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© Holger Bergmann 2015 - 2018

Was in "Mein Kampf" so alles steht

Die Lektüre von "Mein Kampf" ist nicht angenehm, der Leser kann sie sich (im Ganzen) gern ersparen. Die Peinlichkeit der Hetze darin ist noch nicht einmal wirklich das Problem, sie trifft uns Heutige kaum noch. Wohl gerade deshalb liest sich das das Buch überraschend langweilig. Interessant ist es nur insofern, als Hitler hier als Chronist der eigenen Bewegung auftritt. Damit soll sich hier aber weniger befasst werden. Inzwischen liegt eine historisch-kritische Ausgabe vor, die dem Machwerk mit wissenschaftlichen Methoden zu Leibe rückt. An dieser Stelle wird darauf aber bewusst nicht zurückgegriffen. Es geht hier darum, eine eigene und unbeeinflusste Interpretation der entscheidenden Aussagen von "Mein Kampf" zu liefern. Das Problem mit Adolf Hitler ist, dass er von der breiten Öffentlichkeit und den populären Fernsehdokumentationen nicht, sondern nur von einigen Spezialisten als das angesehen wird, was er in Wirklichkeit war: ein Todfeind Deutschlands, der es auf den Bestand des deutschen Volkes abgesehen hatte. Und das nicht erst seit den enttäuschenden Kriegsereignissen, sondern von Anfang an. Denn so steht es bereits in "Mein Kampf"!

 

"Adolf Hitler - Aufstieg eines Volksvernichters", so ist dieser Teil überschrieben. Das dem tatsächlich so war, ist hier und an den entsprechenden Stellen, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg befassen, zu beweisen. Die Deutschen hätten jedenfalls wissen können, was ihnen bevorsteht und was Hitler von ihnen hält - hätten sie denn "Mein Kampf" aufmerksam gelesen. Die Ignoranz, es nicht zu tun, gesellt sich in die Reihe der Fehlleistungen, die seit der Reichskanzlerzeit Bismarcks bis 1945 den deutschen Geist verdunkelten.

 

Die Mein-Kampf-Ausgabe, auf die sich hier gestützt wird, ist aus dem Internet herunterladbar: http://www.harrold.org/rfhextra/download/adolf hitler - mein kampf - german.pdf. Der Aufbau dieses Kapitels ist ein wenig anders als üblich. Interpretation und zugrundeliegende Zitate (PDF-Seite/in geschweiften Klammern angegebene Originalseite) stehen sich im gleichen For- mat gegenüber. Die Besprechung gliedert sich in 7 Abschnitte: 1. Erklärungsmuster, 2. Einsichten, Kuriositäten und Selbstwidersprüche, 3. Vernichtungsgedanken und Schmähungen gegen das eigene Volk, 4. Ankündigung des Unterdrück- ungsstaates, 5. Kriegsankündigungen und -überlegungen, 6. Ablenkungsmanöver und 7. Vorweggenommene strategische Fehler. Im Gegensatz zum sonstigen Aufbau ist die Struktur hier nicht links: Aussage rechts: Quellenzitat, sondern es sind die Abschnitte als Blöcke insgesamt zu betrachten. Hitlers Aussagen werden hier nicht auf ihre Richtigkeit überprüft, das wäre Aufgabe einer historisch-kritischen Ausgabe. Auf eine abschließende Zusammenfassung wird verzichtet.

1. Erklärungsmuster

 

H. entwickelt seinen Nationalismus nicht erst in Wien, sondern bereits als Schulkind. Dabei wird verdrängt, dass die Deutschen in Österreich-Ungarn vielleicht nicht die eindeutig herrschende, aber doch die führende Volksgruppe waren. H.'s Hass auf die K.u.K.-Monarchie macht ihn bereits in diesem frühen Stadium zu dem, so die These dieser Arbeit, was er war: zum Vaterlands- und Volks-verräter.

 

H. redet von seiner Lehre in einer Offenheit, die bereits zu seiner Zeit in massivster Weise hätte schockieren müssen. Er gebraucht, und zwar in positiver Hinsicht auf seine Haltung, die Worte "Fanatismus", "Hysterie", "Irrsinn", geistige Terrorisierung" und "empörende Misshandlung der menschlichen Freiheit", "Brutalität", "Bestialität". Jeder, auch der völkisch gesonnene Leser, hätte da zutiefst schaudern müssen.

 

Trotz allem Hurra- und Heilgeschrei und aller persönlichen soldatischen Disziplin lehnt Hitler den Ersten Weltkrieg im Prinzip ab, da er zum Erhalt der Habsburgermonarchie geführt wird. Trotzdem darf nicht kapituliert werden. Also ist bereits dieser Krieg ein falscher Krieg, der aber mit nichts als der totalen Katastrophe beendet werden kann.

 

Hitlers Vorwürfe gegen "die Juden" ("die Juden" gibt es schließlich gar nicht, sie sind im Habitus wie im Gebaren eine äußerst variable Gruppe) sind bei aller Schärfe im Ton inhaltlich äußerst vage. Wenn er behauptet, sie wären hässlich und würden stinken, kan man das auch den unwürdigen Lebensverhältnissen im damaligen Wien anlasten. Hitler zeigt nur seine Geist- und Kulturfeind-lichkeit, wenn er mit den expressionistischen Kunst-experimenten der damaligen Zeit nicht zurecht kommt. Tatsächlich dürften sich die Juden nicht durch besonderen deutschnationalen Eifer hervorgetan haben, warum hätten sie auch sollen. Das genügt H., um sie zu brandmarken.

 

H. entwirft den Nationalsozialismus als Gegenströmung zur marxistischen Bewegung, von der er viel an Methoden und Symbolen abkupfert. Richtig ist, dass H. bereits vor dem Ersten Weltkrieg in einer unruhigen Zeit lebt. Die Sozialdemokratie schwankt noch zwischen revolutionärem Elan und Anpassung an die parlamentarische Demokratie. Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ist an der Tagesordnung.

 

These dieser Arbeit ist, dass H. Deutschland und den Deutschen den Untergang bereiten wollte. Tatsächlich ist der "Untergangsgedanke" der zentrale Punkt in Hitlers Konzeption des Nationalsozialismus (wenn auch vordergründig, im traditionellen Verständnis). Zum einen behauptet H., die Herrschaft der Juden würde auf kurz oder lang den Untergang der Menschheit bedeuten. Zum anderen entwickelt H. den bekannten "Volk ohne Raum"-Gedanken aber dahingehend, dass Deutschland ohne neuen Raum, aufgrund der Vermehrungsrate des deut- schen Volkes, der Untergang drohen würde. Um diesen abzuwenden, sei Raumgewinn im Osten unumgänglich.

 

Besonders hervorzuheben im Fanatismus der Nazi- Ideologie ist ihre Einseitigkeit, für die alle Einwände absurd sind und später rationale Kriegführung unmöglich machen wird. Hitler bezeichnet das deutsche Volk als im Gegensatz zu anderen besonders objektiv, was aus seiner Sicht ein Manko darstellt. Nur kann das nicht ganz stimmen, woher wäre sonst sein anerzogener Nationalismus gekommen?

 

Hitler redet ganz offen über seine Methoden zur Massenbeeinflussung, die darin gipfeln, dass dem Ein- zelnen sein freier Wille genommen wird. Er scheut sich nicht, eine Lüge zu offenbaren, nach der er bewusst auch unterschiedliche Feinde als gleich darstellt (was in der Konsequenz heißt, "der Jude steckt hinter allem"). Denn nach seinen Erkenntnissen wird eine Lüge zur Wahrheit, wenn sie nur oft genug wiederholt wird - auch wenn er diese Erkenntnis der alliierten Propaganda des Ersten Weltkriegs entnommen haben will.

 

Hitler bindet mit den Anfängen von SA und SS eine Schar gewaltbereiter junger Männer an sich, die er mit Hilfe von Saalschlachten in einen Blutrauch versetzt. Im Zweiten Weltkrieg wird er mit der "Loyalität durch Blutschuld" das ganze deutsche Volk in der Hand haben.

 

Hitler gibt am Ende sogar bekannt, worauf sein Streben hinauslaufen wird - Blutschuld und Volksopferung. Er behauptet zwar gleichzeitig, der Erfolg würde ihn und die Nationalsozialisten davon freisprechen. Das Ausschalten der Vernunft macht den Erfolg aber unmöglich. Also wusste jeder Bescheid, der Bescheid wissen wollte. Hitler war die Konsequenz seines Handelns klar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Einsichten, Kuriositäten und Selbstwidersprüche

 

H. erfüllt das Persönlichkeitsbild des paranoiden Wahn- kranken (eine klinische Diskussion von Hitlers Geisteszu- stand kann hier nicht vorgenommen werden. Lesen Sie in Wikipedia im Eintrag zur Paranoia die Begriffsgeschichte, dann fallen Ihnen die Parallelen automatisch auf). Der Paranoide denkt aber nicht durchweg unlogisch, seine Logik passt nur häufig nicht zur Realität. Die Widersprüche des logisch Richtigen und logisch Falschen sammeln sich in ihm an. Was zur Folge hat, dass er auch zu richtigen, manchmal überraschenden Einsichten fähig ist.

 

Hitlers Überlegungen zur Machtstellung des Deutschen Reiches vor dem Ersten Weltkrieg entbehren nicht ganz der Richtigkeit. Deutschland hatte keine Freunde, vielleicht abgesehen von den Deutschen in Österreich-Ungarn. Es wurde und wird viel überlegt, ob die Option eines Bündnisses mit Großbritannien oder Russland zu irgend einem Zeitpunkt offen gestanden hätte (siehe hier das Kapitel "Alternative" im ersten Teil). Letzten Endes machte man sich beide zum Feind. Dabei muss man sich aber fragen, ob das Reich wirklich hätte darauf verzichten müssen, sich auf den Weg zur Weltmacht zu begeben. H. tut sich immer wieder als Kritiker des industriellen Expansionskurses hervor, der zum Gegensatz zwischen Deutschland und Großbritannien beitragen musste. Der freie Welthandel ist aber bis heute eine unverrückbare Größe und im Gegensatz dazu H.s bäuerliche Blut- und Boden-Ideologie obsolet. Interessant ist aber, wie H. mit der Vision eines nach durch und durch wirtschaftlichen Ge- sichtspunkten organisierten Staates die spätere Bundes- republik vorwegnimmt.

 

Die Annahme der Weltkriege als "Wirtschaftskriege" kann nicht aufrechterhalten werden. Das Gerangel um die industrielle Vormachtstellung zwischen Deutschland und Großbritannien endete schließlich in den 50er und 60er Jahren mit der Niederlage Großbritanniens.

 

Mit den in den Ersten Weltkrieg führenden Ereignissen haben wir uns in dieser Arbeit bereits intensiv befasst. Die historischen Werke, auf die sich diese Arbeit stützt, standen Hitler noch nicht zur Verfügung. Das Deutsche Reich versuchte, den Weltfrieden zu erhalten (bis zu einem gewissen Punkt in der Julikrise, siehe das entsprechende Kapitel im ersten Teil), aber effektiv verschlechterte sich seine Situation jedoch immer mehr (so weit kann man Hitler vielleicht noch folgen), bis man schließlich "im ungüns- tigsten Moment" losschlagen musste (der Schluss kann nicht mehr geteilt werden, es war vielleicht ein Kriegsgrund gegeben, aber keine Zwangsläufigkeit). H.s Forderung nach dem Verzicht auf ein Bündnis mit Österreich-Ungarn aber kann man nicht folgen. Österreich-Ungarn war der einzige verbliebene Verbündete, wäre der auch noch weggefallen, was dann? Um so unverständlicher ist demnach H.s Hurra-Geschrei auf dem Münchner Odeonsplatz im August 1914, seine bedingungslose soldatische Disziplin und seine Ablehnung jeglicher Kapitulation (außer, man bezieht die Grundthese dieser Arbeit bereits auf jenen Zeitraum). Man könnte auch aus H.s Beklagen der deutschen "Objektivität" ableiten, dass nationale Selbstkritik in Deutschland schon sehr früh verbreitet war. Der Argwohn, die anderen großen Nationen Europas und der Welt würden sich da ganz anders verhalten, scheint nicht ganz ohne Berechtigung zu sein.

 

Zu den überraschend modernen Einsichten H.s zählen z.B. die der Aufrichtung der Herrschaft des internationalen Börsenkapitals, des Vordringens des Islam und die Vorwegnahme eines ökologischen Gedankens, nach dem "der Mensch nie Herr und Meister der Natur" sein würde. Die Unmöglichkeit des kapitalistischen Wirtschaftsauf- schwungs ohne soziale Solidarität sowie das Scheitern des marxistischen politischen Systems mangels Kreativität sieht Hitler bereits 1925 klar voraus. Die Gefahr eines "Reichs-zerfalls" kann auch auf die heutige EU übertragen werden. "Nur durch jahrhundertelange (!) gemeinsame Erziehung, Tradition, Interessen usw. kann diese Gefahr gemildert werden". Auf Österreich-Ungarn bezogen hätten 10 Lebensjahre mehr für Kaiser Joseph II. und die Fortführung seines Werkes über 2 Generationen "das Wunder vielleicht vollbringen können". Wie gesagt, eine für unsere Zeit durchaus gültige Mahnung, auch wenn sie von Hitler ausgesprochen wurde. Und er hat sie wohl nicht als erster ausgesprochen.

 

Die Folgen von Hitlers Handeln luden dazu ein, ihn zu einem primitiven, rein polemischen Gernegroß zu machen und äußerste Distanz zu wahren. So menschlich verständ- lich das sein mag, so sehr führt es in manchen Punkten zu einer Fehleinschätzung. H. ist von hoher formaler Intelli- genz. Seine Gedanken zur Mächtigkeit der Religionen zeu- gen von intensiver Beschäftigung mit der Thematik.

Schließlich kann der Nationalsozialismus durchaus als Ersatzreligion bezeichnet werden. Die Unduldsamkeit und Beharrlichkeit der Religionen machen ihre Macht aus. Hitler überträgt dieses Prinzip auf seine Bewegung. Die Funktionsprinzipien von Weltanschauungen und Religionen zu durchschauen gehört mit zu den Hauptaufgaben von uns Heutigen, da unser tolerant-weltliches System sich im Überlebenskampf mit dem Islamismus befindet. Wobei die Existenz dieses Überlebenskampfes sowohl von führenden als auch von intellektuell-oppositionellen Kreisen geleugnet und das Ganze als "Krieg gegen den Terror" bzw. "Sicherungseinsatz zur Erhaltung des Friedens" polizei-aktionsmäßig verharmlost wird.

 

Die größten Probleme hat H. mit der Überzeugung von Intellektuellen. Klar, Denken und Pöbeln vertragen sich schlecht. Aber auch wir stehen im Kampf gegen den Islamismus gerade vor dem Problem, dass unsere intellektuelle Führung dem geistigen Machtanspruch der islamistischen Elite nichts entgegenzusetzen hat. Nur das beharrliche Verkünden unserer toleranten Grundsätze als unabdingbar, verbunden mit der permanenten gewaltsamen Verfolgung unserer Feinde, kann das Überleben unserer Gesellschaftsordnung sichern. Der "Programmatiker", auch da hat H. Recht, mag dabei seine Lorbeeren erst am Ende seines Lebens oder danach erringen.

 

Widersprüchlich äußert sich H. zum Parlamentarismus. Er sieht sich zunächst als "freiheitlich empfindender Mensch", der sich "eine andere Möglichkeit der Regierung gar nicht vorstellen" kann. dann wird er von der chaotischen Viel- züngigkeit der Debatten im Wiener Parlament abgestoßen. Zum einen sieht er in den Parlamenten den äußersten Irrsinn am Wüten, zum anderen glaubt er, ohne "Korpo-rationen, die wir heute als Parlamente bezeichnen", zur Entdeckung des Führernachwuchses nicht auskommen zu können. Sogar ein "Wirtschaftsparlament" sieht er, der nationale Sozialist, vor. Allein, Abstimmungen gibt es in diesen Korporationen nicht...

 

Man kann den Nationalsozialismus nicht anders denn als "vorgefasste Meinung", "fixe Idee" usw. kategorisieren. Interessant ist eine Stelle, in der H. eben diese "unselige Art der Betrachtung aller Belange" kritisiert. Auch sind für ihn diejenigen "Köpfe", die Gelesenes "kritisch prüfen und danach beurteilen"!

 

Defizite in der technischen (die, wie bereits argumentiert, ohne die von H. abgelehnte industriell- exportorientierte Entwicklung nicht denkbar gewesen wäre) und politischen Vorbereitung des Ersten Weltkriegs schreibt er der zu hohen Bildung der regierenden Schichten zu. Die Erfolge Nordamerikas im Ersinnen von Erfindungen aber haben mit der verbesserten Ausbildung unterer Schichten zu tun. Mit der Einschätzung von "Geist" haben die Nazis im Allgemeinen und H. im Besonderen ihre Probleme.

 

Frankreich sieht H. durch die Einwanderung von "Negern" aus seinem Kolonialreich als gefährdet an und auf dem Weg zum "Mulattenstaat". Nur, 1925 können die Verhält- nisse noch nicht so gewesen sein, wie sie heute sind...

 

Falsch war H.s Voraussage bezüglich Indien. Der "gewalt- lose Aufrührer" Gandhi rang den Briten die Unabhängigkeit ab. Oder war die Labour-Regierung von Clement Attlee 1947 der "rassischen Zersetzung" anheim gefallen?

 

Schwarz-Rot-Gold ist für H. einerseits "der strahlendste Akkord, den es gibt". Dann ist es wieder der "Geßlerhut der deutschen Demokratie"...

 

Kurios wird H., wenn er sich an die Einschätzung der "jüdischen Männlichkeit" heranwagt. Einerseits hätte sich "der Jude" im Mannesstamm immer rein erhalten und nur seine Töchter zur Verheiratung weggegeben. Andererseits lauern "schwarzhaarige Judenjungen" darauf, "ahnungs- lose" (nichtjüdische) Mädchen zu schänden. Schließlich sollen junge deutsche Männer im Sommer kurze Hosen tragen, damit die Mädels nicht "krummbeinigen Juden-bankerten" verfallen...

 

Überraschend ist Hitlers Kritik an den Attentaten von 1919-22 [biogr. Einschub]. Der "Not des Volkes" dadurch ein Ende zu bereiten sei Unsinn, weil die Revolution keinen "Kopf von einiger Größe" hevorgebracht hätte, dessen Beseitigung dann von entscheidender Bedeutung gewesen wäre. Vielmehr sieht H. das Problem im "feigen Versagen" des Bürgertums insgesamt. Was wir zu H.s Hass auf Deutschland insgesamt subsummieren können.

 

Hitler ist sich seiner ganzen Widersprüchlichkeit bewusst, wenn er sich mit Clemenceau vergleicht. Den Schluss der Ausweglosigkeit dieser Politik zieht er aber nicht. Nein, er steuert sehenden Auges in den Untergang.

 

Bereits auf ganz kurze Distanz kommt Hitler zu einer völlig widersprüchlichen Einschätzung des Widerstands gegen die Ruhrbesetzung. Zum einen kann nur ein "Wahnsinniger" dazu raten, zum anderen soll die Heimat "achtzig oder hundert Divisionen" aufstellen. Er nimmt auch die "ersichtliche Zwecklosigkeit" seiner eigenen Kriegführung vorweg und sieht im Gegensatz dazu ein, dass sich dafür eher weniger "mutige Männer" zu opfern bereit sind...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Vernichtungsgedanken und Schmähungen gegen das eigene Volk

 

Man darf bei der Betrachtung dieses Teils einen Fehler nicht machen; nämlich eines dieser Phänomene als ursächlich für H.s Verhalten und Entwicklung anzunehmen. Erfah-rungen, und auch Gedanken, waren bei vielen Menschen ähnlich wie bei H.. Aber nur er, und vielleicht ein ganz enger, ihm nahe stehender Kreis, zogen derart bis ins Absurde gehende radikale Konsequenzen.

 

Vielmehr sind die Einschätzungen und Beschreibungen durch H. bereits Ausdruck dieser Konsequenzen: der Vernichtung, die H. dem deutschen Volk zugedacht hat. Ein ums andere Mal werden die wesentlichsten Teile des deutschen Volkes, Arbeiterschaft und Bürgertum, zur Ziel- scheibe seiner grenzenlosen Verachtung. Dazu später mehr im Detail.

 

Zunächst nämlich kann der Leser mit ansehen, wie H. bereits seinem ursprünglichen Vaterland, der K.u.K.-Monarchie, die Vernichtung an den Hals wünscht, die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs ja auch eintrat. Die Vernichtung dieses Staates ist für H. Bedingung für die Fortexistenz des Deutschtums. Man kann bei H. die Fortexistenz des Vernichtungsgedankens über das Ende von Österreich-Ungarn hinaus unterstellen, bedenkt man das Ausmaß der Ressentiments, die ihn umtreiben.

 

Die deutsche Arbeiterschaft ist laut H. marxistisch verseucht, der Marxismus ist eine jüdische Erfindung, die letztendlich die Vernichtung der Welt anstrebt. Das deutsche Bürgertum dagegen ist völlig unfähig und entbehrt jeden positiven Charakters, was daran liegt, dass sich seine positiven Teile im Ersten Weltkrieg geopfert haben und nie wieder ersetzt werden konnten. Zudem hat sich das deutsche Volk seit langem rassisch minderwertig entwickelt.

 

Worun besteht nun aber "positiver Charakter" nach H.s Lesart? Eben in der Bereitschaft, sich aufzuopfern, also sich vernichten zu lassen! H. kündigt die Vernichtung Deutschlands auch direkt an: Deutschland wird entweder Weltmacht, oder überhaupt nicht sein, und H. lässt keinen Zweifel daran, dass die schlechten Eigenschaften Deutschland für seine Fortexistenz disqualifizieren. Und seine Überlegungen sind schon 1925 keineswegs nur theoretisch. Unerbittlich sieht H. die Schicksalsuhr auf das unvermeidliche Ende zulaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Ankündigung des Unterdrückungsstaats

 

Niemand, der "MK" gelesen hatte, brauchte sich Illusionen darüber zu machen, welcher Art H.s Regime sein würde, gelangte er erst einmal zur Macht. Das gilt sowohl für seine Steigbügelhalter, die ihn unterschätzten, als auch für zahlreiche seiner späteren Opfer, die nicht rechtzeitig flohen, weil sie meinten, sie hätten sich nichts zuschulden kommen lassen. Das deutsche Kaiserreich im Ersten Weltkrieg war ein vergleichsweise freier Staat, mit Mehr- parteiensystem, Gewerkschaften und Streikrecht. Das würde H. für SEINEN Krieg nicht mehr gestatten.

 

Nach H.s "Logik" musste ja der Erste Weltkrieg unbedingt durchgekämpft werden, auch wenn die Bindung an das todgeweihte Österreich-Ungarn von vornherein den Unter- gang bedeutete. Die Unterdrückung der Opposition ist deshalb nicht ein Mittel zum Sieg, sondern dient dazu, den Weg in den Untergang ungestört zurücklegen zu können.

 

H. sagt umschreibend, ("Unkraut ausjäten", "Verderber an die Wand schlagen") wie direkt, was seiner Ansicht nach zu tun ist. Er bekennt sich zum Hass als seinem Grundantrieb. Er reklamiert zwar ein Recht auf Rebellion gegen staatliche Tyrannei, negiert aber jede moralische Rechtfertigung dafür, wenn er nur den Erfolg der Rebellion als Maßstab zulässt. So kann auch sein eigenes System nichts anderes als Tyrannei sein. Mit Propaganda wird er dem Volk die Hölle als Himmel einreden, die NSDAP, vo blinder Disziplin erfüllt, wird Herr der Massen...

 

Die Gegner dieser Ziele sollen der Vernichtung anheim fallen. Im Falle der Juden ist bereits die bevorzugte Methode beschrieben: Giftgas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Kriegsankündigungen und -überlegungen

 

Obwohl sich das Deutsche Reich 1925 in einer Situation befindet, in der ihm zum Angriffskrieg alle Machtmittel fehlen, macht Hitler aus seinen Kriegsabsichten keinerlei Hehl. Für ihn befinden sich die Völker der Welt ohnehin ständig im Streit um Land, den die kulturell Höher- stehenden, die Selbstbeschränkung üben, nur verlieren können. Man muss sich also auf das Niveau der kulturell Niederstehenden begeben und sich brutal das Land nehmen, das man zu brauchen glaubt. Die "sogenannte Humanität" schmilzt dabei "wie Schnee in der Märzen- sonne".

 

Ziel ist dabei das durch die jüdisch-kommunistische Revolution (angeblich) seiner traditionellen Führungsschicht beraubte Russland. Mit ihm wird die "Kraftprobe" gesucht werden, die die Richtigkeit der völkischen Rassentheorie bestätigen soll. Derartige "Proben" pflegen aber die ihnen zugrunde liegende Annahme aber nicht in jedem Fall zu bestätigen...

 

Bündnisse will H. zum Angriff schließen, Weltanschauungen setzen sich im Angriff durch, die sonst von H. so übel beleu-mundete Kapitulation hätte die Quelle der "neuen Erhe- bung" sein können, und Schusswaffengebrauch in der Saal- schlacht mit Kommunisten erfreut H.s Herz.

 

Auch den "alten Todfeind" Frankreich vergisst H. nicht, will ihn als Militärmacht ausschalten bzw. einen "Kampf auf Leben und Tod" mit ihm führen.

 

Wie gesagt, niemand musste sich über H.s Absichten Illusionen machen. Er wünschte Deutschlands Vernichtung, und er würde sie mit dem Mittel des Krieges zu realisieren versuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Ablenkungsmanöver

 

Ganz offen die Vernichtung Deutschlands ankündigen kann H. natürlich nicht, sonst wäre ihm auch der Dümmste auf die Schliche gekommen. Vielmehr muss er Passagen einfügen, die ihn "seinem" Volke in Liebe zugeneigt erscheinen lassen. Er tut sich mit dem Satz "Menschenrecht bricht Staatsrecht" hervor und glaubt scheinbar nicht an die Dauerhaftigkeit reiner Gewaltsysteme (nun ja, sein System strebt schließlich auch keine "Dauer" an...). Er betont die "Nur-Verführtheit" der deutschen Arbeiterschaft durch den Marxismus (was man ihm nicht abnehmen muss). Er rühmt auch wieder die soldatischen Tugenden des geschmähten deutschen Volkes. Aber dahinter steckt die Forderung nach Opferbereitschaft, und auf das Opfer lauert der Täter...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Vorweggenommene strategische Fehler

 

Die traditionelle Sichtweise auf H. als Oberbefehlshaber ist die des prinzipiell gutwilligen, aber weitestgehend unfähigen Feldherren. Seine in "Mein Kampf" abgegebenen, später versuchsweise oder tatsächlich umgesetzten strategischen Vorstellungen stützen sowohl die traditionelle als auch die hier vertretene Sichtweise. Fakt ist in jedem Fall, dass er bereits in "Mein Kampf" seine strategischen Fehlschlüsse angekündigt hat.

 

Vom "Sieg der Heldenheere" im Krieg 1870/71 ausgehend, der wohl eher ein Erfolg der nüchternen preußischen Kriegsmaschinerie war, kündigt H. verschiedene Abenteuer an, wobei er gleichzeitig so deutlich vor ihnen warnt, dass der Irrsinn der Vorgehensweise (natürlich...) auch ihm selbst bewusst gewesen sein muss.

 

Man stelle sich einmal vor, Deutschland hätte analog H.s Vorstellungen 1904/05 in den Russisch-Japanischen Krieg gegen Russland eingegriffen und sich in der Folge ein großes Stück russischen Gebietes einverleibt. Wer hätte diesem zynischen, räuberischen Deutschland noch vertrau- en können?

Trotz seiner unverhohlenen Kriegsabsichten gegen Russland warnt er vor Kriegen gegen große Staaten. Obwohl er das Gekungel der Weimarer Republik mit der jungen Sowjetunion kritisiert, wird er später selbst mit Stalin einen Pakt schließen.

 

England gilt ihm als potenzieller Hauptverbündeter, obwohl seine umfangreichen Charakterisierungen Englands als zynisch und egoistisch einen Staat mit solcher Politik als Verbündeten ausschließen. Außerdem ist ihm klar, dass hinter England Amerika lauert.

 

Die von H. als Herausforderung Englands kritisierte Indus- trie- und Handelspolitik war Grundlage für jede moderne Kriegführung überhaupt und somit sowohl für friedliche als auch für miliärische Zwecke unverzichtbar (an die Macht gelangt, sollte H. aber von einer anti-industriellen Ziel- setzung Abstand nehmen).

 

Neben England sucht (und findet) er Italien als Haupt- verbündeten, das mangelnde technische und motiva- torische Potenzial Italiens übersieht er dabei geflissentlich, der Verfall Süditaliens ist ihm aber geläufig. Den späteren Hauptverbündeten Japan schmäht er als von fremden, arischen Einflüssen kulturell abhängig.

 

So wie H. meinte, Bündnisse taugten nur zum Kampf (Angriff?) so wenig Sinn sieht er im Erfolg von Bündnissen überhaupt. Die Achsenpartner und Stalin hätten sich keine Illusionen zu machen brauchen.

 

Weiteres: H. sieht Propagandafehler und wird sie später selbst begehen, weiß, dass Unterdrückte schlechte Kämpfer sind und wird später selbst zum Unterdrücker, kritisiert, dass aus Wissen klägliche Konsequenzen gezo- gen wurden und wird sich selbst genauso verhalten, und will emotional ausgleichen, was gedanklich fehlte - das funk- tioniert nicht.

 

Mit der Illusion der Überlegenheit gibt man sich der gefährlichen Selbsttäuschung hin. Man erteilt besser einen unsinnigen Befehl als gar keinen, und wie Saalschlachten gegen Kommunisten meint man wohl später, Kriege auch dann anzetteln zu können, wenn man im Verhältnis 1:50 unterlegen ist. Lächerlich die Ansicht, kleine Jungs bei dummen Streichen zum Schweigen zu ermutigen, damit sie später keine Verräter werden!

 

Ein Letztes: Die Inbesitznahme der Küste Französisch-Nordafrikas hat H. in "MK" als strategisch wichtig erkannt, aber im Krieg die Durchführung unterlassen. Ein gravie- render Fehler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht lange dauerte es, und der grobe Heldenkampf war mir zum größten inneren Erlebnis geworden. Von nun an schwärmte ich mehr und mehr für alles, was irgendwie mit Krieg oder doch mit Soldatentum zusammenhing. (S. 18/4)

 

Von dem ewigen unerbittlichen Kampfe um die deutsche Sprache, um deutsche Schule und deutsches Wesen hatten nur ganz wenige Deutsche aus dem Reiche eine Ahnung. (S. 21/9)

 

Um das Kind wird dieser Kampf geführt, und an das Kind richtet sich der erste Appell dieses Streites: "Deutscher Knabe, vergiß nicht, daß du ein Deutscher bist!" und "Mädchen gedenke, daß du eine deutsche Mutter werden sollst!"

Wer der Jugend Seele kennt, der wird verstehen können, daß gerade sie am freudigsten die Ohren für einen solchen Kampfruf öffnet. (S. 21/10)

 

...durch Kornblumen (Symbol der "Alldeutschen Bewegung") und schwarz-rot-goldene (!) Farben die Gesinnung betont, mit "Heil" begrüßt,... (S. 21/10)

 

In kurzer Zeit war ich zum fanatischen "Deutschnationalen" geworden,... (S. 21-22/10-11, mit 15 J.)

 

Unser kleiner nationaler Fanatismus... (S. 23/12, Wirkung der Volksverhetzung bereits in ÖU)

 

(S. 22/13, Hetze seitens AH gegen Österreich-Ungarn,, "fremdes Völkergift")

 

...könnte man die politischen Leistungen unserer gelehrten Regierungsheroen in höchsten Stellen nicht begreifen, außer man entschlösse sich, anstatt pathologischer Veranlagung schurkenhafte Niedertracht anzunehmen. (S. 37/37, nicht Kritik, Selbst- beschreibung!)

 

Je mehr ich mich in den nächsten Jahren selbständig machte, um so mehr wuchs mit steigender Entfernung der Blick für die inneren Ursachen der sozialdemokratischen Erfolge. Nun begriff ich die Bedeutung der brutalen Forderung, nur rote Zeitungen zu halten, nur rote Versammlungen zu besuchen, rote Bücher zu lesen usw. In plastischer Klarheit sah ich das zwangsläufige Ergebnis dieser Lehre der Unduldsamkeit vor Augen. (S. 41/44)

 

Die Psyche der breiten Masse ist nicht empfänglich für alles Halbe und Schwache. Gleich dem Weibe, dessen seelisches Empfinden weniger durch Gründe abstrakter Vernunft bestimmt wird als durch solche einer undefinierbaren, gefühlsmäßigen Sehnsucht nach ergänzender Kraft, und das sich deshalb lieber dem Starken beugt als den Schwächling beherrscht, liebt auch die Masse mehr den Herrscher als den Bittenden und fühlt sich im Innern mehr befriedigt durch eine Lehre, die keine andere neben sich duldet, als durch die Genehmigung liberaler Freiheit; sie weiß mit ihr auch meist nur wenig anzufangen und fühlt sich sogar leicht verlassen. Die Unverschämtheit ihrer geistigen Terrorisierung kommt ihr ebensowenig zum Bewußtsein wie die empörende Mißhandlung ihrer menschlichen Freiheit, ahnt sie doch den inneren Irrsinn der ganzen Lehre in keiner Weise. So sieht sie nur die rücksichtslose Kraft und Brutalität ihrer zielbewußten Äußerungen, der sie sich endlich immer beugt.

Wird der Sozialdemokratie eine Lehre von besserer Wahrhaftigkeit, aber gleicher Brutalität der Durchführung entgegengestellt, wird diese siegen, wenn auch nach schwerstem Kampfe. (S. 41/44-45)

 

AH, der anfängliche Philosemit:

Noch sah ich im Juden nur die Konfession und hielt deshalb aus Gründen menschlicher Toleranz die Ablehnung religiöser Bekämpfung auch in diesem Falle aufrecht. So erschien mir der Ton, vor allem der, den die antisemitische Wiener Presse anschlug, unwürdig der kulturellen Überlieferung eines großen Volkes. Mich bedrückte die Erinnerung an gewisse Vorfälle des Mittelalters, die ich nicht gerne wiederholt sehen wollte. Da die betreffenden Zeitungen allgemein nicht als hervorragend galten — woher dies kam, wußte ich damals selber nicht genau —, sah ich in ihnen mehr die Produkte bürgerlichen Neides als Ergebnisse einer grundsätzlichen, wenn auch falschen Anschauung überhaupt.

Bestärkt wurde ich in dieser meiner Meinung durch die, wie mir schien, unendlich würdigere Form, in der die wirklich große Presse auf all diese Angriffe antwortete oder sie, was mir noch dankenswerter vorkam, gar nicht erwähnte, sondern einfach totschwieg. (S. 48-49/56)

 

Es war eine schwere Belastung, die das Judentum in meinen Augen erhielt, als ich seine Tätigkeit in der Presse, in Kunst, Literatur und Theater kennenlernte. Da konnten nun alle salbungsvollen Beteuerungen wenig oder nichts mehr nützen. Es genügte schon, eine der Anschlagsäulen zu betrachten, die Namen der geistigen Erzeuger dieser gräßlichen Machwerke für Kino und Theater, die da angepriesen wurden, zu studieren, um auf längere Zeit hart zu werden. Das war Pestilenz, geistige Pestilenz, schlimmer als der schwarze Tod von einst, mit der man da das Volk infizierte. Und in welcher Menge dabei dieses Gift erzeugt und verbreitet wurde! Natürlich, je niedriger das geistige und sittliche Niveau eines solchen Kunstfabrikanten ist, um so unbegrenzter ist seine Fruchtbarkeit, bis so ein Bursche schon mehr wie eine Schleudermaschine seinen Unrat der anderen Menschheit ins Antlitz spritzt.

Dabei bedenke man noch die Unbegrenztheit ihrer Zahl; man bedenke, daß auf einen Goethe die Natur immer noch leicht zehntausend solcher Schmierer der Mitwelt in den Pelz setzt, die nun als Bazillenträger schlimmster Art die Seelen vergiften. Es war entsetzlich, aber nicht zu übersehen, daß gerade der Jude in überreichlicher Anzahl von der Natur zu dieser schmachvollen Bestimmung auserlesen schien.

Sollte seine Auserwähltheit darin zu suchen sein? Ich begann damals sorgfältig die Namen all der Erzeuger dieser unsauberen Produkte des öffentlichen Kunstlebens zu prüfen.

Das Ergebnis war ein immer böseres für meine bisherige Haltung den Juden gegenüber. Mochte sich da das Gefühl auch noch tausendmal sträuben, der Verstand mußte seine Schlüsse ziehen. Die Tatsache, daß neun Zehntel alles literarischen Schmutzes, künstlerischen Kitsches und theatralischen Blödsinns auf das Schuldkonto eines Volkes zu schreiben sind, das kaum ein Hundertstel aller Einwohner im Lande beträgt, ließ sich einfach nicht wegleugnen; es war eben so.

(S. 52/61-62, Geist- und Kunstfeindlichkeit als Antreiber seines Antisemitismus, bei den inkriminierten Werken handelt es sich wahrscheinlich um Infragestellungen der "heldischen Haltung" oder ähnlichem)

 

Dieser Kampf gegen die eigene Art, das eigene Nest, die eigene Heimat war ebenso sinnlos wie unbegreiflich. Das war unnatürlich. (S. 54/65, Antinationalismus der Sozialdemokratie)

 

(S. 55ff. Gehetze ebenso schlimm wie inhaltsleer)

 

Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur,... (S. 68/87)

 

Würde man besonders im Reiche seine (Georg v. Schönerers) Warnungen vor der Habsburgermonarchie besser gehört haben, so wäre das Unglück des Weltkrieges Deutschlands gegen ganz Europa nie gekommen. (S. 80/107, so gesehen lehnt Hitler den Ersten Weltkrieg als Instrument zur Erhaltung der Habsburgermonarchie ab!)

 

AH, der Brandstifter:

Alle großen Bewegungen aber sind Volksbewegungen, sind Vulkanausbrüche menschlicher Leidenschaften und seelischer Empfindungen, aufgerührt entweder durch die grausame Göttin der Not oder durch die Brandfackel des unter die Masse geschleuderten Wortes und sind nicht limonadige Ergüsse ästhetisierender Literaten und Salonhelden. (S. 85/116)

 

Wem aber Leidenschaft versagt und der Mund verschlossen bleibt, den hat der Himmel nicht zum Verkünder seines Willens ausersehen. Daher möge jeder Schreiber bei seinem Tintenfasse bleiben, um sich "theoretisch" zu betätigen, wenn Verstand und Können hierfür genügen; zum Führer aber ist er weder geboren noch erwählt. (S. 86/116, ohne Hetze geht es also nicht)

 

So wie der tschechische Geistliche subjektiv seinem Volke gegenüberstand und nur objektiv der Kirche, so war der deutsche Pfarrer subjektiv der Kirche ergeben und blieb objektiv gegenüber der Nation. Eine Erscheinung, die wir in tausend anderen Fällen zu unserem Unglück genau so beobachten können.

Es ist dies keineswegs nur ein besonderes Erbteil des Katholizismus, sondern frißt bei uns in kurzer Zeit fast jede, besonders staatliche oder ideelle Einrichtung an. Man vergleiche nur die Stellung, die z. B. unser Beamtentum gegenüber den Versuchen einer nationalen Wiedergeburt einnimmt, mit der, wie sie in solchem Falle die Beamtenschaft eines anderen Volkes einnehmen würde. Oder glaubt man, daß das Offizierkorps der ganzen anderen Welt etwa in ähnlicher Weise die Belange der Nation unter der Phrase der "Staatsautorität" zurückstellen würde, wie dies bei uns seit fünf Jahren selbstverständlich ist, ja sogar noch als besonders verdienstvoll gilt?(S. 88/120-121, das deutsche Volk ist "objektiv", i.GGs. zu anderen)

 

Genau so wird unser deutscher Pazifist zu jeder auch noch so blutigen Vergewaltigung der Nation, sie mag ruhig von den ärgsten Militärgewalten ausgehen, schweigen, wenn eine Änderung dieses Loses nur durch Widerstand, also Gewalt, zu erreichen wäre, denn dieses würde ja dem Geiste reiner Friedensgesellschaft widersprechen. Der internationale deutsche Sozialist aber kann von der anderen Welt solidarisch ausgeplündert werden, er selber quittiert es mit brüderlicher Zuneigung und denkt nicht an Vergeltung oder auch nur Verwahrung, weil er eben ein — Deutscher ist. (S. 89/122)

 

Die Erziehung zur Demokratie, zum Sozialismus internationaler Art, zum Pazifismus usw. ist eine so starre und ausschließliche, mithin, von ihnen aus betrachtet, rein subjektive, daß damit auch das allgemeine Bild der übrigen Welt unter dieser grundsätzlichen Vorstellung beeinflußt wird, während die Stellung zum Deutschtum ja von Jugend auf nur eine sehr objektive war. So wird der Pazifist, indem er sich subjektiv seiner Idee restlos ergibt, bei jeder auch noch so ungerechten und schweren Bedrohung seines Volkes (sofern er eben ein Deutscher ist) immer erst nach dem objektiven Recht suchen und niemals aus reinem Selbsterhaltungstrieb sich in die Reihe seiner Herde stellen und mitfechten. (S. 89/122)

 

...er (der Protestantismus) bekämpft aber sofort auf das feindseligste jeden Versuch, die Nation aus der Umklammerung ihres tödlichsten Feindes zu retten, da seine Stellung zum Judentum nun einmal mehr oder weniger fest dogmatisch festgelegt ist. Dabei aber dreht es sich hierbei um die Frage, ohne deren Lösung alle anderen Versuche einer deutschen Wiedergeburt oder einer Erhebung vollkommen unsinnig und unmöglich sind und bleiben. (S. 90/123)

 

(wenn alles Deutsche so "objektiv" ist, wie kommt er dann zu seinem anerzogenen Nationalismus?)

 

AH, der Polittheoretiker:

Überhaupt besteht die Kunst aller wahrhaft großen Volksführer zu allen Zeiten in erster Linie mit darin, die Aufmerksamkeit eines Volkes nicht zu zersplittern, sondern immer auf einen einzigen Gegner zu konzentrieren. Je einheitlicher dieser Einsatz des Kampfwillens eines Volkes stattfindet, um so größer wird die magnetische Anziehungs- kraft einer Bewegung sein, und um so gewaltiger die Wucht des Stoßes. Es gehört zur Genialität eines großen Führers, selbst auseinanderliegende Gegner immer als nur zu einer Kategorie gehörend erscheinen zu lassen, weil die Erkenntnis verschiedener Feinde bei schwächlichen und unsicheren Charakteren nur zu leicht zum Anfang des Zweifels am eigenen Rechte führt. Sowie die schwankende Masse sich im Kampfe gegen zu viele Feinde sieht, wird sich sofort die Objektivität einstellen und die Frage aufwerfen, ob wirklich alle anderen unrecht haben und nur das eigene Volk oder die eigene Bewegung allein sich im Rechte befinde.

Damit aber kommt auch schon die erste Lähmung der eigenen Kraft. Daher muß eine Vielzahl von innerlich verschiedenen Gegnern immer zusammengefaßt werden, so daß in der Einsicht der Masse der eigenen Anhänger der Kampf nur gegen einen Feind allein geführt wird. Dies stärkt den Glauben an das eigene Recht und steigert die Erbitterung gegen den Angreifer auf dasselbe.

(S. 93/129, Begründung dafür, dass hinter allem der "Jude" steckt)

 

Mithin aber konnte die Frage dann nur lauten: Wie muß das Leben der deutschen Nation in einer greifbaren Zukunft sich gestalten, und wie kann man dieser Entwicklung dann die nötigen Grundlagen und die erforderliche Sicherheit gewährleisten im Rahmen der allgemeinen europäischen Machtverhältnisse? Bei klarer Betrachtung der Voraussetzungen für die außenpolitische Betätigung der deutschen Staatskunst mußte man zu folgender Überzeugung gelangen: Deutschland hat eine jährliche Bevölkerungszunahme von nahezu neunhunderttausend (??) Seelen. Die Schwierigkeit der Ernährung dieser Armee von neuen Staatsbürgern muß voll Jahr zu Jahr größer werden und einmal bei einer Katastrophe enden, falls eben nicht Mittel und Wege gefunden werden, noch rechtzeitig der Gefahr dieser Hungerverelendung vorzubeugen. (S. 101-102/ 143-144)

 

Denn sowie erst einmal die Zeugung als solche eingeschränkt und die Zahl der Geburten vermindert wird, tritt an Stelle des natürlichen Kampfes um das Dasein, der nur den Allerstärksten und Gesündesten am Leben läßt, die selbstverständliche Sucht, auch das schwächlichste, ja krankhafteste um jeden Preis zu "retten", womit der Keim zu einer Nachkommenschaft gelegt wird, die immer jämmerlicher werden muß, je länger diese Verhöhnung der Natur und ihres Willens anhält.

Das Ende aber wird sein, daß einem solchen Volke eines Tages das Dasein auf dieser Welt genommen werden wird; denn der Mensch kann wohl eine gewisse Zeit den ewigen Gesetzen des Forterhaltungswillens trotzen, allein die Rache kommt früher oder später doch. Ein stärkeres Geschlecht wird die Schwachen verjagen, da der Drang zum Leben in seiner letzten Form alle lächerlichen Fesseln einer sogenannten Humanität der einzelnen immer wieder zerbrechen wird, um an deren Stelle die Humanität der Natur treten zu lassen, die die Schwäche vernichtet, um der Stärke den Platz zu schenken.

Wer also dem deutschen Volke das Dasein sichern will auf dem Wege einer Selbstbeschränkung seiner Vermehrung, raubt ihm damit die Zukunft. (S. 102-103/145)

 

Die Natur kennt keine politischen Grenzen. Sie setzt die Lebewesen zunächst auf diesen Erdball und sieht dem freien Spiel der Kräfte zu. Der Stärkste an Mut und Fleiß erhält dann als ihr liebstes Kind das Herrenrecht des Daseins zugesprochen. (S. 104/147)

 

Die internationale jüdische Weltfinanz brauchte aber diese Lockmittel, um den langersehnten Plan einer Vernichtung des in die allgemeine überstaatliche Finanz- und Wirtschaftskontrolle noch nicht sich fügenden Deutschlands durchführen zu können. (S. 113/163)

 

Völker, die sich als Drohnen in die übrige Menschheit einzuschleichen vermögen, um diese unter allerlei Vorwänden für sich schaffen zu lassen, können selbst ohne jeden eigenen, bestimmt begrenzten Lebensraum Staaten bilden. Dies trifft in erster Linie zu bei dem Volke. unter dessen Parasitentum besonders heute die ganze ehrliche Menschheit zu leiden hat: dem Judentum.

Der jüdische Staat war nie in sich räumlich begrenzt, sondern universell unbegrenzt auf den Raum, aber beschränkt auf die Zusammenfassung einer Rasse. Daher bildete dieses Volk auch immer einen Staat innerhalb der Staaten. (S. 114/165)

 

Das Zeichen für die glänzende Kenntnis der Primitivität der Empfindung der breiten Masse lag in der diesem Zustande angepaßten (englischen) Greuelpropaganda, die in ebenso rücksichtsloser wie genialer Art die Vorbedingungen für das moralische Standhalten an der Front sicherte, selbst bei größten tatsächlichen Niederlagen, sowie weiter in der ebenso schlagenden Festnagelung des deutschen Feindes als des allein schuldigen Teils am Ausbruch des Krieges: eine Lüge, die nur durch die unbedingte, freche, einseitige Sturheit, mit der sie vorgetragen wurde, der gefühlsmäßigen, immer extremen Einstellung des großen Volkes Rechnung trug und deshalb auch geglaubt wurde.

Wie sehr diese Art von Propaganda wirksam war, zeigte am schlagendsten die Tatsache, daß sie nach vier Jahren nicht nur den Gegner noch streng an der Stange zu halten vermochte, sondern sogar unser eigenes Volk anzufressen begann. (S. 136/201-202)

 

Zweitens aber soll man sich folgendes merken: Jede und auch die beste Idee wird zur Gefahr, wenn sie sich einbildet, Selbstzweck zu sein, in Wirklichkeit jedoch nur ein Mittel zu einem solchen darstellt — für mich aber und alle wahrhaftigen Nationalsozialisten gibt es nur eine Doktrin: Volk und Vaterland. (S. 156/234, Andeutung der Kooperation mit dem "deutschen" Großkapital)

 

AH, der Diplomatiefeind:

Man liebte den Deutschen, da er sehr gut zu verwenden war, allein man achtete ihn wenig, gerade infolge seiner willensmäßigen Schwäche. Nicht umsonst verlor gerade er am leichtesten unter fast allen Völkern Nationalität und Vaterland. Das schöne Sprichwort "Mit dem Hute in der Hand kommt man durch das ganze Land" besagt alles. (S. 170/258)

 

An dem Tage nämlich, an dem diese Art von Kunst wirklich der allgemeinen Auffassung

entspräche, waren eine der schwerwiegendsten Wandlungen der Menschheit eingetreten; die Rückentwicklung des menschlichen Gehirns hätte damit begonnen, daß Ende aber vermöchte man sich kaum auszudenken. (S. 184/283-284, eine gewisse humoristische Vorstellung kann ich mir hier nicht verkneifen...)

 

Der Humanitätsdusel wird Mode, und indem man den Auswüchsen schwächlich nachgibt und einzelne schont, opfert man die Zukunft von Millionen. (S. 188/292)

 

...und die Triebkraft zu den gewaltigsten Umwälzungen auf dieser Erde lag zu allen Zeiten weniger in einer die Masse beherrschenden wissenschaftlichen Erkenntnis als in einem sie beseelenden Fanatismus und manchmal in einer sie vorwärtsjagenden Hysterie. (S. 233/371, dem ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen)

 

Diese einseitige, aber dadurch klare Stellungnahme... (S. 236/375)

 

Die Zukunft einer Bewegung wird bedingt durch den Fanatismus, ja die Unduldsamkeit, mit der ihre Anhänger sie als die allein richtige vertreten und anderen Gebilden ähnlicher Art gegenüber durchsetzen. (S. 241/384)

 

Ja, man kann sagen, daß ihre Stärke und damit ihre Lebensberechtigung überhaupt nur so lange in Zunahme begriffen ist, solange sie den Grundsatz des Kampfes als die Voraussetzung ihres Werdens anerkennt, und daß sie in demselben Augenblick den Höhepunkt ihrer Kraft überschritten hat, in dem sich der vollkommene Sieg auf ihre Seite neigt.

Es ist mithin einer Bewegung nur nützlich, diesem Siege in einer Form nachzustreben, die zeitlich nicht zum augenblicklichen Erfolge führt, sondern die ihr in einer durch unbedingte Unduldsamkeit herbeigeführten langen Kampfdauer auch ein langes Wachstum schenkt. (S. 242/385, Wahnsinn)

 

Denn das Niederdrückende lag nur in der vollständigen Nichtbeachtung, die wir damals fanden, und unter der ich am meisten damals litt. (S. 244/388, es kann der größte Schwachsinn sein, Hauptsache, es stiftet Identität...)

 

Die Angst unserer Zeit vor Chauvinismus ist das Zeichen ihrer Impotenz. Da ihr jede überschäumende Kraft nicht nur fehlt, sondern sogar unangenehm erscheint, ist sie auch für eine große Tat vom Schicksal nicht mehr ausersehen. Denn die größten Umwälzungen auf dieser Erde wären nicht denkbar gewesen, wenn ihre Triebkraft statt fanatischer, ja hysterischer Leidenschaften nur die bürgerlichen Tugenden der Ruhe und Ordnung gewesen wären. (S. 290/475)

 

Eine von infernalischer Unduldsamkeit erfüllte Weltanschauung wird aber nur zerbrochen werden durch eine vom gleichen Geist vorwärtsgetriebene, vom gleichen stärksten Willen verfochtene,... (S. 308/506-507)

 

Und das waren weiter die gigantischen Massendemonstrationen, diese Hundert-tausend-Mann-Aufzüge, die dem kleinen, armseligen Menschen die stolze Überzeu- gung einbrannten, als kleiner Wurm dennoch Glied eines großen Drachens zu sein, unter dessen glühendem Atem die verhaßte bürgerliche Welt dereinst in Feuer und Flammen aufgehen und die proletarische Diktatur den letzten Endsieg feiern werde. (S. 321/529, marxistische Massenbewegung als Vorbild)

 

AH, der Psychologe:

In allen diesen Fällen handelt es sich um Beeinträchtigungen der Willensfreiheit des Menschen. Am meisten gilt dies natürlich für Versammlungen, in die an sich Menschen von gegenteiliger Willenseinstellung kommen, und die nunmehr einem neuen Wollen gewonnen werden müssen. Morgens und selbst tagsüber scheinen die willens- mäßigen Kräfte des Menschen sich noch in höchster Energie gegen den Versuch der Aufzwingung eines fremden Willens und einer fremden Meinung zu sträuben. Abends dagegen unterliegen sie leichter der beherrschenden Kraft eines stärkeren Wollens. Denn wahrlich stellt jede solche Versammlung einen Ringkampf zweier entgegenge- setzter Kräfte dar. Der überragenden Redekunst einer beherrschenden Apostelnatur wird es nun leichter gelingen, Menschen dem neuen Wollen zu gewinnen, die selbst bereits eine Schwächung ihrer Widerstandskraft in natürlichster Weise erfahren haben, als solche, die noch im Vollbesitz ihrer geistigen und willensmäßigen Spannkraft sind. (S. 323/531-532)

 

Wenn er (ein Interessent) aus seiner kleinen Arbeitsstätte oder aus dem großen Betrieb, in dem er sich recht klein fühlt, zum ersten Male in die Massenversammlung hineintritt und nun Tausende und Tausende von Menschen gleicher Gesinnung um sich hat, wenn er als Suchender in die gewaltige Wirkung des suggestiven Rausches und der Begeisterung von drei- bis viertausend anderen mitgerissen wird, wenn der sichtbare Erfolg und die Zustimmung von Tausenden ihm die Richtigkeit der neuen Lehre bestätigen und zum erstenmal den Zweifel an der Wahrheit seiner bisherigen Überzeugungerwecken — dann unterliegt er selbst dem zauberhaften Einfluß dessen, was wir mit dem Wort Massensuggestion bezeichnen. (S. 325/536, offene Worte...)

 

Ich habe gleich zu Beginn unserer großen Versammlungstätigkeit die Organisation eines Saalschutzes eingeleitet als einen Ordnerdienst, der grundsätzlich lauter junge Burschen umfaßte. Es waren zum Teil Kameraden, die ich vom Militärdienst her kannte, andere erst gewonnene junge Parteigenossen, die von allem Anbeginn darüber belehrt und daraufhin erzogen wurden, daß Terror nur durch Terror zu brechen sei, daß auf dieser Erde der Mutige und Entschlossene noch stets den Erfolg für sich gehabt habe; daß wir für eine gewaltige Idee fechten, so groß und erhaben, daß sie sehr wohl verdiene, mit dem letzten Tropfen Blut beschirmt und beschützt zu werden. Sie waren durchdrungen von der Lehre, daß, wenn einmal die Vernunft schweige und die Gewalt die letzte Entscheidung habe, die beste Waffe der Verteidigung im Angriff liege, und daß unserer Ordnertruppe der Ruf schon vorangehen müsse, kein Debattierklub, sondern eine zum äußersten entschlossene Kampfgemeinschaft zu sein. Und wie hatte sich diese Jugend nicht nach einer solchen Parole gesehnt! Wie ist diese Feldzugs-generation enttäuscht und entrüstet gewesen, voll Ekel und Abscheu über die bürgerliche Schlappschwänzigkeit! Da wurde es einem so recht klar, wie die Revolution wirklich nur dank der verheerenden bürgerlichen Führung unseres Volkes möglich war. Die Fäuste, das deutsche Volk zu beschützen, sie wären selbst damals noch dagewe- sen, nur die Schädel für den Einsatz hatten gefehlt.

Wie haben mich die Augen meiner Jungens damals oft angeleuchtet, wenn ich ihnen die Notwendigkeit ihrer Mission auseinandersetzte, ihnen immer und immer wieder versicherte, daß alle Weisheit auf dieser Erde erfolglos bleibt, wenn nicht die Kraft in ihre Dienste tritt, sie beschirmt und schützt, daß die milde Göttin des Friedens nur an der Seite des Kriegsgottes wandeln kann, und daß jegliche große Tat dieses Friedens des Schutzes und der Hilfe der Kraft bedarf! Wie ist ihnen der Gedanke der Wehrpflicht nun in einer viel lebendigeren Form aufgegangen! Nicht in dem verkalkten Sinn alter, verknöcherter Beamtenseelen, im Dienste der toten Autorität eines toten Staates, sondern in der lebendigen Erkenntnis der Pflicht, durch Hingabe des Lebens des einzelnen für das Dasein seines Volkes im gesamten einzutreten, immer und jederzeit, an jeder Stelle und an jedem Orte.

Und wie sind diese Jungen dann eingetreten! Gleich einem Schwarm von Hornissen flogen sie auf die Störer unserer Versammlungen los, ohne Rücksicht auf deren Übermacht, und mochte sie eine noch so große sein, ohne Rücksicht auf Wunden und blutige Opfer, ganz erfüllt von dem großen Gedanken, der heiligen Mission unserer Bewegung freie Bahn zu schaffen. (S. 333-334/549-551, Erzeugen von Blutrausch)

 

Er (der Parteiorganisator) muß im Gegenteil versuchen, der Schwäche und der Besti-alität (!!) gleichermaßen Rechnung zu tragen,... (S. 390/650)

 

Parteipolitische, religiöse, humane, überhaupt alle übrigen (außenpolitischen) Ge- sichtspunkte scheiden restlos aus. (S. 411/687)

 

An Stelle des Hasses gegen Arier, von denen uns fast alles trennen kann, mit denen uns jedoch gemeinsames Blut oder die große Linie einer zusammengehörigen Kultur verbindet, muß sie den bösen Feind der Menschheit, als den wirklichen Urheber allen Leides, dem allgemeinen Zorne weihen. (S. 431/724)

 

Der Grund und Boden, auf dem dereinst deutsche Bauerngeschlechter kraftvolle Söhne zeugen können, wird die Billigung des Einsatzes der Söhne von heute zulassen, die verantwortlichen Staatsmänner aber, wenn auch von der Gegenwart verfolgt, dereinst freisprechen von Blutschuld und Volksopferung. (S. 439/739-740, AH weiß, worauf er sich einlässt...)

 

Man mußte sich vergegenwärtigen, daß aus den blutigsten Bürgerkriegen häufig ein stahlharter, gesunder Volkskörper erwuchs, während aus künstlich gehegten Friedenszuständen öfter als einmal die Fäulnis zum Himmel emporstank. (S. 458/773)

 

 

 

Man wechselte besonders in bezug auf den Deutschösterreicher nur zu leicht die verkommene Dynastie mit dem im Kern urgesunden Volke. (S. 21/9, meinte nicht Helmut Kohl einmal: "Dieses Land ist in seinem Kern gesund"?)

 

...durch Kornblumen (Symbol der "Alldeutschen Bewegung") und schwarz-rot-goldene (!) Farben die Gesinnung betont, mit "Heil" begrüßt,...(S. 21/10)

 

AH, der Historiker:

Geschichte "lernen" heißt die Kräfte suchen und finden die als Ursachen zu jenen Wirkungen führen die wir dann als geschichtliche Ereignisse vor unseren Augen sehen. (S. 22/12)

 

AH, der Lernökonom:

Die Kunst des Lesens wie des Lernens ist auch hier: Wesentliches behalten, Unwesentliches vergessen. (S. 22/12)

 

AH, der Identitätstheoretiker:

Wie viele ahnen denn, wie sehr der Stolz auf das Vaterland abhängig ist von der Kenntnis der Größe desselben auf allen diesen Gebieten? (S. 34/31)

 

Der junge Franzose wird eben nicht zur Objektivität erzogen, sondern zur subjektivsten Ansicht, die man sich nur denken kann, sofern es sich um die Bedeutung der politischen oder kulturellen Größe seines Vaterlandes handelt. (S. 34/31, France est un grande nation...)

 

AH, der Europäer:

Nur durch jahrhundertelange gemeinsame Erziehung, durch gemeinsame Tradition, gemeinsame Interessen usw. kann diese Gefahr (des Zerfalls) gemildert werden. (S. 62/78)

 

Wären ihm (Joseph II.) nur vierzig Jahre vergönnt gewesen zu seiner Arbeit und hätten nach ihm auch nur zwei Generationen in gleicher Weise das begonnene Werk fortgeführt, so würde das Wunder wahrscheinlich gelungen sein. (S. 63/79)

 

AH, der liberale Anhänger des Parlamentarismus:

Ich hatte schon von jener das Parlament gehaßt, jedoch durchaus nicht als Institution an sich. Im Gegenteil, als freiheitlich empfindender Mensch konnte ich mir eine andere Möglichkeit der Regierung gar nicht vorstellen, denn der Gedanke irgendeiner Diktatur wäre mir bei meiner Haltung zum Hause Habsburg als Verbrechen wider die Freiheit und gegen jede Vernunft vorgekommen. (S. 64/81-82)

 

AH, der Prophet:

Und doch wird im allgemeinen eine Weltanschauung nur dann Aussicht auf den Sieg haben, wenn sich die breite Masse als Trägerin der neuen Lehre bereit erklärt, den notwendigen Kampf auf sich zu nehmen. (S. 80/108)

 

AH, der Logiker:

Diese unselige Art der Betrachtung aller Belange unter dem Gesichtswinkel einer einmal vorgefaßten Meinung tötet jedes Vermögen, sich in eine Sache subjektiv hineinzudenken, die objektiv der eigenen Doktrin widerspricht, und führt am Ende zu einer vollständigen Umkehrung von Mittel und Zweck. (S.89/121)

 

AH, wieder Identitätstheoretiker:

Wer aber den Umweg einer politischen Organisation zu einer religiösen Reformation kommen zu können glaubt, zeigt nur, daß ihm auch jeder Schimmer vom Werden religiöser Vorstellungen oder gar Glaubenslehren und deren kirchlichen Auswirkungen abgeht.

Man kann hier wirklich nicht zwei Herren dienen. Wobei ich die Gründung oder Zerstörung einer Religion denn doch als wesentlich größer halte als die Gründung oder Zerstörung eines Staates, geschweige denn einer Partei. (S. 91/124-125)

 

AH, der Christenversteher:

Man vergleiche die Größe der vor dem Auge stehenden sichtbaren Organisation mit der durchschnittlichen Fehlerhaftigkeit der Menschen im allgemeinen und wird zugeben müssen, daß das Verhältnis von Gutem und Schlechtem dabei besser ist als wohl irgendwo anders. Sicher gibt es auch unter den Priestern selber solche, denen ihr heiliges Amt nur ein Mittel zur Befriedigung ihres politischen Ehrgeizes ist, ja, die im politischen Kampfe in oft mehr als beklagenswerter Weise vergessen, daß sie denn doch die Hüter einer höheren Wahrheit sein sollten und nicht Vertreter von Lüge und Verleumdung — allein auf einen solchen Unwürdigen treffen doch auch wieder tausend nur mehr ehrenhafte, ihrer Mission auf das treueste ergebene Seelsorger, die in unserer heutigen, ebenso verlogenen als verkommenen Zeit wie kleine Inseln aus einem allgemeinen Sumpfe herausragen.

So wenig ich die Kirche als solche verurteile und verurteilen darf, wenn einmal ein verkommenes Subjekt im Priesterrock sich in schmutzigerweise an der Sittlichkeit verfehlt,... (S. 92-93/126)

 

AH, der Satiriker:

Es war ein Scheinantisemitismus, der fast schlimmer war als überhaupt keiner; denn so wurde man in Sicherheit eingelullt, glaubte den Gegner an den Ohren zu haben, wurde jedoch in Wirklichkeit selber an der Nase geführt. (S. 95/132)

 

...und wollte um jeden Preis doch den Frieden; denn die Parole der deutschen Außenpolitik hieß schon längst nicht mehr: Erhaltung der deutschen Nation auf allen Wegen, als vielmehr: Erhaltung des Weltfriedens mit allen Mitteln. Wie dies dann gelang, ist bekannt. (S. 109/156, AH sieht das Kaiserreich also als Friedensmacht...)

 

Nein, wenn wir diesen Weg (Industrie und Welthandel, Seemacht und Kolonien) beschritten, dann mußte eines Tages England unser Feind werden. Es war mehr als unsinnig sich darüber zu entrüsten — entsprach aber ganz unserer eigenen Harm- losigkeit —, daß England sich die Freiheit nahm, eines Tages unserem friedlichen Treiben mit der Roheit des gewalttätigen Egoisten entgegenzutreten. Wir hätten dies allerdings nie getan. (S. 109/157, wo er recht hat...)

 

Wenn europäische Bodenpolitik nur zu treiben war gegen Rußland mit England im Bunde, dann war aber umgekehrt Kolonial- und Welthandelspolitik nur denkbar gegen England mit Rußland. Dann müßte man aber auch hier rücksichtslos die Konsequenzen ziehen — und vor allem Österreich schleunigst fahren lassen.

Nach jeder Richtung hin betrachtet war dieses Bündnis mit Österreich um die Jahrhundertwende schon ein wahrer Wahnsinn. Allein man dachte ja auch gar nicht daran, sich mit Rußland gegen England zu verbünden, so wenig wie mit England gegen Rußland, denn in beiden Fällen wäre das Ende ja Krieg gewesen, und um diesen zu verhindern, entschloß man sich ja doch überhaupt erst zur Handels- und Industriepolitik. (S. 109/157)

 

Man besaß ja nun in der "wirtschaftsfriedlichen" Eroberung der Welt eine Gebrauchsanweisung, die der bisherigen Gewaltpolitik ein für allemal das Genick brechen sollte. (S. 109-110/157, wo er recht hat..., Illusion der "Friedenswirkung" des globalen Kapitalismus)

 

Daß unsere Redlichkeit den anderen ein innerer Greuel war, leuchtete uns dabei schon deshalb nicht ein, weil wir dieses alles ganz ernsthaft selber glaubten, wahrend die andere Welt ein solches Gebaren als Ausdruck einer ganz geriebenen Verlogenheit ansah, bis erst, wohl zum größten Erstaunen, die Revolution einen tieferen Einblick in die unbegrenzte Dummheit unserer "aufrichtigen" Gesinnung vermittelte. (S. 111/159)

 

Weil man sich nun einmal auf Handels- und Industriepolitik geworfen hatte, war zu einem Kampfe gegen Rußland ebenfalls nicht der leiseste Anstoß mehr vorhanden. Nur die Feinde beider Nationen konnten daran noch ein lebendiges Interesse besitzen. Tatsächlich waren es auch in erster Linie Juden und Marxisten, die hier mit allen Mitteln zum Kriege zwischen den zwei Staaten schürten und hetzten. (S. 112/162, es ist wohl das Wesen des Schlechten, richtig und falsch zugleich zu sein)

 

AH sagt das Ergebnis des Ersten Weltkriegs voraus:

Ich machte schon damals in den kleinen Kreisen, in denen ich überhaupt verkehrte, kein Hehl aus meiner Überzeugung, daß dieser unselige Vertrag mit einem zum Untergange bestimmten Staat auch zu einem katastrophalen Zusammenbruch Deutschlands führen werde, wenn man sich nicht noch zur rechten Zeit loszulösen verstünde. (S. 113/163)

 

AH nimmt die spätere BRD vorweg:

Mit dem Siegeszuge der deutschen Technik und Industrie, den aufstrebenden Erfolgen des deutschen Handels verlor sich immer mehr die Erkenntnis, daß dies alles doch nur unter der Voraussetzung eines starken Staates möglich sei. Im Gegenteil, man ging schon in vielen Kreisen so weit, die Überzeugung zu vertreten, daß der Staat selber nur diesen Erscheinungen sein Dasein verdanke, daß er selber in erster Linie eine wirtschaftliche Institution darstelle, nach wirtschaftlichen Belangen zu regieren sei und demgemäß auch in seinem Bestande von der Wirtschaft abhänge, welcher Zustand dann als der weitaus gesündeste wie natürlichste angesehen und gepriesen wurde. (S. 114/164)

 

Allein dies war ja der Fluch der deutschen sowohl als auch der österreichischen Diplomatie, daß sie eben immer schon versucht hatte, die unausbleibliche Abrechnung hinauszuschieben, bis sie endlich gezwungen war, zu der unglücklichsten Stunde loszuschlagen. Man kann überzeugt sein, daß ein nochmaliger Versuch, den Frieden zu retten, den Krieg zu noch ungünstigerer Zeit erst recht gebracht haben würde. (S. 121/175)

 

Die Sozialdemokratie hatte seit Jahrzehnten die schurkenhafteste Kriegshetze gegen Rußland getrieben (die Feindschaft zwischen Zarentum und Sozialdemokratie muss hier als bekannt vorausgesetzt werden), das Zentrum aber hatte aus religiösen Gesichtspunkten den österreichischen Staat am meisten zum Angel- und Drehpunkt der deutschen Politik gemacht. Nun hatte man die Folgen dieses Irrsinns zu tragen. Was kam, mußte kommen und war unter keinen Umständen mehr zu vermeiden. Die Schuld der deutschen Regierung war dabei, daß sie, um den Frieden nur ja zu erhalten, die günstigen Stunden des Losschlagens immer versäumte, sich in das Bündnis zur Erhaltung des Weltfriedens verstrickte und so endlich das Opfer einer Weltkoalition wurde, die eben dem Drang nach Erhaltung des Weltfriedens die Entschlossenheit zum Weltkrieg entgegenstemmte. (S. 121/176)

 

Sobald hier aber auch nur schwankend Gewalt mit Nachsicht wechselt, wird nicht nur die zu unterdrückende Lehre sich immer wieder erholen, sondern sie wird sogar aus jeder Verfolgung neue Werte zu ziehen in der Lage sein, indem nach Ablaufen einer solchen Welle des Druckes, die Empörung über das erduldete Leid der alten Lehre neue Anhänger zuführt, die bereits vorhandenen aber mit größerem Trotz und tieferem Haß als vordem an ihr hängen werden, ja schon abgesplitterte Abtrünnige wieder nach Beseitigung der Gefahr zur alten Einstellung zurückzukehren versuchen. In der ewig gleichmäßigen Anwendung der Gewalt allein liegt die allererste Voraussetzung zum Erfolge. Diese Beharrlichkeit jedoch ist immer nur das Ergebnis einer bestimmten geistigen Überzeugung. (S. 128/188)

 

AH, der Werbefachmann:

Diese große Linie allein, die nie verlassen werden darf, läßt bei immer gleichbleibender konsequenter Betonung den endgültigen Erfolg heranreifen. Darin aber wird man mit Staunen feststellen können, zu welch ungeheuren, kaum verständlichen Ergebnissen solch eine Beharrlichkeit führt.

Jede Reklame, mag sie auf dem Gebiete des Geschäftes oder der Politik liegen, trägt den Erfolg in der Dauer und gleichmäßigen Einheitlichkeit ihrer Anwendung. (S. 137/203)

 

Ds.:

In diesen Monaten empfand ich zum ersten Male die ganze Tücke des Verhängnisses, das mich an der Front und in einer Stelle hielt, in der mich der Zufallsgriff jedes Negers zusammenschießen konnte, während ich dem Vaterland an anderem Orte andere Dienste zu leisten vermocht hätte! Denn daß mir dieses gelungen sein würde, war ich schon damals vermessen genug zu glauben.

(S. 139/206)

 

AH sehr modern:

Zerbrechen der nationalen Wirtschaft zur Aufrichtung der Herrschaft des internationalen Kapitals — ein Ziel, das dank der Dummheit und Gutgläubigkeit der einen Seite und der bodenlosen Feigheit der anderen ja auch erreicht ist. (S. 143/214)

 

Während man als Prüfstein für die Bedeutung eines Politikers den Erfolg seiner Pläne und Taten ansehen darf, das heißt also das Zur-Wirklichkeit-Werden derselben, kann die Verwirklichung der letzten Absicht des Programmatikers nie erfolgen, da wohl der menschliche Gedanke Wahrheit zu erfassen, kristallklare Ziele aufzustellen vermag, allein die restlose Erfüllung derselben an der allgemein menschlichen Unvollstän-digkeit und Unzulänglichkeit scheitern wird. Je abstrakt richtiger und damit gewaltiger die Idee sein wird, um so unmöglicher bleibt deren vollständige Erfüllung, solange sie nun einmal von Menschen abhängt. Daher darf auch die Bedeutung des Pro- grammatikers nicht an der Erfüllung seiner Ziele gemessen werden, sondern an der Richtigkeit derselben und dem Einfluß, den sie auf die Entwicklung der Menschheit genommen haben. (S. 152-153/230, !!)

 

Selbst die Religion der Liebe ist in ihrem Wirken nur ein schwacher Abglanz des Wollens ihres erhabenen Begründers; allein ihre Bedeutung liegt in der Richtung, die sie einer allgemeinen menschlichen Kultur-, Sittlichkeits- und Moralentwicklung zu geben versuchte. (S. 153/230, ds.)

 

Anders liegen die Verhältnisse bei dem Programmatiker. Seine Bedeutung liegt fast immer nur in der Zukunft, da er ja nicht selten das ist, was man mit dem Worte "weltfremd" bezeichnet. Denn wenn die Kunst des Politikers wirklich als eine Kunst des Möglichen gilt, dann gehört der Programmatiker zu jenen, von denen es heißt, daß sie den Göttern nur gefallen, wenn sie Unmögliches verlangen und wollen. Er wird auf die Anerkennung der Gegenwart fast immer Verzicht zu leisten haben, erntet aber dafür, falls seine Gedanken unsterblich sind, den Ruhm der Nachwelt. (S. 153/230, ds.)

 

Denn je größer die Werke eines Menschen für die Zukunft sind, um so schwerer vermag sie die Gegenwart zu erfassen, um so schwerer ist auch der Kampf und um so seltener der Erfolg. Blüht er aber dennoch in Jahrhunderten einem, dann kann ihn vielleicht in seinen späten Tagen schon ein leiser Schimmer des kommenden Ruhmes umstrahlen. Freilich sind diese Großen nur die Marathonläufer der Geschichte; der Lorbeerkranz der Gegenwart berührt nur mehr die Schläfen des sterbenden Helden. (S. 154/232, ds.)

 

Die scharfe Scheidung des Börsenkapitals von der nationalen Wirtschaft bot die Möglichkeit, der Verinternationalisierung der deutschen Wirtschaft entgegenzutreten, ohne zugleich mit dem Kampf gegen das Kapital überhaupt die Grundlage einer unabhängigen völkischen Selbsterhaltung zu bedrohen. (S. 154/232-233, wie die antisemitischen Globalisierungskritiker)

 

AH, wieder Satiriker:

...die Stellungnahmen zu den Fragen der nationalen Selbstbehauptung erinnern uns sehr stark an die Gutachten ähnlicher Sachverständiger in früheren Zeiten, zum Beispiel des bayerischen Medizinalkollegiums anläßlich der Frage der Einführung der Eisenbahn. Alle Befürchtungen dieser erlauchten Korporation von damals sind später bekanntlich nicht eingetroffen; die Reisenden in den Zügen des neuen "Dampfrosses" wurden nicht schwindlig, die Zuschauer auch nicht krank, und auf die Bretterzäune, um die neue Einrichtung unsichtbar zu machen, hat man verzichtet — nur die Bretterwände vor den Köpfen aller sogenannten "Sachverständigen" blieben auch der Nachwelt er- halten.(155-156/233-234)

 

Die Börse begann zu triumphieren und schickte sich an, langsam, aber sicher das Leben der Nation in ihre Obhut und Kontrolle zu nehmen. (S. 169/257)

 

AH preist das unabhängige Denken:

Man kann dabei ihre Leser im großen und ganzen in drei Gruppen einteilen:erstens in die, die alles, was sie lesen, glauben; zweitens in solche, die gar nichts mehr glauben; drittens in die Köpfe, welche das Gelesene kritisch prüfen und danach beurteilen. (S. 171/262, gleichzeitig Schmähung der geistunfähigen Masse)

 

AH, der Ökologe:

...der Mensch darf niemals in den Irrsinn verfallen, zu glauben, daß er wirklich zum Herrn und Meister der Natur aufgerückt sei... (S. 174/267)

 

AH erkennt schon zu seiner Zeit das Vordringen des Islam:

Während die beiden Konfessionen in Asien und Afrika Missionen aufrechterhalten, um neue Anhänger ihrer Lehre zuzuführen — eine Tätigkeit, die gegenüber dem Vordringen besonders des mohammedanischen Glaubens nur sehr bescheidene Erfolge aufzuweisen hat... (S. 188/292-293)

 

Sollen aber die religiöse Lehre und der Glaube die breiten Schichten wirklich erfassen, dann ist die unbedingte Autorität des Inhalts dieses Glaubens das Fundament jeder Wirklichkeit. (S. 189/293, AH verteidigt die Autorität der Religion, soweit kein Ersatz vh.)

 

(S. 181/279ff, breite Polemiken gegen Pressefreiheit, Freizügigkeit mit den angeblichen Folgen Prostitution und Syphilis, moderne Kunst einerseits, Mangel an modernen Denkmälern andererseits, Religionsfeindlichkeit einerseits, konfessionell geprägte Politik andererseits, Ziellosigkeit der Vorkriegspolitik und, wie auch in ÖU, den kaiserlichen Reichstag, mangelnde Rekrutenausbildung, schlechte Flottenrüstung, schwache Propaganda, und letzten Endes das "Judenproblem")

 

An die Spitze dieser Vorzüge kann man unter anderem die Tatsache stellen, daß das deutsche Volk unter fast allen europäischen Völkern sich immer noch am meisten den nationalen Charakter reiner Wirtschaft zu bewahren versuchte und trotz mancher bösen Vorzeichen noch am wenigsten der internationalen Finanzkontrolle unterstand. Allerdings ein gefährlicher Vorzug, der später zum größten Erreger des Weltkrieges wurde. (??, S. 194/302-303)

 

Man müßte sich also wohl oder übel bei ernstem Willen entschließen, Kriege zu führen, um zum Pazifismus zu kommen. ... Tatsächlich ist die pazifistisch-humane Idee vielleicht ganz gut dann, wenn der höchststehende Mensch sich vorher die Welt in einem Umfange erobert und unterworfen hat, der ihn zum alleinigen Herrn dieser Erde macht. (S. 201-202/315)

 

AH, der Apokalyptiker:

..., allein dieser Planet zog schon Jahrmillionen durch den Äther ohne Menschen, und er kann einst wieder so dahinziehen, wenn die Menschen vergessen, daß sie ihr höheres Dasein nicht den Ideen einiger verrückter Ideologen, sondern der Erkenntnis und rücksichtslosen Anwendung eherner Naturgesetze verdanken. (S. 202/316)

 

Sowie erst der Egoismus zum Regenten eines Volkes wird, lösen sich die Bande der Ordnung, und im Jagen nach dem eigenen Glück stürzen die Menschen aus dem Himmel erst recht in die Hölle. Ja, selbst die Nachwelt vergißt der Männer, die nur dem eigenen Nutzen dienten, und rühmt die Helden, welche auf eigenes Glück verzichteten. (S. 209/328)

 

Im übrigen wäre hier noch zu bemerken, daß der Jude bei aller Opferfreudigkeit persönlich natürlich dennoch nie verarmt. (S. 218/345, Widerspruch zu den Beo- bachtungen in Wien)

 

Wohl hängt er (der Jude) seine Frauen manchmal einflußreichen Christen an, allein, er erhält seinen männlichen Stamm grundsätzlich immer rein. Er vergiftet das Blut der andern, wahrt aber sein eigenes. Der Jude heiratet fast nie eine Christin, sondern der Christ die Jüdin. (S. 219/346)

 

Der schwarzhaarige Judenjunge lauert stundenlang, satanische Freude in seinem Gesicht, auf das ahnungslose Mädchen, das er mit seinem Blute schändet und damit seinem, des Mädchens, Volke raubt. (S. 226/357)

 

Alles auf der Erde ist zu bessern. Jede Niederlage kann zum Vater eines späteren Sieges werden. Jeder verlorene Krieg zur Ursache einer späteren Erhebung, jede Not zur Befruchtung menschlicher Energie, und aus jeder Unterdrückung vermögen die Kräfte zu einer neuen seelischen Wiedergeburt zu kommen — solange das Blut rein erhalten bleibt. (S. 227/359)

 

Nur kurzsichtige Borniertheit, wie man sie leider häufig in unseren Unternehmerkreisen findet, kann verkennen, daß es auf die Dauer keinen wirtschaftlichen Aufschwung für sie gibt und damit auch keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr, wenn die innere völkische Solidarität unserer Nation nicht wiederhergestellt wird. (S. 233/370)

 

...den Grundsatz der unbedingten Führerautorität, gepaart mit höchster Verantwortung. (S. 237/378, das ist die "germanische Demokratie", die "Verantwortung" des "Führers" sieht so aus, dass er sich am Ende erschießen darf)

 

Dem Naturgesetz aller Entwicklung aber entspricht nicht das Verkuppeln zweier eben nicht gleicher Gebilde, sondern der Sieg des stärkeren und die durch den dadurch bedingten Kampf allein ermöglichte Höherzüchtung der Kraft und Stärke des Siegers. (S. 241/384, These-Antithese-Synthese auf nationalsozialistisch?)

 

Allein alle diese Gedanken, und mögen sie für den einzelnen noch so überzeugend sein, unterliegen so lange der kritischen Prüfung dieses einzelnen und damit so lange einer schwankenden Bejahung oder Verneinung, bis eben nicht die gefühlsmäßige Ahnung oder Erkenntnis die gesetzmäßige Kraft apodiktischen Glaubens annimmt. Dieser vor allem ist der Kampffaktor, der der Anerkennung religiöser Grundanschauungen Bresche schlägt und die Bahn frei macht. (S. 259/417, der Nazisoldat ist also entweder Fanatiker, der sich schnellstens ins Verderben stürzt, oder Mitläufer, der in schwierigen Situationen schnell versagt)

 

Gerade diejenigen, die nicht müde werden zu betonen, daß die völkische Weltanschauung keineswegs "Erbpacht" eines einzelnen sei, sondern im Herzen von weiß Gott wie vielen Millionen schlummert oder "lebt", dokumentieren doch damit, daß die Tatsache des allgemeinen Vorhandenseins solcher Vorstellungen den Sieg der feindlichen Weltanschauung, die allerdings parteipolitisch klassisch vertreten wird, eben nicht im geringsten zu hindern vermochte. Wäre es anders, so müßte das deutsche Volk heute schon einen gigantischen Sieg errungen haben und nicht am Rande eines Abgrundes stehen. Was der internationalen Weltauffassung den Erfolg gab, war ihre Vertretung durch eine sturmabteilungsmäßig organisierte politische Partei; was die gegenteilige Weltanschauung unterliegen ließ, war der bisherige Mangel einer einheitlich geformten Vertretung derselben. (S. 263/423, stützt Identitätsüberlegungen)

 

Es kommt in der Geschichte nur zu häufig vor, daß es den äußeren Machtmitteln eines Eroberervolkes zwar gelingt, den Unterdrückten ihre Sprache aufzuzwingen, daß aber nach tausend Jahren ihre Sprache von einem anderen Volk geredet wird und die Sieger dadurch zu den eigentlich Besiegten werden. (S. 265/428, z.B. in den früheren deutschen Ostgebieten...)

 

Der Junge, der im Sommer mit langen Röhrenhosen herumläuft, eingehüllt bis an den Hals, verliert schon in seiner Bekleidung ein Antriebsmittel für seine körperliche Ertüchtigung. Denn auch der Ehrgeiz und, sagen wir es ruhig, die Eitelkeit muß herangezogen werden. Nicht die Eitelkeit auf schöne Kleider, die sich nicht jeder kaufen kann, sondern die Eitelkeit auf einen schönen, wohlgeformten Körper, den jeder mithelfen kann zu bilden.

Auch für später ist dies zweckmäßig. Das Mädchen soll seinen Ritter kennenlernen. Würde nicht die körperliche Schönheit heute vollkommen in den Hintergrund gedrängt durch unser laffiges Modewesen, wäre die Verführung von Hunderttausenden von Mädchen durch krummbeinige, widerwärtige Judenbankerte gar nicht möglich. (S. 281/457-458)

 

Man darf sich nicht durch Verschiedenheiten der einzelnen Völker die größere Rassegemeinschaft zerreißen lassen. Der Kampf, der heute tobt, geht um ganz große Ziele: eine Kultur kämpft um ihr Dasein, die Jahrtausende in sich verbindet und Griechen- und Germanentum gemeinsam umschließt. (S. 288/470, wie sind nur die Mittelmeervölker auf ihr "heutiges" Niveau gesunken? Ging da wohl der "arische Rassekern" verloren, oder was?)

 

Wenn in den letzten Jahrzehnten der Reichtum an bedeutenden Erfindungen besonders in Nordamerika außerordentlich zunahm, dann nicht zuletzt deshalb, weil dort wesentlich mehr Talente aus untersten Schichten die Möglichkeit einer höheren Ausbildung finden, als dies in Europa der Fall ist. (S. 293/479, AH streitet für Bildungsgerechtigkeit, die "untersten Schichten Nordamerikas" sind natürlich insofern ausgenommen, als es sich dabei um "Neger" handelt)

 

Die politische Vorbereitung sowohl als die technische Rüstung für den Weltkrieg war nicht deswegen ungenügend, weil etwa zu wenig gebildete Köpfe unser Volk regierten, sondern vielmehr, weil die Regierenden überbildete Menschen waren, vollgepfropft von Wissen und Geist, aber bar jedes gesunden Instinkts und ledig jeder Energie und Kühnheit. (S. 293/480-481)

 

Wenn zwei Völker miteinander konkurrieren, die an sich gleich gut veranlagt sind, so wird dasjenige den Sieg erringen, das in seiner gesamten geistigen Führung seine besten Talente vertreten hat, und dasjenige unterliegen, dessen Führung nur eine große gemeinsame Futterkrippe für bestimmte Stände oder Klassen darstellt, ohne Rücksicht auf die angeborenen Fähigkeiten der einzelnen Träger. (S. 294/482)

 

Es spielt auch keine Rolle, ob der Marxismus auf Grund seiner Massentheorie etwa fähig erscheint, die zur Zeit bestehende Wirtschaft zu übernehmen und weiterzuführen. Die Kritik über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieses Prinzips wird nicht entschieden durch den Nachweis seiner Befähigung, das Bestehende für die Zukunft zu verwalten, sondern ausschließlich nur durch den Beweis, selbst eine solche Kultur schaffen zu können. Der Marxismus könnte tausendmal die heutige Wirtschaft übernehmen und unter seiner Führung weiterarbeiten lassen, so würde sogar ein Erfolg dieser Tätigkeit doch gar nichts beweisen gegenüber der Tatsache, daß er nicht in der Lage wäre, unter Anwendung seines Prinzips das selbst zu schaffen, was er als fertig heute übernimmt.

Und dafür hat der Marxismus den praktischen Beweis erbracht. Nicht nur, daß er nirgends eine Kultur oder auch nur eine Wirtschaft selbst schöpferisch zu begründen vermochte, er war ja tatsächlich nicht einmal in der Lage, die bestehende nach seinen Prinzipien weiter fortzuführen, sondern mußte schon nach kürzester Zeit auf dem Wege von Konzessionen zu den Gedankengängen des Persönlichkeitsprinzips zurückgreifen, genau so wie er auch in seiner eigenen Organisation dieser Grundsätze nicht entraten kann. (S. 304/499)

 

Auch dann wird man nicht jener Korporationen entbehren können, die wir heute als Parlamente bezeichnen. Allein ihre Räte werden dann wirklich beraten, aber die Verantwortung kann und darf immer nur ein Träger besitzen und mithin auch nur dieser allein die Autorität und das Recht des Befehls. Die Parlamente an sich sind notwendig, weil ja vor allem in ihnen die Köpfe die Möglichkeit haben, sich langsam empor- zuheben, denen man später besondere verantwortliche Aufgaben überweisen kann. (S. 305/501, es gibt aber keine Abstimmungen...)

 

Auch der Marxismus hatte ein Ziel, und auch er kennt eine aufbauende Tätigkeit (wenn es sich dabei auch nur um die Errichtung einer Despotie des internationalen Weltfinanzjudentums handelt!); allein er hat vorher nichtsdestoweniger siebzig Jahre lang Kritik geübt, und zwar vernichtende, zersetzende Kritik und immer wieder Kritik, so lange, bis durch diese ewig fressende Säure der alte Staat zermürbt und zum Einsturz gebracht war. Dann erst begann sein sogenannter "Aufbau". Und das war selbst-verständlich, richtig und logisch. (S. 308/505, AH lobt Marxismus und ihn steuerndes Judentum!)

 

Auch das Christentum konnte sich nicht damit begnügen, seinen eigenen Altar aufzubauen, sondern mußte zwangsläufig zur Zerstörung der heidnischen Altäre schrei- ten. Nur aus dieser fanatischen Unduldsamkeit heraus konnte sich der apodiktische Glauben bilden; diese Unduldsamkeit ist sogar die unbedingte Voraussetzung für ihn.

Man kann sehr wohl den Einwand bringen, daß es sich bei derartigen Erscheinungen in der Weltgeschichte meist um solche spezifisch jüdischer Denkart handelt; ja, daß diese Art von Unduldsamkeit und Fanatismus geradezu jüdische Wesensart verkörpere. (S. 308/506, !!, manche sehen also Intoleranz als "jüdisch" an...)

 

...Weltanschauungen proklamieren ihre Unfehlbarkeit. (S. 309/507)

 

Auch hier hat man an der katholischen Kirche zu lernen. Obwohl ihr Lehrgebäude in manchen Punkten, und zum Teil ganz überflüssigerweise, mit der exakten Wissenschaft und der Forschung in Kollision gerät, ist sie dennoch nicht bereit, auch nur eine kleine Silbe von ihren Lehrsätzen zu opfern. Sie hat sehr richtig erkannt, daß ihre Widerstandskraft nicht in einer mehr oder minder großen Anpassung an die jeweiligen wissenschaftlichen Ergebnisse liegt, die in Wirklichkeit doch ewig schwanken, sondern vielmehr im starren Festhalten an einmal niedergelegten Dogmen, die dem Ganzen erst den Glaubenscharakter verleihen. So steht sie heute fester da als je. Man kann prophezeien, daß in eben dem Maße, in dem die Erscheinungen fliehen, sie selbst als ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht immer mehr blinde Anhänglichkeit erringen wird. (S. 312/512-513)

 

AH, der Erlöser:

Damit aber muß eine Bewegung rechnen und nicht mit dem augenblicklichen Beifall der Gegenwart. Es mag dann schon so sein, daß in solchen Stunden dem einzelnen ängstlich zumute wird; allein er soll nie vergessen, daß nach jeder solchen Stunde einmal auch die Erlösung kommt, und daß eine Bewegung, eine Welt erneuern will, nicht dem Augenblick, sondern der Zukunft zu dienen hat. (S. 317/521)

 

Hierbei kam aber noch folgendes in Betracht: Jede Versammlung, die ihren Schutz ausschließlich durch die Polizei erhält, diskreditiert die Veranstalter in den Augen der breiten Masse. Versammlungen, deren Abhaltung nur durch die Abstellung eines großen Polizeiaufgebotes garantiert werden, wirken nicht werbend, insofern die Voraussetzung zum Gewinnen der unteren Schichten eines Volkes immer eine ersichtlich vorhandene Kraft ist. (S. 331/546, da haben die Neonazis aber Probleme...)

 

AH über Schwarz-Rot-Gold:

In der Wirkung steht diese Farbenzusammenstellung allerdings hoch über allen anderen erhaben. Es ist der strahlendste Akkord, den es gibt. (S. 337/555)

 

AH, wieder Identitätstheoretiker:

Je kleiner sie sind, um so größer müssen sie wenigstens scheinen. (S. 344/567)

 

Auch ist es eine ewige Erfahrung der Weltgeschichte, daß ein von einer Welt- anschauung vertretener Terror nie durch eine formale Staatsgewalt gebrochen werden kann, sondern stets nur einer neuen, ebenso kühn und entschlossen vorgehenden anderen Weltanschauung zu unterliegen vermag. (S. 362/598, sagt er auch aaO, für den Giftschrank...)

 

In den Jahren 1919 und 1920 bestand die Gefahr, daß der Angehörige von Geheim- organisationen, mitgerissen von großen Vorbildern der Geschichte und durchschauert vom grenzenlosen Unglück des Vaterlandes, versuchte, sich an den Verderbern der Heimat zu rächen, in dem Glauben, dadurch der Not seines Volkes ein Ende zu berei- ten. Jeder solche Versuch war aber ein Unsinn, deshalb, weil der Marxismus ja gar nicht dank der überlegenen Genialität und persönlichen Bedeutung eines einzelnen gesiegt hatte, sondern vielmehr durch die grenzenlose Jämmerlichkeit, das feige Versagen der bürgerlichen Welt. Die grausamste Kritik, die man an unserem Bürgertum üben kann, ist die Feststellung, daß die Revolution selbst ja nicht einen einzigen Kopf von einiger Größe hervorgebracht und es sich ihr dennoch unterworfen hat. (S. 368/609, das übliche, aber mit Kritk an den Attentaten)

 

Dieses als Geßlerhut der deutschen Demokratie empfundene Symbol wird daher auch unserem Volke immer innerlich fremd bleiben. (S. 384/640, mal rühmt er Schwarz-Rot- Gold,, mal das...)

 

Ein Agitator, der die Fähigkeit aufweist, eine Idee der breiten Masse zu vermitteln, muß immer Psychologe sein, sogar wenn er nur Demagoge wäre. (S. 391/650, AH kennt sich selbst...)

 

Denn so sehr auch eine Bewegung, solange sie bitter zu kämpfen hat, von allen feigen und egoistisch veranlagten Menschen gemieden wird, so schnell pflegen diese die Mitgliedschaft zu erwerben, wenn durch die Entwicklung ein großer Erfolg der Partei wahrscheinlich geworden ist oder sich bereits eingestellt hat. Dem ist es zuzu- schreiben, warum viele siegreiche Bewegungen vor dem Erfolg oder besser vor der letzten Vollendung ihres Wollens aus unerklärlicher innerer Schwäche plötzlich zurückbleiben, den Kampf einstellen und endlich absterben. Infolge ihres ersten Sieges sind so viele schlechte, unwürdige, besonders aber feige Elemente in ihre Organisation gekommen, daß diese Minderwertigen über die Kampfkräftigen schließlich das Übergewicht erlangen und die Bewegung nun in den Dienst ihrer eigenen Interessen zwingen, sie auf das Niveau ihrer eigenen geringen Heldenhaftigkeit herunterdrücken und nichts tun, den Sieg der ursprünglichen Idee zu vollenden. Das fanatische Ziel ist damit verwischt, die Kampfkraft gelähmt worden oder, wie die bürgerliche Welt in solchem Falle sehr richtig zu sagen pflegt: "In den Wein ist nun auch Wasser gekommen." Und dann können allerdings die Bäume nicht mehr in den Himmel wachsen. (S. 394/656)

 

Alle großen Bewegungen, mochten sie religiöser oder politischer Natur sein, haben ihre gewaltigen Erfolge nur der Erkenntnis und Anwendung dieser Grundsätze zuzuschreiben, besonders aber alle dauerhaften Erfolge sind ohne Berücksichtigung dieser Gesetze gar nicht denkbar. (S. 394/657)

 

Was heute durch die Kämpfe von Millionen ausgefochten wird, muß dereinst in Ständekammern und im zentralen Wirtschaftsparlament (!!) seine Erledigung finden. (S. 405/677)

 

Denn auch sie (die "nationalsozialistische Gewerkschaft") muß sich durchdrungen fühlen von ihrer weltanschaulichen Aufgabe und der aus dieser geborenen Verpflichtung zur Unduldsamkeit gegen andere ähnliche oder gar feindliche Gebilde und zur Betonung der ausschließlichen Notwendigkeit des eigenen Ich. Es gibt auch hier kein Sich-Verständigen und keinen Kompromiß mit verwandten Bestrebungen, sondern nur die Aufrechterhaltung des absoluten alleinigen Rechtes. (S. 406/678)

 

Sowie die Leute erst die Überzeugung gewonnen haben, daß sie durch Sparsamkeit auch zu einem Häuschen gelangen könnten, werden sie sich bloß dieser Aufgabe widmen und keine Zeit mehr erübrigen zum politischen Kampf gegen diejenigen, die ihnen so oder so eines Tages die ersparten Groschen wieder abzunehmen gedenken. (S. 407/680)

 

Da man aber überhaupt von einer planmäßigen Vorbereitung des Krieges nichts wissen wollte, verzichtete man auf Grunderwerb in Europa und opferte, indem man sich statt dessen der Kolonial- und Handelspolitik zuwandte, das sonst mögliche Bündnis mit England, ohne aber nun logischerweise sich auf Rußland zu stützen, und stolperte endlich, von allen, außer dem habsburgischen Erbübel, verlassen, in den Weltkrieg hinein. (S. 414/691)

 

Dieses an sich immer mehr der Vernegerung anheimfallende Volk... (Frankreich) (S. 421/704)

 

Es ist natürlich auch für uns schwer, in den Reihen der eigenen Bewegung England als möglichen Bundesgenossen für die Zukunft hinzustellen. Unsere jüdische Presse verstand es ja immer wieder, den Haß besonders auf England zu konzentrieren, wobei so mancher gute deutsche Gimpel dem Juden bereitwilligst auf die hingehaltene Leimrute flog, vom "Wiedererstarken" einer deutschen Seemacht schwätzte, gegen den Raub unserer Kolonien protestierte, ihre Wiedergewinnung empfahl und somit half, das Material zu liefern, das der jüdische Lump dann seinen Stammesgenossen in. England zur praktischen propagandistischen Verwertung überweisen konnte. (S. 422/706)

 

So sieht AH unsereinen:

Viel schwerer ist es dagegen, einen Menschen zum klaren politischen Denken zu bestimmen, dessen bisherige Erziehung auf dem Gebiete nicht minder bar jeder Vernunft und Logik war, der aber zu allem auch den legten Rest natürlichen Instinktes auf dem Altar der Objektivität geopfert hatte. Gerade die Angehörigen unserer sogenannten Intelligenz sind am schwersten zu einer wirklich klaren und logischen Vertretung ihrer Interessen und, der Interessen ihres Volkes nach außen zu bewegen. Sie sind nicht nur belastet mit einem förmlichen Bleigewicht unsinnigster Vorstellungen und Voreingenommenheiten, sondern haben zu allem Überfluß außerdem noch jeden gesunden Trieb zur Selbsterhaltung verloren und aufgegeben. Auch die nationalsozialistische Bewegung hat mit diesen Menschen schwere Kämpfe zu bestehen, schwer deshalb, weil sie leider trotz vollkommenen Unvermögens nicht selten von einer außerordentlichen Einbildung besessen sind, die sie auf andere, meistens sogar gesündere Menschen ohne jede innere Berechtigung von oben herabblicken läßt. Hochnäsig-arrogante Besserwisser ohne alle Fähigkeit kühlen Prüfens und Wägens, die aber als Voraussetzung jedes außenpolitischen Wollens und Tuns angesehen werden muß. (S. 432/727)

 

Nicht nur, daß es in immer größerem Umfang aus den farbigen Menschenbeständen seines Riesenreiches das Heer ergänzt, macht es auch rassisch in seiner Vernegerung so rapide Fortschritte, daß man tatsächlich von einer Entstehung eines afrikanischen Staates auf europäischem Boden reden kann. ... Würde sich die Entwicklung Frankreichs im heutigen Stile noch dreihundert Jahre fortsetzen, so wären die letzten fränkischen Blutsreste in dem sich bildenden europa-afrikanischen Mulattenstaat untergegangen. Ein gewaltiges, geschlossenes Siedlungsgebiet vom Rhein bis zum Kongo, erfüllt von einer aus dauernder Bastardierung langsam sich bildenden niederen Rasse. (S. 434/730)

 

Es ist notwendig, daß wir uns diese bittere Wahrheit kühl und nüchtern vor Augen halten. Es ist notwendig, daß wir das Deutsche Reich nach Volkszahl und Flächeninhalt in seinem Verhältnis zu anderen Staaten durch die Jahrhunderte hindurch verfolgen und vergleichen. Ich weiß, daß dann jeder mit Bestürzung zu dem Resultat kommen wird, welches ich eingangs dieser Betrachtung schon aussprach: Deutschland ist keine Weltmacht mehr, gleichgültig, ob es militärisch stark oder schwach dasteht. Wir sind außer jedem Verhältnis zu den anderen großen Staaten der Erde geraten, ... (S. 435/731)

 

Es war schon im Frieden schlimm genug, daß die deutsche Bündnispolitik infolge des Fehlens eigener aktiver Angriffsabsichten in einem Defensivverein alter, weltge- schichtlich pensionierter Staaten endete. Sowohl der Bund mit Österreich als auch der mit der Türkei hatte wenig Erfreuliches für sich. Während sich die größten Militär- und Industriestaaten der Erde zu einem aktiven Angriffsverband zusammenschlossen, sammelte man ein paar alte, impotent gewordene Staatsgebilde und versuchte mit diesem dem Untergang bestimmten Gerümpel einer aktiven Weltkoalition die Stirne. zu bieten. Deutschland hat die bittere Quittung für diesen außenpolitischen Irrtum erhalten. (S. 442/745)

 

England wird Indien nur verlieren, wenn es entweder selbst in seiner Verwaltungs-maschinerie der rassischen Zersetzung anheimfällt (etwas, das augenblicklich in Indien vollkommen ausscheidet (Einfügung im Original)), oder wenn es durch das Schwert eines machtvollen Feindes bezwungen wird. Indischen Aufrührern wird dies aber nie gelingen. Wie schwer es ist, England zu bezwingen, haben wir Deutsche zur Genüge erfahren. Ganz abgesehen davon, daß ich als Germane Indien trotz allem immer noch lieber unter englischer Herrschaft sehe als unter einer anderen.

Genau so kümmerlich sind die Hoffnungen auf den sagenhaften Aufstand in Ägypten. Der "Heilige Krieg" kann unseren deutschen Schafkopfspielern das angenehme Gruseln beibringen,...

(S. 443/747)

 

Spätestens im Winter 1922/23 hätte man allgemein verstehen müssen, daß sich Frankreich auch nach dem Friedensschluß mit eiserner Konsequenz bemühe, sein ihm ursprünglich vorschwebendes Kriegsziel doch noch zu erreichen. Denn niemand wird wohl glauben, daß Frankreich im entscheidendsten Ringen seiner Geschichte vierein- halb Jahre lang das an sich nicht zu reiche Blut seines Volkes einsetzte, nur um später die vorher angerichteten Schäden durch Reparationen wieder vergütet zu erhalten. Selbst Elsaß-Lothringen allein würde noch nicht die Energie der französischen Kriegs- führung erklären, wenn es sich nicht dabei schon um einen Teil des wirklich großen politischen Zukunftsprogrammes der französischen Außenpolitik gehandelt hätte. Dieses Ziel aber heißt: Auflösung Deutschlands in ein Gemengsel von Kleinstaaten. (S. 452/763, siehe unsere Diskussion im ersten Kapitel dieses Teils, "Versailles")

 

Wäre ich selbst Franzose und wäre mir somit Frankreichs Größe so lieb, wie mir die Deutschlands heilig ist, so könnte und wollte auch ich nicht anders handeln, als es am Ende ein Clemenceau tut.

(S. 454/766)

 

Es ist aber unrichtig, zu glauben, daß ein rein passiver, nur sich selbst erhalten wollender Wille einem nicht minder kraftvollen, aber aktiv vorgehenden auf die Dauer Widerstand leisten könne. (S. 454/766, Menetekel für uns Heutige, die wir dem Islamismus gegenüber stehen)

 

Außenpolitisch hat die Ruhrbesetzung Frankreich zum erstenmal England wirklich innerlich entfremdet, und zwar nicht nur den Kreisen der britischen Diplomatie, die das französische Bündnis an sich nur mit dem nüchternen Auge kalter Rechner geschlos- sen, angesehen und aufrechterhalten hatten, sondern auch weitesten Kreisen des eng- lischen Volkes. (S. 455/767. Falsch. Die Besetzung war auch von GB maßgeblich voran- getrieben worden (Londoner Ultimatum). Erst die Unterstützung separatistischer Be- strebungen durch Frankreich traf auf Widerstand seitens Großbritanniens)

 

Nicht als ob man die Ruhrbesetzung durch militärische Maßnahmen hätte verhindern können. Nur ein Wahnsinniger konnte zu einem solchen Entschlusse raten. (S. 456/770, aber gerade vier Seiten später: ...)

Würde jeder dieser Westfalen gewußt haben, daß die Heimat eine Armee von achtzig oder hundert Divisionen aufstellt, die Franzosen wären auf Dornen getreten. Für den Erfolg aber sind immer mehr mutige Männer bereit, sich zu opfern, als für eine ersichtliche Zwecklosigkeit. (S. 460/778)

 

 

 

In der unseligen Verbindung des jungen Reiches mit dem österreichischen Scheinstaat lag der Keim zum späteren Weltkrieg, aber auch zum Zusammenbruch. Ich werde im Verlaufe des Buches mich noch gründlich mit diesem Problem zu beschäftigen haben. Es genügt hier, nur festzustellen, daß ich im Grunde genommen schon in der frühesten Jugend zu einer Einsicht kam, die mich niemals wieder verließ, sondern sich nur noch vertiefte: Daß nämlich die Sicherung des Deutschtums die Vernichtung Österreichs voraussetzte,... (S. 24/14)

 

Was ich in meiner Jugend von der Sozialdemokratie wußte, war herzlich wenig und reichlich unrichtig. Daß sie den Kampf um das allgemeine und geheime Wahlrecht führte, freute mich innerlich. Sagte mir doch mein Verstand schon damals, daß dies zu einer Schwächung des mir so sehr verhaßten Habsburgerregiments führen müßte. In der Überzeugung, daß der Donaustaat, außer unter Opferung des Deutschtums, doch nie zu halten sein werde, daß aber selbst der Preis einer langsamen Slawisierung des deutschen Elements noch keineswegs die Garantie eines dann auch wirklich lebensfähigen Reiches bedeutet hätte, da die staatserhaltende Kraft des Slawentums höchst zweifelhaft eingeschätzt werden muß, begrüßte ich jede Entwicklung, die meiner Überzeugung nach zum Zusammenbruch dieses unmöglichen, das Deutschtum in zehn Millionen Menschen zum Tode verurteilenden Staates führen mußte. (S. 38/39)

 

...unter der Larve sozialer Tugend und Nächstenliebe wandelnde Pestilenz, von der möglichst die Menschheit schnell die Erde befreien möge, da sonst gar leicht die Erde von der Menschheit frei werden könnte. (S. 39/40 über die Sozialdemokratie, inklusive eines Menschheitsvernichtungsgedankens)

 

Damals rang ich in meinem Innern: Sind dies noch Menschen, wert, einem großen Vol- ke anzugehören? Eine qualvolle Frage; denn wird sie mit Ja beantwortet, so ist der Kampf um ein Volkstum wirklich nicht mehr der Mühen und Opfer wert, die die Besten für einen solchen Auswurf zu bringen haben; heißt die Antwort aber Nein, dann ist unser Volk schon arm an Menschen.

(S. 40/42, angeblich nach Erfahrungvon Druck seitens Sozialdemokraten, in die Baugewerkschaft einzutreten, demnach gibt es nur noch wenige "Reine")

 

(Nach der Tirade über die Psyche der Masse, s. "Erklärungsmuster")

Schwächlichen Naturen muß dabei gesagt werden, daß es sich hierbei eben um Sein oder Nichtsein handelt. Nicht minder verständlich wurde mir die Bedeutung des körperlichen Terrors dem einzelnen, der Masse gegenüber. (S. 42/46)

 

Ich sah dann eine Lehre vor mir, bestehend aus Egoismus und Haß, die nach mathematischen Gesetzen zum Siege führen kann, der Menschheit aber damit auch das Ende bringen muß. (S. 47/54, siehe Anmerkung zu S. 39/40)

 

Im einen Falle war es Pflicht eines jeden denkenden Menschen, sich in die Front der unseligen Bewegung zu dringen, um so vielleicht doch das Äußerste zu verhindern, im andern aber mußten die einstigen Urheber dieser Völkerkrankheit wahre Teufel gewe- sen sein; denn nur in dem Gehirne eines Ungeheuers — nicht eines Menschen — konnte dann der Plan zu einer Organisation sinnvolle Gestalt annehmen, deren Tätig- keit als Schlußergebnis zum Zusammenbruch der menschlichen Kultur und damit zur Verödung der Welt führen muß.

In diesem Falle blieb als letzte Rettung noch der Kampf, der Kampf mit allen Waffen, die menschlicher Geist, Verstand und Wille zu erfassen vermögen, ganz gleich, wem das Schicksal dann seinen Segen in die Waagschale senkt. (S. 56/68)

 

Die jüdische Lehre des Marxismus lehnt das aristokratische Prinzip der Natur ab und setzt an Stelle des ewigen Vorrechtes der Kraft und Stärke die Masse der Zahl und ihr totes Gewicht. Sie leugnet so im Menschen den Wert der Person, bestreitet die Bedeutung von Volkstum und Rasse und entzieht der Menschheit damit die Voraussetzung ihres Bestehens und ihrer Kultur. Sie würde als Grundlage des Universums zum Ende jeder gedanklich für Menschen faßlichen Ordnung führen. Und so wie in diesem größten erkennbaren Organismus nur Chaos das Ergebnis der Anwendung eines solchen Gesetzes sein könnte, so auf der Erde für die Bewohner dieses Sternes nur ihr eigener Untergang. Siegt der Jude mit Hilfe seines marxis- tischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahr- millionen menschenleer durch den Äther ziehen. Die ewige Natur rächt unerbittlich die Übertretung ihrer Gebote.

So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn. (S. 57/69-70)

 

Man wird dann zu keiner entschlossenen Handlung mehr den Mut aufbringen, wird jede, auch noch so schmähliche Entehrung lieber hinnehmen, als sich zu einem Ent- schlusse aufzuraffen; ist doch niemand mehr da, der von sich aus bereit ist, seine Person und seinen Kopf für die Durchführung einer rücksichtslosen Entscheidung einzusetzen.

Denn eines soll und darf man nie vergessen: Die Majorität kann auch hier den Mann niemals ersetzen. Sie ist nicht nur immer eine Vertreterin der Dummheit, sondern auch der Feigheit. Und so wenig hundert Hohlköpfe einen Weisen ergeben, so wenig kommt ans hundert Feiglingen ein heldenhafter Entschluß. (S. 69/89)

 

Man will da grundsatzlich nur unter sich sein und haßt als gemeinsamen Feind jeden Schädel, der unter den Nullen etwa einen Einser ergeben könnte. (S. 69/90)

 

Allein die allgemeine Linie der Entwicklung war dennoch gegen die Deutschen gerichtet. Besonders seit die Thronfolgerschaft dem Erzherzog Franz Ferdinand einen gewissen Einfluß einzuräumen begann, kam in die von oben herunter betriebene Tschechisierung Plan und Ordnung. Mit allen nur möglichen Mitteln versuchte dieser zukünftige Herrscher der Doppelmonarchie der Entdeutschung Vorschub zu leisten oder sie selber zu fördern, mindestens aber zu decken. Rein deutsche Orte wurden so über den Umweg der staatlichen Beamtenschaft langsam, aber unbeirrt sicher in die gemischtsprachliche Gefahrenzone hineingeschoben.

Selbst in Niederösterreich begann dieser Prozeß immer schnellere Fortschritte zu machen, und Wien galt vielen Tschechen schon als ihre größte Stadt. Der leitende Gedanke dieses neuen Habsburgers, dessen Familie nur mehr Tschechisch sprach (die Gemahlin des Erzherzogs war als ehemalige tschechische Gräfin dem Prinzen morganatisch angetraut; sie stammte aus Kreisen, deren deutschfeindliche Stellung Tradition bildete (Einfügung im Original)), war, in Mitteleuropa allmählich einen slawischen Staat aufzurichten, der zum Schutze gegen das orthodoxe Rußland auf streng katholische Grundlage gestellt werden sollte. Damit wurde, wie schon öfters bei den Habsburgern, die Religion wieder einmal in den Dienst eines rein politischen Gedankens, noch dazu eines — wenigstens von deutschen Gesichtspunkten aus be- trachtet — unseligen Gedankens, gestellt. (S. 76/101)

 

Als aber nach dem großen Kriege das Haus Habsburg mit der letzten Entschlossenheit daranging, das gefährliche Deutschtum der Doppelmonarchie (dessen innere Gesinnung nicht zweifelhaft sein konnte (Einfügung im Original)) langsam, aber uner- bittlich auszurotten... (S. 77/103)

 

Unterliegt aber ein Volk in seinem Kampf um die Rechte des Menschen, dann wurde es eben auf der Schicksalswaage zu leicht befunden für das Glück der Forterhaltung auf der irdischen Welt. Denn wer nicht bereit oder fähig ist, für sein Dasein zu streiten, dem hat die ewig gerechte Vorsehung schon das Ende bestimmt. Die Welt ist nicht da für feige Völker. (S.78/105)

 

Tatsächlich ist das Deutschtum vor diesem Schicksal auch nur durch den Zusammenbruch dieses Staates (Österreich-Ungarn} allein gerettet worden. (S. 78-79/105)

 

Indem die Habsburger versuchten, mit allen Mitteln dem Deutschtum auf den Leib zu rücken, griff diese Partei (die Alldeutschen) das "erhabene" Herrscherhaus selber, und zwar rücksichtslos an. Sie hat zum ersten Male die Sonde an diesen faulen Staat gelegt... (S. 79/106)

 

Nur die Größe der Opfer wird neue Kämpfer der Sache gewinnen, bis endlich der Beharrlichkeit der Lohn des Erfolges wird. (S. 83/112)

 

Wenn der Kampf für eine Weltanschauung nicht von aufopferungsbereiten Helden geführt wird, werden sich in kurzer Zeit auch keine todesmutigen Kämpfer mehr finden. (S. 84/114, bzw. sind die Aufopferungsbereiten bald aufgeopfert)

 

...und verlor die Kraft, einem verhängnisvollen Schicksal mit dem Trost des Märtyr- ertums entgegenzutreten. (S. 85/115, eigentlich über die Alldeutschen, aber den Nationalsozialismus und Deutschland meinend)

 

....unter Einsatz des eigenen Lebens in einen Kampf zu stürzen, dessen Ausgang unsicher war, auf alle Fälle jedoch nichts einbringen konnte. (S. 85/115, ds.)

 

Die Verwendung tschechischer Pfarreien und ihrer geistlichen Seelsorger war nur eines der vielen Mittel, um zu diesem Ziele, einer allgemeinen Verslawung Österreichs, zu kommen. (S. 87/118)

 

Denn indem die Habsburger durch das Bündnis mit dem Reiche vor einer Einmengung von dieser Seite aus sicher sein zu können glaubten und leider auch mit Recht sein konnten, vermochten sie ihre innere Politik der langsamen Verdrängung des Deutschtums schon wesentlich leichter und risikoloser durchzuführen. Nicht nur, daß man bei der bekannten "Objektivität" einen Einspruch von seiten der Reichsregierung gar nicht zu befürchten brauchte, konnte man auch dem österreichischen Deutschtum selber jederzeit mit dem Hinweis auf das Bündnis den vorlauten Mund, der gegen eine etwa zu niederträchtige Art der Slawisierung sich auftun wollte, sofort zum Schweigen bringen.

Was sollte denn auch der Deutsche in Österreich noch tun, wenn doch das Deutschtum des Reiches selber der Habsburgerregierung Anerkennung und Vertrauen aussprach? (S. 101/141-142)

 

Allerdings, das Bündnis mit Österreich war dann ein Unsinn. Denn die staatliche Mumie verband sich mit Deutschland nicht zum Durchfechten eines Krieges, sondern zur Erhaltung eines ewigen Friedens, der dann in kluger Weise zur langsamen, aber sicheren Ausrottung des Deutschtums der Monarchie verwendet werden konnte. (S. 108/155)

 

Den bekannten "Unberufenen" aber blieb wieder einmal nichts anderes übrig, als schweigend zuzusehen, warum und wie die "Berufenen" geradewegs in das Verderben marschierten, das liebe Volk wie der Rattenfänger von Hameln hinter sich herziehend. (S. 113/164, mach's nochmal...)

 

Daher glauben dann diese (die "heutigen Politiker") auch, den Staat durch Wirtschaft aufbauen zu können, wahrend er in Wahrheit ewig nur das Ergebnis der Betätigung jener Eigenschaften ist, die in der Linie des Erhaltungswillens der Art und Rasse liegen. Diese sind aber immer heldische Tugenden (auch bei Nichtdeutschen!!) und niemals krämerischer Egoismus, da ja die Erhaltung des Daseins einer Art die Bereitwilligkeit zur Aufopferung des einzelnen voraussetzt. Darin liegt ja eben der Sinn des Dichterwortes "Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein", daß die Hingabe des persönlichen Daseins notwendig ist, um die Erhaltung der Art zu sichern. (S. 114-115/165-166, also Existenzvernichtung durch Heldentod als Existenzvoraussetzung)

 

Wenn man sich jedoch die Frage vorlegt, was nun die staatsbildenden oder auch nur staatserhaltenden Kräfte in Wirklichkeit sind, so kann man sie unter einer einzigen Bezeichnung zusammenfassen: Aufopferungsfähigkeit und Aufopferungswille des ein- zelnen für die Gesamtheit. (S. 115/167)

 

Keine blasse Ahnung war mehr vorhanden über das Wesen der Kraft, die Männer aus freiem Willen und Entschluß in den Tod zu führen vermag.

Solange das deutsche Volk im Jahre 1914 noch für Ideale zu fechten glaubte, hielt es stand; sowie man es nur mehr um das tägliche Brot kämpfen ließ, gab es das Spiel lieber auf. (S. 116/168)

 

Der Glaube der Vorkriegszeit, durch Handels- und Kolonialpolitik auf friedlichem Wege die Welt dem deutschen Volke erschließen oder gar erobern zu können, war ein klassisches Zeichen für den Verlust der wirklichen staatsbildenden und staats-erhaltenden Tugenden und aller daraus folgenden Einsicht, Willenskraft und Tatent-schlossenheit; die naturgesetzliche Quittung hierfür aber war der Weltkrieg mit seinen Folgen. (S. 116/168-169)

 

Preußen, des Reiches Keimzelle, entstand durch strahlendes Heldentum und nicht durch Finanzoperationen oder Handelsgeschäfte, und das Reich selber war wieder nur der herrlichste Lohn machtpolitischer Führung und soldatischen Todesmutes. (S. 116/169, schwer erträglich...)

 

Als jungen Wildfang hatte mich in meinen ausgelassenen Jahren nichts so sehr betrübt, als gerade in einer Zeit geboren zu sein, die ersichtlich ihre Ruhmestempel nur mehr Krämern oder Staatsbeamten (meint H. seinen Vater?) errichten würde. (S. 119/172, es muss also krachen...)

 

Als die Nachricht von der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand in München eintraf (ich saß gerade zu Hause und hörte nur ungenau den Hergang der Tat), faßte mich zunächst die Sorge, die Kugeln möchten vielleicht aus den Pistolen deutscher Studenten stammen, die aus Empörung über die dauernde Verslawungsarbeit des Thronfolgers das deutsche Volk von diesem inneren Feinde befreien wollten.

Was die Folge davon gewesen wäre, konnte man sich sofort ausdenken: eine neue Welle von Verfolgungen, die nun vor der ganzen Welt "gerechtfertigt" und "begründet" gewesen wären. Als ich jedoch gleich darauf schon die Namen der vermutlichen Täter hörte und außerdem ihre Feststellung als Serben las, begann mich leises Grauen zu beschleichen über diese Rache des unerforschlichen Schicksals.

Der größte Slawenfreund fiel unter den Kugeln slawischer Fanatiker. (S. 120/173-174)

 

Meine eigene Stellung zum Konflikt war mir ebenfalls sehr einfach und klar; für mich stritt nicht Österreich für irgendeine serbische Genugtuung, sondern Deutschland um seinen Bestand, die deutsche Nation um Sein oder Nichtsein, um Freiheit und Zukunft. Bismarcks Werk mußte sich nun schlagen; was die Väter einst mit ihrem Heldenblute in den Schlachten von Weißenburg bis Sedan und Paris erstritten hatten, mußte nun das junge Deutschland sich aufs neue verdienen. Wenn dieser Kampf aber siegreich bestanden wurde, dann war unser Volk in den Kreis der großen Nationen auch wieder an äußerer Macht eingetreten, dann erst wieder konnte das Deutsche Reich als ein mächtiger Hort des Friedens sich bewähren, ohne seinen Kindern das tägliche Brot um des lieben Friedens willen kürzen zu müssen. (S. 122/178)

 

Gehen denn überhaupt Völker an verlorenen Kriegen an und für sich zugrunde? Die Antwort darauf kann sehr kurz sein: Immer dann, wenn Völker in ihrer militärischen Niederlage die Quittung für ihre innere Fäulnis, Feigheit, Charakterlosigkeit, kurz Unwürdigkeit erhalten. Ist es nicht so, dann wird die militärische Niederlage eher zum Antrieb eines kommenden größeren Aufstieges als zum Leichenstein eines Völkerdaseins. (S. 165/250)

 

Leider ist die militärische Niederlage des deutschen Volkes nicht eine unverdiente Katastrophe, sondern eine verdiente Züchtigung der ewigen Vergeltung. Wir haben die- se Niederlage mehr als verdient. Sie ist nur die größte äußere Verfallserscheinung unter einer ganzen Reihe von inneren, die vielleicht in ihrer Sichtbarkeit den Augen der meisten Menschen verborgen geblieben waren, oder die man nach der Vogel-Strauß-Manier nicht sehen wollte. (S. 165/250)

 

Dann hätte man nicht gelacht und getanzt, hätte sich nicht der Feigheit gerühmt und die

Niederlage verherrlicht, hätte nicht die kämpfende Truppe verhöhnt und ihre Fahne und Kokarde in den Schmutz gezerrt, vor allem aber: dann wäre es nie zu jener entsetzlichen Erscheinung gekommen, die einen englischen Offizier, Oberst Repington, zu der verächtlichen Äußerung veranlaßte: "Von den Deutschen ist jeder dritte Mann ein Verräter." (S. 165/251)

 

Darin sieht man die Lüge der Behauptung, daß der verlorene Krieg die Ursache des deutschen Zusammenbruchs wäre, am allerbesten. Nein, dieser militärische Zusammenbruch war selber nur die Folge einer ganzen Reihe von Krankheitserscheinungen und ihrer Erreger, die schon in der Zeit des Friedens die deutsche Nation heimgesucht hatten. Es war dies die erste allen sichtbare katastrophale Folge einer sittlichen und moralischen Vergiftung, einer Minderung des Selbsterhaltungstriebes und der Voraussetzungen hierzu, die schon seit vielen Jahren die Fundamente des Volkes und Reiches zu unterhöhlen begonnen hatten. (S. 166/252)

 

Wer all die Opfer überdenkt, die durch den sträflichen Leichtsinn dieser Verantwortungslosesten der Nation aufgebürdet worden, all die zwecklos geopferten Millionen von gesunden Männern sich vor Augen führt sowie die grenzenlose Schmach und Schande, das unermeßliche Elend, das uns jetzt getroffen hat, ..., der wird verstehen, daß man diese Kreaturen wirklich nur mit Worten wie Schuft, Schurke, Lump und Verbrecher bezeichnen kann,... (S. 193-194/301-302)

 

Wer leben will, der kämpfe also, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht. (S. 202/317)

 

("Idealismus" wirg gleichgesetzt mit "Opferbereitschaft", d.h., Bereitschaft zur Selbstvernichtung, ca. S. 227/228)

 

Wer die Linie der politischen Entwicklung des alten Reichs planvoll verfolgt, muß bei ruhiger Überprüfung zu der Einsicht kommen, daß selbst in der Zeit der Einigung und damit des Aufstieges der deutschen Nation der innere Verfall bereits im vollen Gang war, und daß trotz aller scheinbaren politischen Erfolge und trotz steigenden wirtschaftlichen Reichtums die allgemeine Lage sich von Jahr zu Jahr verschlechterte. (S. 228/360-361, D. nach AH korrupt)

 

Denn wir sind uns des Schwächemoments, das in unseren 15 Millionen Marxisten, Demokraten, Pazifisten und Zentrümlern liegt, nicht nur selbst bewußt, sondern es wird noch mehr vom Ausland erkannt, das den Wert eines möglichen Bündnisses mit uns mißt nach dem Gewichte dieser Belastung. (S. 231/367)

 

Die junge deutsche Intelligenz, die in den Kriegsfreiwilligenregimentern im Herbste 1914 in der flandrischen Ebene den Tod fand, fehlte später bitter. Sie war das beste Gut, das die Nation besaß, und ihr Verlust war im Verlaufe des Krieges nicht mehr zu ersetzen. (S. 232/368)

 

Ein Gewinnen des bürgerlichen Wahlstimmviehs aber darf niemals das Ziel dieser Bewegung sein. Sie würde sich in einem solchen Falle mit einer Masse belasten, die ihrer ganzen Wesensart nach die Werbekraft den breiten Schichten gegenüber zum Erlahmen brächte. Denn ungeachtet der theoretischen Schönheit des Gedankens einer Zusammenführung breitester Massen von unten und oben schon innerhalb des Rahmens der Bewegung, steht dem doch die Tatsache gegenüber, daß man durch psychologische Beeinflussung bürgerlicher Massen in allgemeinen Kundgebungen wohl Stimmungen zu erzeugen, ja selbst Einsicht zu verbreiten vermag, aber nicht Charaktereigenschaften, oder besser gesagt, Untugenden zum Verschwinden bringt, deren Werden und Entstehen Jahrhunderte umfaßte. (S. 235-236/375)

 

...hat die Propaganda zu dienen, sondern zur Gewinnung der Feinde unseres Volkstums, sofern sie unseres Blutes sind. (S. 237/377)

 

Die Bewegung hat grundsätzlich ihre Mitglieder so zu erziehen, daß sie im Kampfe nicht etwas lästig Auferzogenes, sondern das selbst Erstrebte erblicken. Sie haben die Feindschaft der Gegner mithin nicht zu fürchten, sondern als Voraussetzung zur eigenen Daseinsberechtigung zu empfinden. Sie haben den Haß der Feinde unseres Volkstums und unserer Weltanschauung und seine Äußerungen nicht zu scheuen, sondern zu ersehnen. (S. 242/386)

 

Und neben der kommenden Erhebung fühlte ich die Göttin der unerbittlichen Rache schreiten für die Meineidstat des 9. November 1918. (S. 254/462)

 

Bei der granitenen Dummheit unserer Menschheit wundere man sich nicht über den Erfolg (des "demokratischen Schwindels"). Geleitet durch seine Presse und geblendet vom neuen verlockenden Programm, kehrt das "bürgerliche" wie das "proletarische" Stimmvieh wieder in den gemeinsamen Stall zurück und wählt seine alten Betrüger. (S. 256-257/412)

 

Unser deutsches Volkstum beruht leider nicht mehr auf einem einheitlichen rassischen Kern. Der Prozeß der Verschmelzung der verschiedenen Urbestandteile ist auch noch nicht so weit fortgeschritten, daß man von einer dadurch neugebildeten Rasse spre- chen könnte. Im Gegenteil: die blutsmäßigen Vergiftungen, die unseren Volkskörper, besonders seit dem Dreißigjährigen Kriege, trafen, führten nicht nur zu einer Zersetzung unseres Blutes, sondern auch zu einer solchen unserer Seele. Die offenen Grenzen unseres Vaterlandes, das Anlehnen an ungermanische Fremdkörper längs dieser Grenzgebiete, vor allem aber der starke laufende Zufluß fremden Blutes ins Innere des Reiches selbst, lassen infolge seiner dauernden Erneuerung keine Zeit übrig für eine absolute Verschmelzung. Es wird keine neue Rasse mehr herausgekocht, sondern die Rassebestandteile bleiben nebeneinander, mit dem Ergebnis, daß besonders in kritischen Augenblicken, in denen sich sonst eine Herde zu sammeln pflegt, das deutsche Volk nach allen Windrichtungen auseinanderläuft. (S. 270/436-437, deutsches Volk rassisch minderwertig)

 

Damit tritt an die Stelle eines, im Grunde genommen erstarrten Zustandes eine Periode des Kampfes. Doch wie immer und in allem auf dieser Welt wird auch hier das Wort seine Geltung behalten, daß "wer rastet — rostet", und weiter, daß der Sieg ewig nur im Angriff liegt. (S. 271-272/440, Ankündigung des Angriffskriegs)

 

Die deutsche Jugend wird dereinst entweder der Bauherr eines neuen völkischen Staates sein, oder sie wird als letzter Zeuge den völligen Zusammenbruch, das Ende der bürgerlichen Welt erleben. (S. 277/450)

 

Nein, darüber sollen wir uns alle gar keiner Täuschung hingeben: Unser derzeitiges Bürgertum ist für jede erhabene Aufgabe der Menschheit bereits wertlos geworden, einfach, weil es qualitätslos, zu schlecht ist; und es ist zu schlecht, weniger aus — meinetwegen — gewollter Schlechtigkeit heraus, als vielmehr infolge der unglaublichen Indolenz und allem, was aus ihr entspringt. (S. 277/451)

 

Es soll ein scharfer Unterschied zwischen allgemeiner Bildung und besonderem Fachwissen bestehen. Da letzteres gerade heute immer mehr in den Dienst des reinen Mammons zu sinken droht, muß die allgemeine Bildung, wenigstens in ihrer mehr idealen Einstellung, als Gegengewicht erhalten bleiben. Auch hier muß man unentwegt den Grundsatz einprägen, daß Industrie und Technik, Handel und Gewerbe immer nur zu blühen vermögen, solange eine idealistisch veranlagte Volksgemeinschaft die notwendigen Voraussetzungen bietet. Diese aber liegen nicht in materiellem Egoismus, sondern in verzichtfreudiger Opferbereitschaft. (S. 288/470, bei solchen "Erkenntnissen" haut es einen regelmäßig um)

 

Daß eines Tages ein Krieg kommen könnte, der in Trommelfeuer und Gasschwaden eine gründliche Prüfung der inneren Haltbarkeit patriotischer Gesinnung vornehmen würde, schien niemand für möglich zu halten. Als er dann aber da war, rächte sich der Mangel an höchster nationaler Leidenschaft in furchtbarster Weise. (S. 289/472, AH diagnostiziert militärisches Versagen aufgrund dessen)

 

Das Volk aber, das diesen Weg zuerst betritt (passende Erziehung der Jugend), wird siegen. (S. 291/475, es muss also gar nicht das deutsche sein, welches siegt...)

 

So verfolgt er (der Jude) gegenüber den Millionen deutscher "Bourgeois" und "Proleten", die größtenteils aus mit Feigheit gepaarter Indolenz und Dummheit in ihr Verderben trotten, im höchsten Bewußtsein seines Zukunftszieles, unweigerlich seinen Weg. (S. 307/504)

 

Schon beim ersten Satz, der eine Kritik von Versailles enthielt, konnte man den stereotypen Zwischenruf entgegengeschleudert erhalten: "Und Brest-Litowsk?" "Brest-Litowsk?" So brüllte die Masse immer wieder und wieder, so lange, bis sie allmählich heiser wurde oder der Referent schließlich den Versuch, zu überzeugen, aufgab. Man hätte seinen Kopf gegen die Wand stoßen mögen vor Verzweiflung über solch ein Volk! Es wollte nicht hören, nicht verstehen, daß Versailles eine Schande und Schmach sei, ja nicht einmal, daß dieses Diktat eine unerhörte Ausplünderung unseres Volkes bedeute. Die marxistische Zerstörungsarbeit und die feindliche Vergiftungspropaganda hatten diese Menschen außer jeder Vernunft gebracht. Und dabei durfte man nicht einmal klagen. Denn wie unermeßlich groß war die Schuld auf anderer Seite! Was hatte das Bürgertum getan, um dieser furchtbaren Zersetzung Einhalt zu gebieten, ihr entgegenzutreten und durch eine bessere und gründlichere Aufklärung der Wahrheit die Bahn freizumachen? Nichts und wieder nichts! (S. 315/519)

 

Wir haben wahrlich nicht um die "Gunst der Massen gebuhlt", sondern sind dem Wahnsinn dieses Volkes entgegengetreten, überall. (S. 317/522)

 

(permanente Beleidigung der "Masse", ca. S. 317-321)

 

...und begann, uns eine Zeitlang als wahre Generalverbrecher der Menschheit zu behandeln. (S. 330/544, jemand muss doch etwas bemerkt haben...)

 

Jeder Volkskörper kann in drei große Klassen gegliedert werden: in ein Extrem des besten Menschentums auf der einen Seite, gut im Sinne aller Tugenden, besonders ausgezeichnet durch Mut und Opferfreudigkeit, andererseits ein Extrem des schlech- testen Menschenauswurfs, schlecht im Sinne des Vorhandenseins aller egoistischen Triebe und Laster.

Zwischen beiden Extremen liegt als dritte Klasse die große, breite mittlere Schicht, in der sich weder strahlendes Heldentum noch gemeinste Verbrechergesinnung verkörpert. ...

Der Krieg hat nun in seinem viereinhalbjährigen blutigen Geschehen das innere Gleich- gewicht dieser drei Klassen insofern gestört, als man — bei Anerkennung aller Opfer der Mitte — dennoch feststellen muß, daß er zu einer fast vollständigen Ausblutung des Extrems des besten Menschentums führte. Denn was in diesen viereinhalb Jahren an unersetzlichem deutschem Heldenblut vergossen wurde, ist wirklich ungeheuer. (S. 352/580-582)

 

Die vierhunderttausend, die damals in den Kämpfen von Flandern fielen oder zu Krüppeln wurden, konnten nicht mehr ersetzt werden. Ihr Verlust war mehr als das Ausscheiden einer bloßen Zahl. Durch ihren Tod schnellte die Waage, auf der guten Seite zu wenig beschwert, in die Höhe, und schwerer wogen nun als früher die Elemente der Gemeinheit, der Niedertracht und der Feigheit, kurz die Masse des Extrems des Schlechten.

Denn noch eins kam dazu: Nicht nur, daß auf den Schlachtfeldern das Extrem des Besten in der ungeheuerlichsten Weise durch die viereinhalb Jahre hindurch gelichtet worden war, das Extrem des Schlechten hatte sich in der wundervollsten Art unterdessen konserviert. Sicherlich traf auf jeden sich freiwillig meldenden Helden, der nach heiligem Opfertod dann die Stufen nach Walhall emporstieg, ein Drückeberger, der sehr vorsichtig dem Tode den Rücken kehrte, um sich statt dessen mehr oder weniger nützlich in der Heimat zu betätigen.

So ergibt das Ende des Krieges folgendes Bild: Die mittlere breite Schicht der Nation hat ihren Zoll an pflichtgemäßen Blutopfern gebracht; das Extrem der Besten hat sich in vorbildlichem Heldentum fest restlos aufgeopfert; das Extrem der Schlechten, unter- stützt durch unsinnigste Gesetze einerseits und durch die Nichtanwendung der Kriegsartikel andererseits, ist leider ebenso restlos erhalten geblieben.

Dieser wohlkonservierte Abschaum unseres Volkskörpers hat dann die Revolution gemacht, und er konnte sie nur machen, weil das Extrem bester Elemente ihm nicht mehr gegenüberstand: — es war nicht mehr am Leben.

Damit aber war die deutsche Revolution von vornherein nur eine bedingt populäre Sache. Nicht das deutsche Volk an sich hat diese Kainstat verbrochen, sondern das lichtscheue Gesindel seiner Deserteure, Zuhälter usw. (S. 353/582-583)

 

Zum zweiten Punkt wäre folgendes zu bemerken: Der tiefere Grund für die Feigheit der

"staatserhaltenden" Parteien ist vor allem das Ausscheiden des aktivistischen, gut gesinnten Teiles unseres Volkes aus ihren Reihen, der im Felde verblutete. (S. 359/594)

 

Millionen deutscher Dummköpfe plapperten dann diesen Unsinn ("reine Geistigkeit" des (innenpolitischen) Kampfes) nach,... (S. 361/596)

 

Wenn eine Bewegung die Absicht hegt, eine Welt einzureißen und eine neue an ihrer Stelle zu erbauen,... (S. 391/651)

 

Die Erkenntnis in ihrer passiven Form entspricht der Majorität der Menschheit, die träge und feige ist. (S. 392/652, also auch die Deutschen)

 

Freilich muß man hier unterscheiden zwischen den verantwortlichen oder besser "ver- antwortlichseinsollenden" Führern unserer Staatsgeschäfte, dem Durchschnitt unserer

parlamentarischen Politikaster und der großen stupiden Hammelherde unseres schafsgeduldigen Volkes. Die einen wissen, was sie wollen. Die anderen machen mit, entweder weil sie es wissen oder doch zu feige sind, dem Erkannten und als schädlich Empfundenen rücksichtslos entgegenzutreten. Die übrigen aber fügen sich aus Unverständnis und Dummheit. (S. 411/685)

 

Da Deutschland sich niemals wehrt, außer durch ein paar flammende "Proteste" unserer parlamentarischen Auslese, die übrige Welt aber keinen Grund hat, zu unserem Schutze zu kämpfen, und der liebe Gott feige Völker prinzipiell nicht frei macht — entgegen dem dahin zielenden Geflenne unserer vaterländischen Verbände —, so bleibt selbst den Staaten, die kein direktes Interesse an unserer vollständigen Vernichtung besitzen, gar nichts anderes übrig, als an den Raubzügen Frankreichs teilzunehmen, und wäre es nur aus dem Grunde, durch ein solches Mitgehen und Teilnehmen am Raube wenigstens die ausschließliche Stärkung Frankreichs allein zu verhindern. (S. 419/701)

 

In unserem blutsmäßig außerordentlich zerrissenen Volkskörper... (S. 420/703)

 

Öfter als einmal haben sich Tausende und Tausende junge Deutsche gefunden mit dem opferbereiten Entschluß, das jugendliche Leben so wie 1914 wieder freiwillig und freudig auf dem Altar des geliebten Vaterlandes zum Opfer zu bringen. (S. 425/713)

 

So wird das deutsche Volk seine Zukunft nur als Weltmacht vertreten können. (S. 433/728-729)

 

Zehn deutsche Generationen ohne korrigierende und erziehende militärische Aus- bildung, den üblen Wirkungen ihrer blutsmäßigen und dadurch weltanschaulichen Zerrissenheit überlassen — und unser Volk hätte wirklich den letzten Rest einer selbständigen Existenz auf diesem Planeten verloren. (S. 436-437/734-735, also ohne militärische Erziehung ist der Deutsche eigentlich wertlos...)

 

Wir schwärmen auch heute noch von einem Heroismus, der unserem Volke Millionen seiner edelsten Blutträger raubte, im Endergebnis jedoch vollkommen unfruchtbar blieb. (S. 437/735, auch wenn er da von irgendwelchen Auseinandersetzungen der Vergangenheit redet, selbst tut er nichts anderes...)

 

Wir Nationalsozialisten haben jedoch noch weiter zu gehen: Das Recht auf Grund und Boden kann zur Pflicht werden, wenn ohne Bodenerweiterung ein großes Volk dem Untergang geweiht erscheint. Noch ganz besonders dann, wenn es sich dabei nicht um ein x-beliebiges Negervölkchen handelt, sondern um die germanische Mutter all des Lebens, das der heutigen Welt ihr kulturelles Bild gegeben hat. Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein. Zur Weltmacht aber braucht es jene Größe, die ihm in der heutigen Zeit die notwendige Bedeutung und seinen Bürgern das Leben gibt. (S. 440/741-742)

 

Der Zeiger der Weltuhr ist ... weiter vorgerückt, und in gewaltigen Schlägen kündigt sie uns jene Stunde an, in der unseres Volkes Schicksal so oder so entschieden sein muß. (S. 446/753)

 

In seinen "Drei Bekenntnissen" greift deshalb auch Clausewitz in unvergleichlicher Weise diesen Gedanken heraus und nagelt ihn fest für alle Zeiten, indem er spricht: "daß der Schandfleck einer feigen Unterwerfung nie zu verwischen ist; daß dieser Gifttropfen in dem Blute eines Volkes in die Nachkommenschaft übergeht und die Kraft später Geschlechter lähmen und untergraben wird"; daß demgegenüber "selbst der Untergang dieser Freiheit nach einem blutigen und ehrenvollen Kampf die Wiedergeburt des Volkes sichert und der Kern des Lebens ist, aus dem einst ein neuer Baum die sichere Wurzel schlägt".

Natürlich wird sich eine ehr- und charakterlos gewordene Nation um solche Lehre nicht kümmern. (S. 450/759-760)

 

Die Entwicklung seit dem Jahre 1918 zeigt uns an, daß in Deutschland die Hoffnung, durch freiwillige Unterwerfung die Gnade der Sieger gewinnen zu können, leider in verhängnisvoller Weise die politische Einsicht und das Handeln der breiten Masse bestimmt. (S. 451/760)

 

Dies ist eben jener "Gifttropfen", von dem Clausewitz spricht: die zuerst begangene Charakterlosigkeit, die sich selbst immer weiter steigern muß und die allmählich als schlimmstes Erbe jeden künftigen Entschluß belastet. Sie kann zum furchtbaren Bleigewicht werden, das ein Volk dann kaum mehr abzuschütteln vermag, sondern von dem es endgültig hinuntergezogen wird in das Dasein einer Sklavenrasse. (S. 451/761)

 

Man weiß ja nicht, was in dieser bürgerlichen Welt größer ist, die Trottelhaftigkeit, die Schwäche und Feigheit oder die durch und durch verlumpte Gesinnung. (S. 457/772)

 

 

 

Die Schwierigkeiten des Vorgehens mit letzten und brutalsten Mitteln gegen das staatsfeindliche Verbrechertum liegt ja nicht zum wenigsten gerade in der Unsicherheit des Urteils über die inneren Beweggründe oder Ursachen solcher Zeiterscheinungen.

Diese Unsicherheit ist nur zu begründet im Gefühl einer eigenen Schuld an solchen Tragödien der Verkommenheit; sie lähmt aber nun jeden ernsten und festen Entschluß und hilft so mit an der, weil schwankend, auch schwachen und halben Durchführung selbst der notwendigsten Maßnahmen derSelbsterhaltung.

Erst wenn einmal eine Zeit nicht mehr von den Schatten des eigenen Schuld-bewußtseins umgeistert ist, erhält sie mit der innere Ruhe auch die äußere Kraft, brutal und rücksichtslos die wilden Schößlinge herauszuschneiden, das Unkraut auszujäten. (S. 33/30, Ankündigung der Unterdrückungsmaßnahmen)

 

Die schwerste Schuld lag nun in meinen Augen nicht mehr bei ihm (dem von "den Juden" verführten Arbeiter), sondern bei all denen, die es nicht der Mühe wert fanden, sich seiner zu erbarmen, in eiserner Gerechtigkeit dem Sohne des Volkes zu geben, was ihm gebührt, den Verführer und Verderber aber an die Wand zu schlagen.

(S. 56/67-68, nächste Unterdrückungsankündigung)

 

Staatsautorität als Selbstzweck kann es nicht geben, da in diesem Falle jede Tyrannei auf dieser Welt unangreifbar und geheiligt wäre. Wenn durch die Hilfsmittel der Regierungsgewalt ein Volkstum dem Untergang entgegengeführt wird, dann ist die Rebellion eines jeden Angehörigen eines solchen Volkes nicht nur Recht, sondern Pflicht. Die Frage aber, wann ein solcher Fall gegeben sei, wird nicht entschieden durch theoretische Abhandlungen, sondern durch die Gewalt und den Erfolg. (S. 77-78/104)

 

Was aber mußte man nun tun? Die Führer der ganzen Bewegung sofort hinter Schloß und Riegel setzen, ihnen den Prozeß machen und sie der Nation vom Halse schaffen. Man mußte rücksichtslos die gesamten militärischen Machtmittel einsetzen zur Aus- rottung dieser Pestilenz. Die Parteien waren aufzulösen, der Reichstag wenn nötig mit Bajonetten zur Vernunft zu bringen, am besten aber sofort aufzuheben. (S. 127/186, Ausschaltung der inneren Opposition, ja des Parlamentarismus selbst wäre nach AH schon 1914 nötig gewesen, Vorwegnahme der eigenen Unterdrückungsmaßnahmen)

 

Dieses war das Ergebnis des Munitionsstreiks (gemeint ist der Januarstreik von 1918). Er stärkte den Siegesglauben der feindlichen Völker und behob die lähmende Verzweiflung der alliierten Front — in der Folge hatten Tausende von deutschen Soldaten dies mit ihrem Blute zu bezahlen. Die Urheber dieses niederträchtigsten Schurkenstreiches aber waren die Anwärter auf die höchsten Staatsstellen des Deutschlands der Revolution. (S. 145/217)

 

Je mehr ich mir in dieser Stunde über das ungeheure Ereignis klar zu werden versuchte, um so mehr brannte mir die Scham der Empörung und der Schande in der Stirn. Was war der ganze Schmerz der Augen gegen diesen Jammer? Was folgte, waren entsetzliche Tage und noch bösere Nächte — ich wußte, daß alles verloren war. Auf die Gnade des Feindes zu hoffen, konnten höchstens Narren fertigbringen oder — Lügner und Verbrecher. In diesen Nächten wuchs mir der Haß, der Haß gegen die Urheber dieser Tat (der Kapitulation, S. 150/224-225).

 

Daß durch kluge und dauernde Anwendung der Propaganda einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden kann und umgekehrt das elendeste Leben als Paradies,... (S. 194/302)

 

...wenn man neben der Führung des positives Kampfes für die eigenen Ziele den Gegner dieser Ziele vernichtet. (S. 234/372, Ankündigung der Vernichtung der Juden, der inneren und äußeren Gegner)

 

Die NSDAP durfte nicht ein Büttel der öffentlichen Meinung, sondern mußte ein Gebieter der selben werden. Nicht Knecht soll sie der Masse sein, sondern Herr! (S. 315/520)

 

Es war gleich von Beginn an wichtig, in unseren Versammlungen blinde Disziplin ein- zuführen... (S. 329/541)

 

Hätte man zu Kriegsbeginn und während des Krieges einmal zwölf- oder fünfzehntausend dieser hebräischen Volksverderber so unter Giftgas gehalten, wie Hunderttausende unserer allerbesten deutschen Arbeiter aus allen Schichten und Berufen es im Felde erdulden mußten, dann wäre das Millionenopfer der Front nicht vergeblich gewesen. Im Gegenteil: Zwölftausend Schurken zur rechten Zeit beseitigt, hätten vielleicht einer Million ordentlicher, für die Zukunft wertvoller Deutschen das Leben gerettet. (S. 457/772, Ankündigung der Judenvergasung)

 

 

 

Da im allgemeinen leider nur zu häufig die besten Nationen oder, noch richtiger, die einzigen wahrhaften Kulturrassen, die Träger alles menschlichen Fortschrittes, sich in ihrer pazifistischen Verblendung entschließen, auf neuen Bodenerwerb Verzicht zu leisten, um sich mit "innerer" Kolonisation zu begnügen, minderwertige Nationen aber ungeheure Lebensflächen auf dieser Welt sich zu sichern verstehen, würde dies zu folgendem Endergebnis führen: Die kulturell besseren, allein minder rücksichtslosen Rassen müßten schon zu einer Zeit ihre Vermehrung infolge ihres beschränkten Bodens begrenzen, da die kulturell tieferen, aber naturhaft-brutaleren Völker infolge größter Lebensflächen noch ins Unbegrenzte hinein sich fortzuvermehren in der Lage sein würden. Mit anderen Worten: Die Welt wird damit eines Tages in den Besitz der kulturell minderwertigeren, jedoch tatkräftigeren Menschheit kommen.

Dann gibt es in einer, wenn auch noch so fernen Zukunft nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Welt wird regiert nach den Vorstellungen unserer modernen Demokratie, dann füllt das Schwergewicht jeder Entscheidung zugunsten der zahlenmäßig stärkeren Rassen aus, oder die Welt wird beherrscht nach den Gesetzen der natürlichen Kraftordnung, dann siegen die Völker des brutalen Willens und mithin eben wieder nicht die Nation der Selbstbeschränkung.

Daß aber diese Welt dereinst noch schwersten Kämpfen um das Dasein der Menschheit ausgesetzt sein wird, kann niemand bezweifeln. Am Ende siegt ewig nur die Sucht der Selbsterhaltung. Unter ihr schmilzt die sogenannte Humanität als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen wie Schnee in der Märzensonne. (S. 104/148-149)

 

Im ewigen Kampfe ist die Menschheit groß geworden im ewigen Frieden geht sie zugrunde. (S. 104/149, ohne Krieg geht nichts)

 

Wenn diese Erde wirklich für alle Raum zum Leben hat, dann möge man uns also den uns zum Leben notwendigen Boden geben. Man wird das freilich nicht gerne tun. Dann jedoch tritt das Recht der Selbsterhaltung in seine Wirkung; und was der Güte verweigert wird, hat eben die Faust sich zu nehmen. (S. 106/152)

 

Für Deutschland lag demnach die einzige Möglichkeit zur Durchführung einer gesunden Bodenpolitik nur in der Erwerbung von neuem Lande in Europa selber. Kolonien können diesem Zweck so lange nicht dienen, als sie nicht zur Besiedelung mit Europäern in größtem Maße geeignet erscheinen. Auf friedlichem Wege aber waren solche Kolonialgebiete im neunzehnten Jahrhundert nicht mehr zu erlangen. Es würde mithin auch eine solche Kolonialpolitik nur auf dem Wege eines schweren Kampfes durchzuführen gewesen sein, der aber dann zweckmäßiger nicht für außereuropäische Gebiete, sondern vielmehr für Land im Heimatkontinent selbst ausgefochten worden wäre.

Ein solcher Entschluß erfordert dann freilich ungeteilte Hingabe. Es geht nicht an, mit halben Mitteln oder auch nur zögernd an eine Aufgabe heranzutreten, deren Durchführung nur unter Anspannung aber auch der letzten Energie möglich erscheint. Dann mußte auch die gesamte politische Leitung des Reiches diesem aus- schließlichen Zwecke huldigen; niemals durfte ein Schritt erfolgen, von anderen Erwägungen geleitet als von der Erkenntnis dieser Aufgabe und ihrer Bedingungen. Man hatte sich Klarheit zu verschaffen, daß dieses Ziel nur unter Kampf zu erreichen war, und mußte dem Waffengange dann aber auch ruhig und gefaßt ins Auge sehen.

So waren die gesamten Bündnisse ausschließlich von diesem Gesichtspunkte aus zu prüfen und ihrer Verwertbarkeit nach zu schätzen. Wollte man in Europa Grund und Boden, dann konnte dies im großen und ganzen nur auf Kosten Rußlands geschehen, dann mußte sich das neue Reich wieder auf der Straße der einstigen Ordensritter in Marsch setzen, um mit dem deutschen Schwert dem deutschen Pflug die Scholle, der Nation aber das tägliche Brot zu gehen. (S. 107/153-154)

 

Ein Bund wird aber umgekehrt um so stärker sein, je mehr die einzelnen Kontrahenten zu hoffen vermögen, durch ihn bestimmte, greifbare, expansive Ziele erreichen zu können. Auch hier wie überall liegt die Stärke nicht in der Abwehr, sondern im Angriff. (S. 111-112/160-161)

 

Es kommt aber hierzu noch etwas anderes: Jede Weltanschauung, mag sie mehr religiöser oder politischer Art sein — manchmal ist hier die Grenze nur schwer festzustellen —, kämpft weniger für die negative Vernichtung der gegnerischen Ideenwelt als vielmehr für die positive Durchsetzung der eigenen. Damit aber ist ihr Kampf weniger Abwehr als Angriff. Sie ist dabei schon in der Bestimmung des Zieles im Vorteil, da ja dieses Ziel den Sieg der eigenen Idee darstellt, während umgekehrt es nur schwer zu bestimmen ist, wann das negative Ziel der Vernichtung einer feindlichen Lehre als erreicht und gesichert angesehen werden darf. Schon deshalb wird der Angriff der Weltanschauung planvoller, aber auch gewaltiger sein als die Abwehr einer solchen; wie denn überhaupt auch hier die Entscheidung dem Angriff zukommt und nicht der Verteidigung. Der Kampf gegen eine geistige Macht mit Mitteln der Gewalt ist daher so lange nur Verteidigung, als das Schwert nicht selber als Träger, Verkünder und Verbreiter einer neuen geistigen Lehre auftritt.

(S. 128/188-189, in Bezugnahme auf den Islamofaschismuskrieg hat er recht)

 

Selbst die Kapitulation aber wäre nur mit dem Verstande unterzeichnet worden, währ- end das Herz schon der kommenden Erhebung geschlagen hätte. (S. 165/251)

 

Da fielen plötzlich vom Saaleingang zum Podium her zwei Pistolenschüsse, und nun ging eine wilde Knallerei los. Fast jubelte einem doch wieder das Herz angesichts solcher Auffrischung alter Kriegserlebnisse. (S. 344/566-567, immer muss es krachen...)

 

Denn unterdrückte Länder werden nicht durch flammende Proteste in den Schoß eines gemeinsamen Reiches zurückgeführt, sondern durch ein schlagkräftiges Schwert. (S. 412/689)

 

Der richtige Weg wäre schon damals der dritte gewesen: Stärkung der Kontinentalmacht durch Gewinnung neuen Bodens in Europa, wobei gerade dadurch eine Ergänzung durch spätere koloniale Gebiete in den Bereich des natürlich Möglichen gerückt erschien. Diese Politik wäre allerdings nur durchführbar gewesen im Bunde mit England oder unter einer so abnormen Förderung der militärischen Machtmittel, daß auf vierzig oder fünfzig Jahre kulturelle Aufgaben vollständig in den Hintergrund gedrängt worden wären. Dies hätte sich sehr wohl verantworten lassen. (S. 413/ 690-691)

 

Der unerbittliche Todfeind des deutschen Volkes ist und bleibt Frankreich. Ganz gleich, wer in Frankreich regierte oder regieren wird, ob Bourbonen oder Jakobiner, Napoleoniden oder bürgerliche Demokraten, klerikale Republikaner oder rote Bol- schewisten: das Schlußziel ihrer außenpolitischen Tätigkeit wird immer der Versuch einer Besitzergreifung der Rheingrenze sein und einer Sicherung dieses Stromes für Frankreich durch ein aufgelöstes und zertrümmertes Deutschland.

England wünscht kein Deutschland als Weltmacht, Frankreich aber keine Macht, die Deutschland heißt: ein denn doch sehr wesentlicher Unterschied! (S. 418/699)

 

Wenn die nationalsozialistische Bewegung wirklich die Weihe einer großen Mission für unser Volk vor der Geschichte erhalten will, muß sie, durchdrungen von der Erkenntnis und erfüllt vom Schmerz über seine wirkliche Lage auf dieser Erde, kühn und zielbewußt den Kampf aufnehmen gegen die Ziellosigkeit und Unfähigkeit, die bisher unser deutsches Volk auf seinen außenpolitischen Wegen leiteten. Sie muß dann, ohne Rücksicht auf "Traditionen" und Vorurteile, den Mut finden, unser Volk und seine Kraft zu sammeln zum Vormarsch auf jener Straße, die aus der heutigen Beengtheit des Lebensraumes dieses Volk hinausführt zu neuem Grund und Boden und damit auch für immer von der Gefahr befreit, auf dieser Erde zu vergehen oder als Sklavenvolk die Dienste anderer besorgen zu müssen. Die nationalsozialistische Bewegung muß versuchen, das Mißverhältnis zwischen unserer Volkszahl und unserer Bodenfläche — diese als Nährquelle sowohl wie auch als machtpolitischer Stützpunkt angesehen —, zwischen unserer historischen Vergangenheit und der Aussichtslosigkeit unserer Ohnmacht in der Gegenwart zu beseitigen. (S. 435/731-732, Kriegsankündigung)

 

Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete. Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen Europas und weisen den Blick nach dem Land im Osten. Wir schließen endlich die Kolonial- und Handelspolitik der Vorkriegszeit ab und gehen über zur Bodenpolitik der Zukunft.

Wenn wir aber heute in Europa von neuem Grund und Boden reden, können wir in erster Linie nur an Rußland und die ihm untertanen Randstaaten denken. (S. 440-441/742)

 

Das Schicksal selbst scheint uns hier einen Fingerzeig geben zu wollen. Indem es Rußland dem Bolschewismus überantwortete, raubte es dem russischen Volke jene Intelligenz, die bisher dessen staatlichen Bestand herbeiführte und garantierte. ... So unmöglich es dem Russen an sich ist, aus eigener Kraft das Joch der Juden abzuschütteln, so unmöglich ist es dem Juden, das mächtige Reich auf die Dauer zu erhalten. Er selbst ist kein Element der Organisation, sondern ein Ferment der Dekomposition. Das Riesenreich im Osten ist reif zum Zusammenbruch. Und das Ende der Judenherrschaft in Rußland wird auch das Ende Rußlands als Staat sein. Wir sind vom Schicksal ausersehen, Zeugen einer Kraftprobe zu werden, die die gewaltigste Bestätigung für die Richtigkeit der völkischen Rassentheorie sein wird. (S. 441/742-743)

 

Ein Bündnis, dessen Ziel nicht die Absicht zu einem Kriege umfaßt, ist sinn- und wertlos. Bündnisse schließt man nur zum Kampf. (S. 444/749)

 

Duldet niemals das Entstehen zweier Kontinentalmächte in Europa! Seht in jeglichem Versuch, an den deutschen Grenzen eine zweite Militärmacht zu organisieren, und sei es auch nur in Form der Bildung eines zur Militärmacht fähigen Staates, einen Angriff gegen Deutschland und erblickt darin nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, mit allen Mitteln, bis zur Anwendung von Waffengewalt, die Entstehung eines solchen Staates zu verhindern, beziehungsweise einen solchen, wenn er schon entstanden, wieder zu zerschlagen. (S. 447/754)

 

Damit aber würde der Bund (mit England und Italien) Deutschland die Möglichkeit geben, in aller Ruhe diejenigen Vorbereitungen zu treffen, die im Rahmen einer solchen Koalition für eine Abrechnung mit Frankreich so oder so getroffen werden müßten. (S. 447/755)

 

Dies (der "unausweichliche Kampf gegen Frankreich") bedeutete dann allerdings einen Kampf auf Leben und Tod, und Aussicht zum Leben war nur vorhanden, wenn es vorher gelang, Frankreich so weit zu isolieren, daß dieser zweite Kampf nicht mehr ein Ringen Deutschlands gegen die Welt sein mußte, sondern eine Verteidigung Deutschlands gegen das die Welt und ihren Frieden dauernd störende Frankreich darstellte. (S. 453/765)

 

 

 

(Nach, mit scheinbar viel und gründlichem Verständnis, Beschreibung der sozial-individuellen Fehlentwicklung)

Und kämpfen kann ich nur für etwas, das ich liebe, lieben nur, was ich achte,... (S. 35-36/34-35)

 

Was mir erst als unüberbrückbare Kluft erschien, sollte nun Anlaß zu einer größeren Liebe als jemals zuvor werden. Nur ein Narr vermag bei Kenntnis dieser ungeheuren Vergiftungsarbeit das Opfer auch noch zu verdammen. (S. 41/44, als Wahnsinniger ist AH euphemistisch ein Narr...)

 

Das danke ich am inständigsten meiner damaligen Leidenszeit, daß sie allein mir mein Volk wiedergegeben hat, daß ich die Opfer unterscheiden lernte von den Verführern. (S. 43/46-47)

 

AH, der Menschenrechtler:

Menschenrecht bricht Staatsrecht. (S.78/105)

 

Denn auf die Dauer werden Regierungssysteme nicht gehalten durch den Druck der Gewalt, sondern durch den Glauben an ihre Güte und an die Wahrhaftigkeit in der Vertretung und Förderung der Interessen eines Volkes. (S. 198/309, ach nein...)

 

Nach unserer heutigen bürgerlichen Staatsauffassung hat der Divisionär, der seinerzeit von oben den Befehl erhielt, nicht zu schießen, pflichtgemäß und damit recht gehandelt, indem er nicht schoß, da der bürgerlichen Welt der gedankenlose formale Gehorsam wertvoller ist als das Leben des eigenen Volkes. Nach nationalsozialistischer Auffassung tritt aber in solchen Augenblicken nicht der Gehorsam gegenüber schwa- chen Vorgesetzten in Kraft, sondern der Gehorsam gegenüber der Volksgemeinschaft. Es tritt in einer solchen Stunde die Pflicht der persönlichen Verantwortung einer ganzen Nation gegenüber in Erscheinung.

Daß eine lebendige Auffassung dieser Begriffe in unserem Volk oder, besser, in unseren Regierungen verlorengegangen war, um dort einer rein doktrinären und formalen zu weichen, war die Ursache des Gelingens der Revolution. (S. 359/593-594, später wird gerade "doktrinäre" Pflichterfüllung gefordert, von den Verschwörern des 20.Juli auch fälschlich mit einkalkuliert, und die Naziverbrecher berufen sich in ihren Prozessen darauf)

 

Indem sie aber den deutschen Arbeiter mit dem Marxismus identifizieren, begehen sie nicht nur eine ebenso feige wie verlogene Fälschung an der Wahrheit,... (S. 362/599, ich behaupte, AH begeht diese Fälschung selbst...)

 

In Koburg selbst aber hat immerhin ein Teil der marxistischen Arbeiterschaft, der übrigens selbst nur als verführt angesehen werden mußte, durch die Fäuste natio-nalsozialistischer Arbeiter belehrt, einsehen gelernt, daß auch diese Arbeiter für Ideale kämpfen, da man sich erfahrungsgemäß nur für etwas, an das man glaubt und das man liebt, auch schlägt. (S. 373/618)

 

Was aber nun den Versuch vieler unserer Volksgenossen betrifft, der Regierung für ihr Handeln die derzeitige jämmerliche Mentalität unseres Volkes zugute zu halten oder gar als Entschuldigung gelten zu lassen, so muß man hiergegen schärfstens Stellung nehmen.

Sicherlich ist die Charakterlosigkeit unseres Volkes seit sechs Jahren eine tieftraurige, die Gleichgültigkeit den wichtigsten Belangen des Volkstums gegenüber eine wahrhaft niederdrückende, die Feigheit aber manches Mal himmelschreiend. Allein man soll doch nie vergessen, daß es sich dabei dennoch um ein Volk handelt, das wenige Jahre vorher der Welt das bewunderungswürdigste Beispiel höchster menschlicher Tugenden geboten hat. Angefangen von den Augusttagen 1914 bis zum Ende des gewaltigen Völkerringens hat kein Volk der Erde mehr an männlichem Mut, zäher Ausdauer und geduldigem Ertragen offenbart als unser heute so armselig gewordenes deutsches Volk. Niemand wird behaupten wollen, daß die Schmach unserer jetzigen Zeit der charakteristische Wesensausdruck unseres Volkstums sei. (S. 425/712-713)

 

 

 

Man hatte sich nach dem wundervollen Siegeszuge der Heldenheere im Deutsch-

Französischen Kriege... (S. 21/9)

 

In der Größe des Staatsgebietes liegt damit immer noch ein gewisser Schutz gegen leichtfertige Angriffe, da ein Erfolg dabei nur nach langen, schweren Kämpfen zu erzie- len ist, mithin das Risiko eines übermütigen Überfalles zu groß erscheinen wird, sofern nicht ganz außerordentliche Gründe vorliegen. Daher liegt schon in der Größe des Staates an sich ein Grund zur leichteren Erhaltung der Freiheit und Unabhängigkeit ein- es Volkes, während umgekehrt die Kleinheit eines solchen Gebildes zur Inbesitznahme geradezu herausfordert. (S. 105/150, Menetekel betreffend Russlandkrieg)

 

Die Stellung Englands kann infolge seiner Sprach- und Kulturgemeinschaft mit der amerikanischen Union allein schon mit keinem sonstigen Staat in Europa verglichen werden. (S. 107/153, Menetekel betreffend angloamerikanischen Krieg)

 

Für eine solche Politik allerdings gab es in Europa nur einen einzigen Bundes-genossen: England. (S. 107/154, strategischer Fehlschluss)

 

Englands Geneigtheit zu gewinnen, durfte dann aber kein Opfer zu groß sein, Es war auf Kolonien und Seegeltung zu verzichten, der britischen Industrie aber die Konkurrenz zu ersparen. (S. 107/154, ds., zuzüglich mangelnder industrieller Rüstungsbasis)

 

Es gab eine Zeit, da England in diesem Sinne hätte mit sich reden lassen (Fehlschluss, siehe Kapitel "Alternativen" im ersten Teil, Einzelheiten aber möglicherweise der Öffentlichkeit in den 1920ern nicht bekannt). Da es sehr wohl be- griffen hatte, daß Deutschland infolge seiner Bevölkerungszunahme nach irgendeinem Ausweg suchen müsse und entweder mit England diesen in Europa fände oder ohne England in der Welt.

Dieser Ahnung war es wohl auch in erster Linie zuzuschreiben, wenn um die Jahrhundertwende von London selber aus versucht wurde, Deutschland näherzutreten. Zum ersten Male zeigte sich damals, was wir in den letzten Jahren in wahrhaft erschreckender Weise beobachten konnten. Man war unangenehm berührt bei dem Gedanken, für England Kastanien aus dem Feuer holen zu müssen; als ob es überhaupt ein Bündnis auf einer anderen Grundlage als der eines gegenseitigen Geschäftes geben könnte. Mit England ließ sich aber ein solches Geschäft sehr wohl machen. Die britische Diplomatie war noch immer klug genug, zu wissen, daß ohne Gegenleistung keine Leistung zu erwarten ist (wie gesagt, die britische Strategie ließ keine Übereinkunft mit Deutschland zu, Hitler war sich darüber nicht im Klaren).

Man stelle sich aber vor, daß eine kluge deutsche Außenpolitik die Rolle Japans im Jahre 1904 übernommen hätte, und man kann kaum ermessen, welche Folgen dies für Deutschland gehabt haben würde.

Es wäre niemals zu einem "Weltkriege" gekommen.

Das Blut im Jahre 1904 hatte das Zehnfache der Jahre 1914 bis 1918 erspart. Welche Stellung aber würde Deutschland heute in der Welt einnehmen! (S. 108/154-155, man stelle sich vor, das Deutsche Reich wäre 1904/05 Russland in den Rücken gefallen...)

 

Das Gerede von der "wirtschaftsfriedlichen" Eroberung der Welt war wohl der größte Unsinn, der jemals zum leitenden Prinzip der Staatspolitik erhoben wurde. Dieser Unsinn wurde noch größer dadurch, daß man sich nicht scheute, England als Kronzeugen für die Möglichkeit einer solchen Leistung anzurufen. Was dabei unsere professorale Geschichtslehre und Geschichtsauffassung mitverbrochen hat, kann kaum wieder gutgemacht werden und ist nur der schlagende Beweis dafür, wieviele Leute Geschichte "lernen", ohne sie zu verstehen oder gar zu begreifen. Gerade in England hatte man die schlagende Widerlegung dieser Theorie erkennen müssen; hat doch kein Volk mit größter Brutalität seine wirtschaftlichen Eroberungen mit dem Schwerte besser vorbereitet und später rücksichtslos verteidigt als das englische. Ist es nicht geradezu das Merkmal britischer Staatskunst, aus politischer Kraft wirtschaftliche Erwerbungen zu ziehen und jede wirtschaftliche Stärkung sofort wieder in politische Macht umzugießen? Dabei welch ein Irrtum, zu meinen, daß England etwa persönlich zu feige wäre, für seine Wirtschaftspolitik auch das eigene Blut einzusetzen! Daß das englische Volk kein "Volksheer" besaß, bewies hier in keiner Weise das Gegenteil; denn nicht auf die jeweilige militärische Form der Wehrmacht kommt es hierbei an, als vielmehr auf den Willen und die Entschlossenheit, die vorhandene einzusetzen. England besaß immer die Rüstung, die es eben nötig hatte. Es kämpfte immer mit den Waffen, die der Erfolg verlangte. Es schlug sich mit Söldnern, solange Söldner genügten; es griff aber auch tief hinein in das wertvolle Blut der ganzen Nation, wenn nur mehr ein solches Opfer den Sieg bringen konnte; immer aber blieb die Entschlossenheit zum Kampf und die Zähigkeit wie rücksichtslose Führung desselben die gleiche. (S. 110/158, wenn der potenzielle Verbündete SO aussieht...)

 

Niemals würde die sich seit König Eduards einleitendem Wirken bildende Weltkoalition zustande gekommen sein,... (S. 112/162,ds.)

 

Es war zum Beispiel grundfalsch, den Gegner lächerlich zu machen, wie dies die österreichische und deutsche Witzblattpropaganda vor allem besorgte. Grundfalsch deshalb, weil das Zusammentreffen in der Wirklichkeit dem Manne vom Gegner sofort eine ganz andere Überzeugung beibringen mußte, etwas, was sich dann auf das fürchterlichste rächte; denn nun fühlte sich der deutsche Soldat unter dem unmittelbaren Eindruck des Widerstandes des Gegners von den Machern seiner bisherigen Aufklärung getäuscht, und an Stelle einer Stärkung seiner Kampflust oder auch nur Festigkeit trat das Gegenteil ein. Der Mann verzagte. (S. 134/198-199, der Fehler wurde wiederholt, "Untermensch", "vernegert-verjudet")

 

Der Verzicht auf die Gewinnung neuen Bodens und ihr Ersatz durch den Wahn einer weltwirtschaftlichen Eroberung mußte am Ende zu einer ebenso schrankenlosen wie schädlichen Industrialisierung führen. (S. 167/255)

 

Natürlich: Kriecher und Speichellecker lassen sich für ihren Herrn nicht totschlagen. Daß die Monarchen dies niemals wissen und fast grundsätzlich auch nicht lernen, ist von jeher zu ihrem Verderben geworden. (S. 171/261, mach's nochmal..)

 

Würde ab heute jede weitere arische Einwirkung auf Japan unterbleiben, angenommen Europa und Amerika (würden) zugrunde gehen, so könnte eine kurze Zeit noch der heutige Aufstieg Japans in Wissenschaft und Technik anhalten; allein schon in wenigen Jahren würde der Brunnen versiegen, die japanische Eigenart gewinnen, aber die neue Kultur erstarren und wieder in den Schlaf zurücksinken, aus dem sie vor sieben Jahrzehnten durch die arische Kulturwelle aufgescheucht wurde. Daher ist, genau so wie die heutige japanische Entwicklung arischem Ursprung das Leben verdankt, auch einst in grauer Vergangenheit fremder Einfluß und fremder Geist der Erwecker der damaligen japanischen Kultur gewesen. Den besten Beweis hierfür liefert die Tatsache der späteren Verknöcherung und vollkommenen Erstarrung derselben. Sie kann bei einem Volke nur eintreten, wenn der ursprünglich schöpferische Rassekern verlorenging oder die äußere Einwirkung später fehlte, die den Anstoß und das Material zur ersten Entwicklung auf kulturellem Gebiet gab. Steht aber fest, das ein Volk seine Kultur in den wesentlichsten Grundstoffen von fremden Rassen erhält, aufnimmt und verarbeitet, um dann nach dem Ausbleiben weiteren äußeren Einflusses immer wieder zu erstarren, kann man solch eine Rasse wohl als eine "kulturtragende", aber niemals als eine "kulturschöpferische" bezeichnen. (S. 203/318-319, Beleidigung des späteren Achsenpartners)

 

So wird das englische Volk so lange als wertvollster Bundesgenosse auf der Welt zu gelten haben, solange es in seiner Führung und im Geiste der breiten Masse jene Brutalität und Zähigkeit erwarten läßt, die entschlossen sind, einen einmal begonnenen Kampf ohne Rücksicht auf Zeit und Opfer mit allen Mitteln bis zum siegreichen Ende durchzufechten, wobei die augenblicklich vorhandene militärische Rüstung in keinem Verhältnis zu der anderer Staaten zu stehen braucht. (S. 231/366)

 

Wie gesagt, es gehört schon ein gläubiges Gemüt dazu, sich einem solchen Spieler gegenüber an Regeln zu binden, die für diesen immer nur zum Bluff oder zum eigenen Nutzen vorhanden sind, die über Bord geschleudert werden, sobald sie seinen Vorteilen nicht mehr entsprechen. (S. 258/414, Stalin hätte sich nie Illusionen zu machen brauchen...)

 

Im schweren Schicksalskampf unterliegt selten der, der am wenigsten weiß, sondern immer derjenige, der aus seinem Wissen die schwächsten Konsequenzen zieht und sie am kläglichsten in die Tat umsetzt. (S. 278/452-453, bewusste Kläglichkeit des nationalsozialistisch-militärischen Gedankenguts)

 

Dieses Selbstvertrauen aber muß schon von Kindheit auf dem jungen Volksgenossen anerzogen werden. Seine gesamte Erziehung und Ausbildung muß darauf angelegt werden, ihm die Überzeugung zu geben, anderen unbedingt überlegen zu sein. (S. 280/456, illusionäre Selbsttäuschung)

 

Nur durch ein Übermaß an nationaler Willenskraft, an Freiheitsdurst und höchster Leidenschaft wird wieder ausgeglichen werden, was uns einst fehlte. (S. 281/457, dadurch bedingt sich ein Mindermaß an Vernunft, Planung, Berechnung und Strategie)

 

Wie oft wurde im Kriege Klage darüber geführt, dafür unser Volk so wenig schweigen könne! Wie schwer war es dadurch, selbst wichtige Geheimnisse der Kenntnis der Feinde zu entziehen! Allein man stelle sich doch die Frage: Was hat vor dem Kriege die deutsche Erziehung dafür getan, den einzelnen zur Verschwiegenheit zu bilden? Wurde nicht leider schon in der Schule der kleine Angeber manches Mal seinen ver- schwiegeneren Mitgefährten gegenüber vorgezogen?... Verantwortungslos getane Äußerungen werden ebenso leichtsinnig weitergetratscht, unsere Volkswirtschaft wird ständig durch leichtfertige Preisgabe wichtiger Fabrikationsmethoden usw. geschädigt, ja sogar alle stillen Vorbereitungen einer Landesverteidigung werden illusorisch gemacht, da das Volk eben nicht schweigen gelernt hat, sondern alles weiterredet. Im Kriege aber kann diese Schwatzsucht bis zum Verlust von Schlachten führen und so wesentlich beitragen zum unglücklichen Ausgang des Kampfes. Man soll auch hier überzeugt sein, daß, was in der Jugend nicht geübt wurde, im Alter nicht gekonnt wird. Hierher gehört es auch, daß der Lehrer z. B. sich grundsätzlich nicht von dummen Jungenstreichen Kenntnis zu verschaffen sucht durch das Heranzüchten übler Angeberei. Die Jugend hat ihren Staat für sich, sie steht dem Erwachsenen in einer gewissen geschlossenen Solidarität gegenüber, und dies ist selbstverständlich. Die Bindung des Zehnjährigen zu seinem gleich alten Gefährten ist eine natürlichere und größere als die zu dem Erwachsenen. Ein Junge, der seinen Kameraden angibt, übt Verrat und betätigt damit eine Gesinnung, die, schroff ausgedrückt und ins Große übertragen, der des Landesverräters genau entspricht. (S. 282-283/460-461, Stärkung der Landesverteidigung durch erziehungskritischen Anarchismus!!)

 

Wenn beim Heer einst der Grundsatz galt, daß ein Befehl immer besser ist als keiner, so muß dies bei der Jugend zunächst heißen: Eine Antwort ist immer besser als keine. Die Furcht, aus Angst Falsches zu sagen, keine Antwort zu geben, muß beschämender sein als eine unrichtig gegebene Antwort. Von dieser primitivsten Grundlage aus ist die Jugend dahingehend zu erziehen, daß sie den Mut zur Tat erhält. (S. 284/462, blinder Eifer statt vernünftiger Überlegungen)

 

In den damaligen Versammlungen, besonders außerhalb Münchens, trafen auf fünfzehn, sechzehn Nationalsozialisten fünf-, sechs-, siebenund achthundert Gegner. Allein wir hätten dennoch keine Provokation geduldet, und unsere Versamm-lungsbesucher wußten sehr gut, daß wir uns lieber hätten totschlagen lassen, als zu kapitulieren. (S. 332/546, sollte dann wohl als Vorbild für die spätere Kriegführung dienen...)

 

(ca. S. 347, Wettbewerb um Lösungen, Rechtfertigung für späteres Verhalten, keine Entscheidungen zu treffen)

 

Man vergesse niemals, daß alles wirklich Große auf dieser Welt nicht erkämpft wurde von Koalitionen, sondern daß es stets der Erfolg eines einzelnen Siegers war. Koalitionserfolge tragen schon durch die Art ihrer Herkunft den Keim zu künftigem Abbröckeln, ja zum Verlust des schon Erreichten. (S. 350/578, siehe Zweiter Weltkrieg!)

 

...man bedenke weiter, wie die rassische Zersetzung die letzten arischen Werte unseres deutschen Volkes herunterzieht, ja oft vernichtet, so daß unsere Kraft als kulturtragende Nation ersichtlich mehr und mehr im Rückzug begriffen ist, und wir der Gefahr anheimfallen, wenigstens in unseren Großstädten dorthin zu kommen, wo Süditalien heute bereits ist. (S. 379/629, Süditalien, Teil des faschistischen Achsenpartnerlandes, ist also durch "Verjudung" oder was? heruntergekommen...)

 

Erst dann (wenn "die bisherigen Grundsätze und Lehren der Partei zum Fundament und Inhalt des neuen Staates geworden sind") kann der aus ihrem Geiste geborenen besonderen Verfassung dieses Staates langsam der Zügel in die Hand gegeben werden. Das vollzieht sich meistens aber wieder nur in gegenseitigem Ringen, da es weniger eine Frage menschlicher Einsicht als des Spiels und Wirkens von Kräften ist, die im vornherein wohl erkannt, aber nicht für ewig gelenkt werden können. (S. 394/657, Vorwegnahme des späteren organisatorischen Chaos)

 

Schon mit dem Jahre 1870/71 hatte England indes seine neue Stellung festgelegt. Schwankungen, die infolge der weltwirtschaftlichen Bedeutung Amerikas sowie der machtpolitischen Entwicklung Rußlands einige Male eintraten, wurden leider von Deutschland nicht benützt, so daß immer mehr eine Festigung der ursprünglichen Tendenz der britischen Staatskunst erfolgen mußte.

England sah in Deutschland die Macht, deren handels- und damit weltpolitische Bedeutung, nicht zuletzt infolge seiner enormen Industrialisierung, in so bedrohlichem Umfange zunahm, daß man bereits ein Abwägen der Stärke der beiden Staaten auf gleichen Gebieten vornehmen konnte. Die "wirtschaftsfriedliche" Eroberung der Welt, die unseren Staatslenkern als der letzten Weisheit höchster Schluß erschien, wurde für den englischen Politiker der Grund zur Organisation des Widerstandes dagegen.

Daß sich dieser Widerstand in die Form eines umfassend organisierten Angriffs kleidete, entsprach dann vollständig dem Wesen einer Staatskunst, deren Ziele eben nicht in der Erhaltung eines fragwürdigen Weltfriedens lagen, sondern in der Festigung der britischen Weltherrschaft. Daß sich dabei England aller Staaten als Bundes-genossen bediente, die militärisch überhaupt in Frage kommen entsprach ebensosehr seiner traditionellen Vorsicht in der Abschätzung der Kraft des Gegners als der Einsicht in die augenblickliche eigene Schwäche. Mit "Skrupellosigkeit" kann man dies deshalb nicht bezeichnen, weil eine solche umfassende Organisation eines Krieges nicht zu beurteilen ist nach heroischen Gesichtspunkten, sondern nach zweckmäßigen. Eine Diplomatie hat dafür zu sorgen, daß ein Volk nicht heroisch zugrunde geht, sondern praktisch erhalten wird. Jeder Weg, der hierzu führt, ist dann zweckmäßig, und sein Nichtbegehen muß als pflichtvergessenes Verbrechen bezeichnet werden. (S. 414-415/691-692)

 

Ein U-Boot-Krieg, gestützt auf die lange atlantische Küste sowohl als auf die nicht minder großen Strecken der französischen Randgebiete des Mittelländischen Meeres in Europa oder Nord-Afrika, würde zu verheerenden Wirkungen führen. (S. 416/696, der Fehler liegt hier nicht in der Aussage an sich, sondern stattdessen in ihrer teilweisen Nichtbeachtung durch Nichtbesetzung Französisch-Nordwestafrikas, als das 1940 gefahrlos möglich war)

 

So wie nun Englands traditionelle politische Ziele eine gewisse Balkanisierung Euro- pas wünschen und benötigen, genau so diejenigen Frankreichs eine Balkanisierung Deutschlands.

Englands Wunsch ist und bleibt die Verhütung des übermäßigen Emporsteigens einer kontinentalen Macht zu weltpolitischer Bedeutung, d. h. also die Aufrechterhaltung einer bestimmten Ausgeglichenheit der Machtverhältnisse der europäischen Staaten untereinander; denn dies erscheint als Voraussetzung einer britischen Welthegemonie. (S. 416-417/696)

 

Wer von dem obigen Gesichtspunkt aus eine Prüfung der heutigen Bündnismöglichkeiten für Deutschland vornimmt, muß zu der Überzeugung gelangen, daß als legte ("letzte", Übetragungsfehler aus der deutschen in die lateinische Schrift durch eine(n) des Deutschen nicht Mächtige(n)) durchführbare Bindung nur eine Anlehnung an England übrigbleibt. So entsetzlich auch die Folgen der englischen Kriegspolitik für Deutschland waren und sind, so darf man sich doch nicht der Einsicht verschließen, daß ein zwangsläufiges Interesse Englands an einer Vernichtung Deut- schlands heute nicht mehr besteht, ja, daß im Gegenteil Englands Politik von Jahr zu Jahr mehr auf eine Hemmung des maßlosen französischen Hegemonietriebes hinaus- laufen muß. (S. 417/697)

 

Zum zweiten darf die Schwierigkeit nicht übersehen werden, in den uns bisher feindlichen Ländern eine Umstellung der durch Massenpropaganda in einer bestimm- ten Richtung beeinflußten großen Volksschichten vorzunehmen. Man kann eben nicht jahrelang ein Volkstum als "hunnisch", "räuberhaft", "vandalisch" usw. hinstellen, um plötzlich über Nacht das Gegenteil zu entdecken und den ehemaligen Feind als Bundesgenossen von morgen zu empfehlen. (S. 419/701-702)

 

In Europa wird es für Deutschland in absehbarer Zukunft nur zwei Verbündete geben können: England und Italien. (S. 421/705)

 

Der allgemeinen Motorisierung der Welt, die im nächsten Kriege schon in über- wältigender Weise kampfbestimmend in Erscheinung treten wird,... (S. 444/748, richtige Vorhersage, mangelnde Schlüsse)

 

Wie naiv, zu denken, daß England und Frankreich in einem solchen Falle ein Jahrzehnt warten würden, bis der deutsch-russische Bund seine technischen Vorbereitungen zum Kampf beendet haben würde. Nein, das Unwetter bräche blitzschnell über Deutschland herein.

So liegt schon in der Tatsache des Abschlusses eines Bündnisses mit Rußland die Anweisung für den nächsten Krieg. Sein Ausgang wäre das Ende Deutschlands. (S. 444/749, zwar auf die Situation von 1926 gemünzt, kann aber ohne weiteres als Menetekel für den Hitler-Stalin-Pakt gewertet werden)

 

Man schließt aber keinen Vertrag mit einem Partner, dessen einziges Interesse die Vernichtung des anderen ist. Man schließt ihn vor allem nicht mit Subjekten, denen kein Vertrag heilig sein würde, da sie nicht als Vertreter von Ehre und Wahrhaftigkeit auf dieser Welt leben, sondern als Repräsentanten der Lüge, des Betrugs, des Diebstahls, der Plünderung, des Raubes. (S. 445/750, außer, man ist verrückt oder ein Zyniker)

 

... wie der Trieb des Angelsachsen, sich seinerseits in den Besitz der Herrschaft dieser Erde zu setzen. (S. 445/750)

 

...so ist es ein Wahnsinn, sich mit einer Macht zu verbünden, die den Todfeind unserer eigenen Zukunft zum Herrn hat. Wie will man unser eigenes Volk aus den Fesseln dieser giftigen Umarmung erlösen, wenn man sich selbst in sie begibt? Wie dem deutschen Arbeiter den Bolschewismus als fluchwürdiges Menschheitsverbrechen klarmachen, wenn man sich selbst mit den Organisatoren dieser Ausgeburt der Hölle verbündet, sie also im großen anerkennt? Mit welchem Rechte verurteilt man dann den Angehörigen der breiten Masse ob seiner Sympathie für eine Weltanschauung, wenn die Führer des Staates selbst die Vertreter dieser Weltanschauung zum Verbündeten wählen? (S. 446/752)

 

Der weitere Erfolg (des Bundes mit England und Italien) wäre, daß mit einem Schlage Deutschland aus seiner ungünstigen strategischen Lage befreit würde. Der mächtigste Flankenschutz einerseits, die volle Sicherung unserer Versorgung mit Lebensmitteln und Rohstoffen andererseits wäre die segensreiche Wirkung der neuen Staatenordnung.

Fast noch wichtiger aber würde die Tatsache sein, daß der neue Verband Staaten umschließt von einer sich in mancher Hinsicht fast ergänzenden technischen Leistungsfähigkeit. Zum ersten Male bekäme Deutschland Verbündete, die nicht als Blutegel an unserer eigenen Wirtschaft saugen, sondern sogar zur reichsten Vervollständigung unserer technischen Rüstung ihren Teil beitragen könnten und auch würden. (S. 448/756, die prekäre Lage, in die Deutschland gerät, wenn das Bündnis mit Großbritannien nicht zustande kommt, gesehen, aber ignoriert, die technologische Unterlegenheit Italiens entweder nicht gesehen oder bewusst ignoriert).

 

In England war mit der Vernichtung Deutschlands als Kolonial- und Handelsmacht und dessen Herunterdrückung in den Rang eines Staates zweiter Klasse der Krieg wirklich siegreich beendet. (S. 453/764)