitutionsverfah- ren durch den jüdischstämmigen Chemiker Fritz Haber gelungen, der später die Entwicklung von Giftwaffen betrieb und dessen Vorarbeiten dann der späteren Judenvernichtung durch die Nazis zugrunde lagen, wäre der Untergang der Mittelmächte mangels Munition schon vor Ende 1914 eingetreten.

 

Die folgende Darstellung stützt sich auf Gerhard

P. Groß, Mythos und Wirklichkeit, Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer,

erstmals zitiert in "Russlands Expansivität" im ersten Teil. Seitenzahlen (zum Motiv der deut- schen zahlenmäßigen Unterlegenheit S. 69f, 102) beziehen sich zunächst auf dieses Werk.

 

 

 

 

Aussage auf den politischen Fatalismus bezo- gen, zum militärischen s.u..

S. dort.

 

 

 

Persönliche Schlussfolgerung. Nicht, dass ich der deutschen Führung die geistigen Fähigkei- ten absprechen wollte (was anscheinend disku- tiert wurde, S. 104), ich behaupte nur, sie mach-

te davon keinen angemessenen Gebrauch.

 

 

Persönliche Überlegung.

 

 

Zu Wilhelm S. 84.

Zur Ersten Marokkokrise Unterkapitel "1898 - 1907" in "Vom Gleichgewicht zur Einkreisung", sonst persönliche Überlegung.

 

Persönliche Überlegungen, da, wie anderweitig ausgeführt, reine Kritik nicht ausreicht, sondern Alternativen vorgelegt werden müssen.

 

 

 

 

 

Hierzu eine passende Karte aus dem Jahr 1932 (die Situation wird 1914, oder auch 1941, nicht anders gewesen sein und sich bis heute kaum wesentlich verändert haben) Quelle: symbolfor- schung.ch, dort Knaurs Konversationslexikon A–Z, hg. Richard Friedenthal, Berlin.

 

Die geringe, aber vorhandene Chance der Nut-

zung des türkischen Staatsgebietes zu strate-

gischen Überlegungen wird zur kompakteren

Darstellung im nächsten Kapitel behandelt.

 

 

 

Selbe Wortwahl bei Groß, wie sie für die Schlussphase von Bismarcks Außenpolitik

üblich ist: "System der Aushilfen", S. 58.

 

Moltkes d.Ä. Vorstellung, S. 55f, "...findet sich in abgewandelter Form in allen Planungen des Generalstabs... bis 1914 und noch lange danach

wieder", S. 56.

Konversionsmotiv ("auflösen in zwei...") S. 74.

Begriff der "inneren Linie" S. 22, 63, 67 (u.a.).

Oszillationsmotiv [ohne es so zu nennen] S. 55f,

67, 74, 75, 97f, 101, 103. "Politische Lösung" S. 56, 76.

Moltke d.Ä. zu Russland s. 57. Damit ignorierte er den militärischen Lehrmeister Clausewitz (S. 15). Bleibende Vorstellung der russischen Raumtiefe S. 85.

 

Motiv "von Sedan mit der Bahn zur Weichsel", auf den Einwand eines Mitarbeiters von Schlief-

fen persönlich formuliert (sinngem. zit.), S. 97f.

Zeitmotive S. 67, 69, 75, 85, 89, insbes. 92, 99ff.

Dass eine schnelle, massive Truppenverschie- bung von einer zur anderen Front optimale Be- dingungen (und Kriegsbedingungen sind nie op- timal) sowie die Präzision eines Uhrwerks braucht, ist sicher nicht nur eine persönliche Schlussfolgerung.

Zur populären Vorstellung des Schlieffen-Plans S. 61, zur Begründung mit der französischen Mobilisierung S. 75.

Zu den Aufmarschplänen S. 85ff, "der" Schlief- fen-Plan ist für Groß eine Moltke d.J. als Schlieffens Nachfolger übergebene Denkschrift zu einem Einfrontenkrieg gegen Frankreich, S. 90ff. Trotz aller Unterschiede im Detail und aller Kritik an Einzelheiten durch zahlreiche zeitge- nössische Militärtheoretiker bleibt die Kontinui- tät zwischen Moltke d.Ä., Schlieffen und Moltke d.J. zu betonen (S. 93, 99, 100f), auch die Kri- tiker wichen davon im Grundsatz nicht ab (S. 103), selbst Clausewitz hatte bereits 1830/31 einen Vorstoß nach Frankreich über Belgien vorgeschlagen (ds., Anm. 145).

 

 

Auf S. 74 unternimmt Groß die unsinnige Kon- struktion eines Zusammenhangs zwischen Weltmachtanspruch und Schlieffens Angriffs- planungen, die nicht zum sonstigen Fatalismus (z.B. S. 93, 101f) passt und nicht durch Zitat belegt ist. Geringe Operationsdistanz deutscher Heere S. 95f. Nichtgewinnbarkeit des Abnutz- ungskrieges S. 56 (schon gegen Frankreich 1871), 73, 89, 101. Zum Volkskrieg S. 50ff, zu dem, s.u., keine eigene Entsprechung entwick- elt wurde, obwohl Moltke d.J. (S. 99) die Mög- lichkeit dann doch wieder ins Spiel brachte.

Dem deutschen Generalstab Betriebsblindheit zu diagnostizieren (S. 104), verfehlt das Prob- lem, denn der Generalstab beschränkte sich auf die ihm zugewiesenen Aufgaben. Für die Ge- samtstrategie gab es außer dem Kaiser, und der hatte als Staatsoberhaupt genügend andere Be- lastungen zu ertragen, einfach keine sonst zu- ständige Stelle. Ebenso fehl geht die Forderung nach einer konstruktiven Änderung der deutsch- en Außenpolitik aufgrund der negativen Kriegs- prognose des Generalstabs (ds., denn auch für die Militärs war ihr "Schlieffen-", oder wie immer man den deutschen Plan nennt, nichts als eine reine Verlegenheitslösung), es sei denn, es ist die rechtzeitige Annäherung an Russland ge- meint. Dafür war es 1914 zu spät, und ander- wei- tig bestand, wie in "Alternativen" im ersten Teil ausgeführt, keine Möglichkeit. Zum "feindl- ichen Wohlwollen" s.o. "politische Lösung".

 

 

Im weiteren Verlauf wird neben "Kriegsaus- bruch" von Sönke Neitzel, mit [N1] gekennzeich-

net, auch "Blut und Eisen, Deutschland im Ersten Weltkrieg", Pendo Verlag, Zürich 2003, zugrunde gelegt. Für Zitate daraus wird [N2], für solche aus Groß nun [G] verwendet.

 

 

"Kriegsrat" spöttische Bezeichnung Bethmann Hollwegs, da dem "aufgeregten Monolog" des Kaisers wenig folgte [N1], S. 133. Unvollkomme-

ne Anwendung der allgemeinen Wehrpflicht [N1], S. 148. Zahlenverhältnis 5,86 Mio. (Tripel- Entente) zu 3,55 Mio. (Mittelmächte) Mann [N2], S. 44.

 

 

Hierzu [G], S. 70, 80f, und [N1], S. 149. Der in diesem Zeitraum zuständige Amtsträger war Josias von Heeringen (Neitzel). Groß verweist stattdessen auf Heeringens Vorgänger Karl von Einem. Letzterer war bis 1909 Kriegsminister. Die interne Diskussion war nicht erst 1912 auf- gekommen.

 

 

[G], S. 95. Die Untermotorisierung des deut- schen Heeres setzte sich im Zweiten Weltkrieg mit sich verschärfender Tendenz fort.

Zur Erdölproblematik Werner Oswald, Die Kraft-

fahrzeuge der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr, Motorbuch Verlag, 16. Auflage, Suttgart 1998, S. 13, 25.

 

 

Ds., S. 50

Ds., S. 51.

 

 

 

[N2], S. 45. [G], S. 94, 115.

 

Zum Nachschub (den Begriff "Logistik" gab es damals noch nicht), [G], S. 95f, und insbeson- dere, wie auch zur nachfolgenden Problematik, Frank Buchholz, Strukturelle Defizite der deut- schen Armee im Marnefeldzug 1914, Zeitschrift für Heereskunde, Ausgaben 453 und 454.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[G], S. 59, 81, 84, 103f.

 

[G], S. 86.

 

[N2], S. 59.

 

Max Hoffmann, Der Krieg der versäumten Gelegenheiten. Verlag für Kulturpolitik, München 1923. In Deutschland war das Eisenbahnwesen gut ausgebaut, [G], S. 63.

 

 

Zum Importproblem allgemein [N2], S. 173, zum Salpeter im Besonderen ds., S. 175. Dort auch zum Substitutionsverfahren, an dessen Ent- wicklung, kleiner Fehler bei Neitzel, nicht Robert,

sondern dessen Neffe Carl Bosch beteiligt war. Für die Nutzbarmachung des noch vor dem Krieg entwickelten Verfahrens sorgte der nach dem Krieg von Rechtsradikalen ermordete jü- dischstämmige Industrielle Walther Rathenau.

Zum Problem von Nahrungsmittelimporten ds., S. 185.